Tiere

Wie Tierhalter trauern- die Trauer ums Tier

pferd-hund-katze-vogel-himmel-beyondWie fühlt sich die Trauer ums Tier an?

Dein Tier ist jetzt in seiner geistigen Form aus dem Körper getreten. Es geht nun dorthin, wo alle Verstorbenen hingehen- in die Seelenebene. In der Seelenform geht es Deinem Tier gut, es empfindet Frieden, Liebe, ein Loslassen und Sein.

Es kann leuchtend und glücklich aussehen, ist wieder jung und ohne Schmerzen oder Angst. In dieser Ebene hat Dein Tier eine andere Sichtweise auf alles, ist i.d.R. mit sich fein und trotzdem noch sehr verbunden mit seinen Menschen.

Wenn der Verlust Deines Tieres noch frisch ist bist Du vielleicht noch im Schockzustand, fühlst Dich wie betäubt, und  begreifst erst langsam was geschehen ist.

Da die Verbindung zwischen Mensch und Tier oft sehr eng und  tief sein kann, spürst Du i.d.R. einen tiefen Schmerz und Traurigkeit.

Körperlich gesehen kannst Du Schwere spüren, als wenn die Trauer in jeder Muskelzelle sitzt, Bewegungen oder alltägliche Arbeiten fallen schwerer als sonst. Die Tiefe dieser Gefühle kann zunächst überwältigend sein, vor allem, wenn es der erste Verlust ist, den Du erlebst.

Du hast vielleicht das Gefühl, Dein Leben sei vorbei oder dass es nicht weitergeht. Vielleicht bist  Du wütend bist auf andere Menschen, die ihr Tier noch haben.

Diese Gefühle sind normal und Teil des nun für Dich anstehenden inneren Prozesses. Auch wenn es tiefe Gefühle sind, die Dich völlig lahmlegen können, geht dieser Zustand wieder vorbei.

Die Verbindung zu Deinem Tier, und vor allem Eure Liebe, bleibt bestehen

Sie reißt nicht ab, sondern verlagert sich auf eine andere Ebene.

Während sich Dein Tier auf das Ankommen in der Seelenheimat konzentriert, lasse Dich ganz auf Deinen inneren Verarbeitungsprozess ein und vertraue.

Der Verlust des Tieres trifft den Tierhalter oft besonders tief und beeinflusst den Lebensalltag einschneidend

Trauer ist individuell, jeder empfindet sie anders aufgrund seiner individuellen Geschichte und Prägungen. Zudem kommt die empfundene Trauer immer auf die Art der Beziehung an, die Du mit dem Verstorbenen hattest. Möglicherweise anders sein.

Es fallen gewohnte Abläufe wie der Hundespaziergang, das morgendliche Füttern der Katze, oder das Fahren zum Stall plötzlich weg. Vielleicht empfindest Du die Wohnung ohne Tier als leer, fühlst Dich allein, nicht mehr verstanden, verlassen oder einsam.

Oder der verbliebene Kumpel des Tieres, Partner oder Kinder trauern ebenfalls und das nimmt Dich zusätzlich mit.

Du hast Dein Tier verloren, gestern war noch alles in Ordnung, heute empfindest Du tiefen Schmerz und Traurigkeit über den Verlust des Freundes oder Begleiters. Es kommt also neben der Verarbeitung des Todes Deines Tieres noch die Neuordnung des Alltages hinzu.

Wie lange trauert man?

Die ersten drei Tage sind in der Regel die schmerzhaftesten. Der Schock beeinflusst noch alles, und die Gefühle sind noch nicht ganz zu Dir durchgedrungen.

Es wird leichter, sobald die aktive Verarbeitung beginnt:  Etwa 2 Wochen nach dem Tod des Tieres beginnst Du, wieder mehr in Frieden zu kommen.

Etwa 90-100 Tage  dauert es, bis der Trauerprozess vollständig abgeschlossen ist und eine Art Neuorientierung beginnt.

Jedoch sind dies nur zeitliche Richtwerte, an denen Du Dich für Deinen persönlichen Prozess orientieren kannst. Wie schon gesagt trauert jeder individuell anders und Dein Prozess kann schneller oder langsamer ablaufen.

Aktiv und kreativ verabschieden

Die Bestattung bildet den ersten Schritt um einen Abschluss zu finden und gibt Dir den Raum, um Dich bewusst von Deinem Tier zu verabschieden. Die Gestaltung des Abschieds ist für Dich als Hinterbliebenen sehr wichtig. Zur Form der Bestattung haben die meisten Tiere keine speziellen Wünsche (zb. ob Erd- oder Feuerbestattung), sehr wohl jedoch zur Gestaltung:

Einige wünschen sich bewusst eine positive Gestaltung wie eine Feier mit Luftschlangen, andere mögen gern Blumen oder einen Stein auf dem Grab. Sie scheinen auch zu wissen, welche Dinge ihrem Menschen dabei guttun.

Bei einer Kremierung des Tieres kann es hilfreich sein, den Körper bewusst zu verabschieden und eine Kerze anzuzünden, bis die Urne wieder zu Dir zurückkommt.

Manche  Tierhalter  lassen die Urne als Erinnerung- ob vorübergehend oder dauerhaft- bei sich zuhause stehen. Manche verstreuen die Asche auch später an einem geliebten Ort des Tieres oder wählen einen Tierfriedhof zu Bestattung, weil sie für sich einen Ort zum Trauern brauchen. Du wirst spüren was hier für Dich richtig ist.

