6. August 2020 – 75 Jahre nach Hiroshima

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hiroshima-Lassale-Roland-Ropers-unplash6. August 2020 –
75 Jahre nach Hiroshima

Am 6. August 1989 verbrachte ich den ganzen Tag
mit dem damals 90-jährigen
Jesuitenpater & ZEN-Meister – Ehrenbürger von Hiroshima
Hugo Makibi Enomiya-Lassalle S.J.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle S.J.

Widmung von Lassalle an roland ropers in 1989
(c) Roland Ropers

Der legendäre Deutsch-Japaner hatte das Atombomben-Inferno von Hiroshima in unmittelbarer Nähe er- und überlebte. Er sagte in meinem Beisein auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 1986, als wir sein Buch „LEBEN im Neuen Bewusstsein“ vorstellten:

Möglicherweise brauchen wir ein zweites Hiroshima,
damit die Menschen endlich aufwachen.

Nur wenige ZEN-Schüler haben den Meister Enomiya-Lassalle in der Tiefe verstanden, weil sie ihre ererbten Glaubensmuster nicht verändern wollten.

Man muss wissen und ernsthaft zur Kenntnis nehmen, dass Enomiya-Lassalle jeglichen Kontakt mit Papst Johannes Paul II. vermieden hatte, weil dieser seinen Freund Pedro Arrupe (1907 – 1991) , den langjährigen Ordensgeneral der Jesuiten, letztlich „vernichtet“ hatte.
Kardinal Joseph Ratzinger war ihm nicht geheuer, zumal dieser später seinen Jesuiten-Mitbruder Karl Rahner (1904 – 1984) völlig ignoriert hat.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle erlebte in unmittelbarer Entfernung den Abwurf der Atombombe am 6. August 1945,

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Hugo Makibi Enomiya-Lassalle – Berlin 1988-©by Roland Ropers

er wurde verwundet und war seither strahlengeschädigt. Das Missionszentrum lag nur 1.200 Meter vom Zentrum der Explosion, dem sogenannten Epizentrum, entfernt.

Auf vielen Vortragsveranstaltungen wurde Pater Enomiya-Lassalle immer wieder besorgt nach seinem Hiroshima-Erlebnis befragt, und jedes Mal verwandelte er die im Raum spürbare Angst und Furcht in eine strahlende Sicherheit und Furchtlosigkeit. Der Jahrzehnte lange Übungsweg des ZEN hatte Pater Lassalle eine innere Strahlkraft verliehen, welche der Radioaktivität der von außen einwirkenden Atomkraft wirksamen Widerstand zu leisten vermochte.

Durch Pater Lassalle erfahren wir eine großartige Ermutigung, zukünftig selbst radioaktiv zu werden und zu sein, die innere Strahlkraft zu entwickeln, um durch ein geistiges Kraftwerk den Einflüssen von außen mutig und sorgenfrei entgegentreten zu können. Wir leben derzeit in einer Welt, die den Menschen wie eine Marionette manipuliert und durch ihr unerschöpfliches Konsumangebot narkotisiert und nahezu willenlos macht.

Die vier geretteten Jesuitenpatres Lassalle, Kleinsorge, Cieslik und Schiffer berichten, wie sie die Explosion der Atombombe erlebt hatten:

Um 8:15 Uhr am Morgen des 6. August ging jeder der vier seiner gewohnten Tätigkeit nach. Schiffer tippte auf der Schreibmaschine, Cieslik las in einem Buch, Kleinsorge in einer Zeitschrift, Lassalle stand nachdenklich am Fenster. Seine Hauptsorge galt dem zunehmenden Polizeidruck, der darauf zielte, uns alle in eine entlegene Gegend zu evakuieren.

Die Explosion war derart plötzlich und gewaltig, dass die vier später nicht in der Lage waren, irgend etwas über den Moment selbst zu rekonstruieren, außer dass sie den enormen Lichtschein sahen, die Hitze verspürten und den Knall hörten. Augenblicklich fiel Dunkelheit über alles. Die Zimmer waren angefüllt mit Staub und Schmutz, das Haus demoliert.

Lassalle blutete; Schiffer, der mit dem Rücken zum Fenster saß, war schlagartig von Wunden übersät. Cieslik hatte sich in dem Moment, als das Licht aufschien, mit rasanter Geschwindigkeit in den Gang geworfen, wie sie es so oft durch-gesprochen hatten. Seiner blitzartigen Reaktion verdankte er seine Unversehrtheit. Auch Kleinsorge, der direkt an der Wand gesessen hatte, war unverletzt.

