Körper, Geist, Seele

Wildkräuter: Geschenke der Natur

himbeeren-pancake Wildkräuter: Geschenke der Natur

Keine Frage: Wildkräuter sind „in“. 
Immer mehr Menschen setzen sich mit der Kraft auseinander, die in den kleinen grünen Pflanzen stecken, die so oft unbeachtet am Wegesrand wachsen.

Den besten Zugang erhält man durch eine Wanderung unter kundiger Führung, wo man anschaulich die Wildkräuter kennenlernt, die uns nähren, helfen und sogar heilen können.

Sie sind Ausdruck der unglaublichen Fülle, die Mutter Natur für ihre Kinder bereitstellt: Beeren und Wildfrüchte, Kräuter und und Sträucher, Bäume, und Wurzeln. Vielfältig im Geschmack, kostenlos, immer frisch und gerne leicht bitter.

Diese Bitterstoffe, in heute aus den Salaten und Gemüsen herausgezüchtet sind, sind Schlüssel zur Gesundheit:

Wer Wildkräuter in den täglichen Speiseplan integriert – sei es in Form von Smoothies oder Salat, Getränken oder warmen Mahlzeiten – darf sich dank ihrer blutreinigenden Wirkung bald über frische Energie, strahlende Haut und ein robustes Immunsystem freuen.

Auf ihren Wanderungen, die sie seit nunmehr 19 Jahren anbietet, erzählt Caroline Deiß über Heilkraft und Mythologie der Pflanzen, davon, wie sie früher verwendet wurden und was man heute über sie weiß.

Zum Beispiel ist das Mädesüß von der Wirkung her ein natürliches Aspirin, gut fürs Herz und gegen Schmerz, blutverdünnend.
Doch Kräuter sind viel mehr als die leckere Apotheke der Natur, und dies will die “Pflanzenverbündete” vermitteln.

Sie lädt ihre Wandergäste ein, sich für die Freude zu öffnen, die beim Gang durch die Natur im Herzen wächst. Bodenständig mache sie das, erklärt sie, nicht abgehoben. Doch wenn jemand mehr wissen will, erklärt sie, dass Pflanzen “Seelenfreunde” sind.

Caroline tritt gerne in Kontakt zu ihnen: “Einfach auf eine Blumenwiese legen und die Augen schließen… Besonders bei Sonnenschein nehme ich dann Düfte und Wellen wahr, wie leichte Luftzüge – die Seelen der Pflanzen.”

So findet sie auch Zugang zur deren Persönlichkeit. Midgard nennt sie diese magische Welt der Pflanzen, die voll von Kraftorten ist und in der sich mehr findet als das, was das bloße Auge sehen kann: Die Energien der Pflanzen, die früher, in einer weniger vernunftgesteuerten Welt, in Form von Elfen und Feen wahrgenommen wurden.

Caroline empfindet diese Nähe zur Natur als “glückliches Geborgensein”. Der Wald beginnt direkt hinter ihrem Haus. Auf ihren Gängen erspürt sie Kraftorte und erfährt sie immer wieder neu. Diese Verbindung stellt für sie auch den wesentlichen Faktor beim Kräutersammeln dar:

“Wenn man die Kräuter in der Apotheke holt, hat man keine Beziehung dazu. Aber wenn ich mich selbst aufmache, sie finde, zubereite – dann sehe ich die blühende Wiese vor mir und nehme diese Kraft in mir auf.”

Auch Wildkräuterführerin Carmen Mayr ist eine Pflanzenbotschafterin, die in den Kräuter unendlich mehr sieht als nur deren Wirkstoffe: “Pflanzen sind für mich eigenständige Lebewesen mit eigenen Charakter und eigener Daseinsberechtigung.

Sie sind verbunden mit der göttlichen Kraft, mit dem Universum.” Um mit dieser in Kontakt zu treten, ist der einfachste Weg der Gang in die Natur.
“Ich kann mich daran erinnern, dass meine Uroma mich zum Blütensammeln geschickt hat. Das hat mir schon damals Freude gemacht. Noch schöner fand ich es, wenn wir essbare Pflanzen wie Sauerampfer, Pilze und Heidelbeeren gesammelt haben.”

So hat die Autorin Kräuterbuchs schon früh den Drang gespürt, selbst die Geschenke der Natur zu suchen.

Das achtsame Sammeln von Kräutern ist für sie ein heilsames Ritual, das ihr Leben bereichert.