8 Tipps, wie das Durchleben der Trauer Dich stark macht

Tipp 1
Lasse die Trauer zu und erlaube Dir, alles zu fühlen und auszudrücken, was da ist. Weine, wann Dir danach ist. Schreie, sei wütend, sei verletzt, lasse den Schmerz zu, fühle die Leere oder die Einsamkeit. Lasse alles zu, ohne damit etwas tun zu müssen.

Tipp 2
Gehe kreativ mit ihr um, Du kannst ein Erinnerungsstück für dein Tier erstellen, Z.B. ein Bild malen (gut geeignet für das gemeinsame Verarbeiten mit Kindern), ein Fotobuch oder einen Stein gestalten einen Brief an das Tier schreiben in dem Du für alles dankst oder Deine Liebe zu ihm ausdrückst.

Tipp 2
Bewusst loslassen und hole Dir ggf. Hilfe, wenn Du spürst, dass Du Dein Tier nicht gut loslassen kannst oder die Seele des Tieres nicht ins Licht findet. Dies ist wichtig, damit Du gut durch Deinen Prozess kommst und Dein Tier sicher in der Seelenebene ankommt.

Tipp 3
Fühlen ohne sich hineinzusteigern. Wenn Du nicht mehr aufhören kannst zu weinen, schaue ob Du Dich gerade in die Trauer hineinsteigerst. Verarbeitendes Weinen heißt, Du fühlst Dich traurig oder hast einen Schmerz, Du weinst und fühlst ihn oder sprichst mit jemandem über Dein Gefühl und weinst dabei. Manchen hilft es, mit jemandem gemeinsam zu weinen. Und dann gehst Du durch diese Schicht Schmerz hindurch und empfindest  anschließend ein Gefühl der Erleichterung.  

Tipp 4
Werte Dich selbst nicht, Du hast alle Entscheidungen so gut getroffen wie Du es zu dem damaligen Zeitpunkt  gemäß Deinem Entwicklungs- und Wissensstand tun konntest.

Tipp 5
Sei gut zu Dir,  Du brauchst Kraft für diese Zeit. Tue das, was Dir persönlich gut tut, z.B. einen Spaziergang machen, ein Gespräch mit einer guten Freundin über Deine Trauer, oder mit Menschen die ähnliches erlebt haben, meditiere, oder nimm Dir Zeit für Dich.

Tipp 6
Nutze Meditation, wenn Du nicht weißt wie Du den Verlust Deines Tieres verarbeiten sollst und vertraue Deinen Eingebungen. Und dann mache das, was Dir als Eingebung oder Idee dazu in den Sinn kommt.

Tipp 7
Bitte Dein Tier um Rat: Viele Tiere begleiten ihre Menschen noch eine Zeitlang, gerade  in der Trauerzeit. Du kannst Dein Tier bitten, Dir einen Tipp oder Rat mitzuteilen, wie Du mit der Trauer umgehen kannst

Tipp 8
Erlaube Dir, die Trauer wieder loszulassen. Es gibt andere Wege, wie Du mit Deinem Tier in Kontakt sein kannst, die Dich und Dein Tier stärken. Dafür brauchst Du nicht den Schmerz oder die Trauer festzuhalten. Dein Tier möchte auch für Dich, dass es Dir gut geht und Du glücklich bist.

Dein Tier bleibt in der anderen Ebene eine Art Begleiter für Dich, zieht sich mit der Zeit jedoch ebenfalls zurück und wird weniger präsent. Dies ist Teil des natürlichen Verarbeitungsprozesses.

Ein neues Gleichgewicht finden

Dein Trauerprozess endet irgendwann damit, dass Du beginnst, Dich dem Leben wieder zuzuwenden. Dein Tier lebt nicht mehr, aber langsam lässt der Schmerz darüber nach und die positiven Erinnerungen an die gemeinsame Zeit werden vordergründiger.  Du spürst, dass Du den Verlust verarbeitet hast und  Du beginnst, Deinen Alltag neu zu ordnen.

Dies heißt nicht, dass Du das Tier vergisst. Aber du spürst dass eure Liebe immer bleibt, und dass es für jeden von euch beiden weitergeht.

Eure Verbindung hat eine anderen Ebene gefunden- und wird dort zu einem Teil deines bisherigen Lebens. Diesen Platz wird das Tier behalten.

Es hat gute Gründe, wenn die Trauer nicht aufhört

Fühlt sich Deine Trauer über den Verlust des Tieres auch nach längerer Trauerzeit noch ebenso stark an wie zu Beginn des Verlustes  kann es sein, dass sich alte Trauer in Dein Gefühle mischt und diese verstärkt oder überlagert.

Diese alte Trauer kommt i.d.R. aus vergangenen Lebenssituationen, die Du  mit Familienmitlgiedern wie Mama oder Papa oder vergangenen Partnern oder Freunden erlebt hast. Die kann verursacht werden durch das Gefühl nicht geliebt zu werden, nicht verstanden zu werden, alleingelassen zu sein, Trauer über den Tod an sich, verlassen zu werden usw.

Weil jeder Mensch unterschiedliche Lebenssituationen erlebt hat, sind die Ursachen individuell verschieden. Hierbei hilft es Dir, zu erkennen, welche Gefühle gehören zu der aktuellen Situation? Welche Gefühle sind alt und gehören woanders hin? Wo gehören diese Gefühle hin?

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16.01.2019
Yvonne Sebestyen
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