Ebenso das Ritual, nach der behutsamen Ernte Geschenke für Mutter Erde zurücklassen – ein wenig Samen, Federn oder Blüten, und immer öfter auch ein Lied aus Dankbarkeit und Freude:

“Ich komme immer mehr darauf, dass es vor allem darum geht, zu danken – und Pflanzen spüren das.”

Die Kräuterwanderung ist für sie eine Begegnung mit der göttlichen Kraft, die in allen Lebewesen steckt. “Für mich ist alles eins – wenn ich in die Natur gehe, trete ich über die Schwelle in eine andere Welt. Ich bin meist ganz schnell in Verbindung mit allem, was ist.”

Diese Verbindung zu Pflanzen entsteht auf der Gefühlsebene und ist mit Worten schwer zu erklären. “Das ist wie mit zwischenmenschlicher Sympathie”, vergleicht Carmen.
“Pflanzen reagieren nachweislich auf das, was um sie herum geschieht. Sie spüren uns und dienen uns gerne als Nahrungsquelle, wenn wir uns mit Achtsamkeit nähern.”

Schon in jungen Jahren spürte sie instinktiv, dass eine natürliche, ursprüngliche Ernährung Grundlage für ein rundum gesundes Leben darstellt und nicht nur auf den Körper, sondern auch Geist und Seele auswirkt:

“Alles ist in Hülle und Fülle vorhanden, Mutter Natur nährt uns reichlich. Aber wir müssen die Augen öffnen, um uns dessen bewusst zu werden.”

Für Carmen führt der Weg zu einem ganzheitlichen Leben immer wieder zurück zu den Wildpflanzen. Es geht darum, sie zur Stärkung der eigenen intuitiven Kräfte zu nützen – und dann bei Bedarf etwas an der eigenen Lebens- und Ernährungsweise zu ändern.

Schön, wenn das so lecker geht wie bei den Kräuterkochkursen:

Da gibt es Schlehen-Oliven, Blütenbutter und Löwerzahntiramisu, Wilde Lasagne und Kräuterfladen, Austernpilze auf Waldspinat-Toast und Pfannkuchen mit Bärlauch-Rahmsoße.

Nur wenige Stunden, die eine nachhaltige Wirkung haben können: Eine Kräuterwanderung ist ein Ausflug in eine Anderswelt, eine Tür zu kosmischer Energie und ganzheitlichem Leben, eine Übung in Achtsamkeit und Lebensfreude. Wer sich auf Wildkräuter einlässt, spürt die liebende Fülle der Erdmutter, fühlt sich von ihr umsorgt und erhält wertvolle Informationen für das eigene Leben.

“Es schenkt ein Gefühl von Freiheit, von Selbstbefähigung, die einem erlaubt, autarker und voll Vertrauen zu leben”,sagt Caroline Deiß.

Man bekommt auch eine Ahnung von der nie versiegenden Kraft der Natur, wie es Carmen Mayr bei einem Besuch in Tschernobyl erfahren hat, wo Bäume auf den Balkonen der verlassenen Wohnungen wachsen.
“Es war faszinierend zu sehen, wie das Leben einen Weg findet”, erzählt sie.

“Und es zeigt, dass wir der Natur nicht wirklich schaden können – nur uns selbst.”

Zum Abschluss ein einfaches Rezept von Caroline für ein belebendes Wildpflanzengetränk:

einen halben Topf mit Wildfrüchten oder Kräutern füllen, den Rest mit Wasser aufgießen, kochen. Dann pürieren oder abseihen und schließlich mit 100 Gramm Zucker auf einen Liter haltbar kochen. Nach dem Abfüllen in Flaschen kann man so jederzeit wieder auf die spezielle Energie des Fundortes zugreifen.
Und diese gibt es vielerorts. Man muss in der Regel nicht allzu weit fahren, um in die Natur zu kommen und den kraftvollen Wildkräutern zu begegnen.
Wenn man sich ihnen mit Respekt, Dankbarkeit und Achtsamkeit nähert, schenken sie Gesundheit und öffnen Türen.

28.06.2018
Martina Pahr

ist Autorin, Bloggerin und PR – Expertin

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Zusammenfassung
Wildkräuter: Geschenke der Natur
Titel
Wildkräuter: Geschenke der Natur
Beschreibung
Keine Frage: Wildkräuter sind „in“. Immer mehr Menschen setzen sich mit der Kraft auseinander, die in den kleinen grünen Pflanzen stecken, die so oft unbeachtet am Wegesrand wachsen.
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