Keiner konnte sich in dem nun folgenden Durcheinander einen Begriff von dem Ausmaß der Katastrophe machen. Jedenfalls war das Haus, obwohl ein Holzbau, nicht sofort zusammengestürzt, denn es war wegen der häufigen Erdbeben relativ stabil gebaut — wohl der einzige Holzbau in solcher Nähe zum Zentrum, der nicht dem Erdboden gleich-gemacht worden war.

Dagegen waren die zum Missionszentrum gehörenden Häuser der Katechistenfamilie und der Köchin völlig zerstört, doch gelang es, die Bewohner aus den Trümmern zu befreien.

Cieslik und Kleinsorge wollten die beiden Verwundeten zu Dr. Kanada, einem befreundeten Arzt, der direkt um die Ecke wohnte, bringen, aber sein Haus war nicht mehr da. Alles war wie platt gewalzt und nicht mehr zu erkennen. Sie gingen zurück und betreuten die Wunden, so gut es ging, selbst. Erst jetzt bemerkten sie, dass es überall zu brennen begann. Eine Nachbarin eilte herbei und bat sie, ihnen bei der Bergung ihres Mannes zu helfen, der unter ihrem zusammengebrochenen Haus verschüttet läge. Sie konnten ihn trotz Suchens nicht finden; ihr Rufen blieb ohne Antwort.

Die Feuer vermehrten sich durch den mit der Druckwelle einsetzenden Wind rapide und umzingelten bald das Missionszentrum, so dass sie zu fliehen beschlossen. Unterwegs über die von Dachziegeln, Telegraphen-drähten und Balken versperrten Straßen hörten sie immer wieder die Stimmen von Verschütteten, die aus den zertrümmerten Häusern drangen: ´Helft uns!´ ´Helft mir!´

Zu diesem Zeitpunkt war es kaum noch möglich, irgend etwas zu tun, denn die Feuersbrunst wurde immer bedrohlicher. Schließlich erreichten sie völlig erschöpft die Sakae-Brücke, um dort feststellen zu müssen, dass sie nicht mehr hinüber konnten, denn auf der gegenüberliegenden Seite stand alles in Flammen.

Wie die anderen Flüchtenden aus der Umgebung änderten sie sofort ihr Fluchtziel und versuchten, anstelle des östlichen Exerzierplatzes den nahen Asano-Park zu erreichen. Doch auch der Weg dorthin war durch Feuer versperrt. Sie mussten zum Fluss hinuntersteigen, um durch das Flussbett, das streckenweise noch trocken war, den Park zu erreichen.

Die Gruppe, insgesamt waren es neun Personen, erreichte mit anderen Flüchtenden den Park. Obwohl er, wie sich später herausstellte, nicht weit vom Zentrum der Explosion entfernt war, hatte er sein Grün erhalten. Hunderte von Flüchtlingen, zum Teil verwundet, drängten sich im Park. Immer mehr griff das Feuer, das nun in der ganzen Stadt lichterloh brannte, auf den Park über.

Stundenlang bekämpften sie es mit Zweigbündeln und Kleidungsstücken und dennoch kam es immer näher. Die beiden Verletzten, Lassalle und Schiffer, wurden direkt zum Flussufer gebracht. Schwerer Regen setzte ein. Gerüchte, dass die Amerikaner Gasolin von Flugzeugen abwarfen, um das Feuer noch mehr zu verbreiten, kursierten unter den Flüchtlingen, denn die Regentropfen waren schwarz und ungewöhnlich groß.

Auf dem Höhepunkt des Feuers entwickelte sich ein Wirbelwind, der die Bäume im Park umwarf oder sie sogar mitsamt der Wurzel ausriss. Bäume und Gegenstände prasselten in den Fluss, dessen Wasser vom Sturm hoch aufgewirbelt wurde, und auf die Flüchtlinge nieder. Kleinsorge warf sich auf Schiffer, um ihn zu schützen. Andere hielten sich an Grasbüscheln und Sträuchern fest, um an Land zu bleiben.

Immer noch versuchten Flüchtende über die Brücke zu gelangen und wurden in den Fluss geblasen, wo sie starben. Auch im Park griff der Tod um sich, zumal es keinerlei Medikamente gab. Das Feuer breitete sich aus, verbrannte Verwundete. Was viele am meisten bedrückte, war die Tatsache, dass sie auf ihrem Fluchtweg immer wieder Hilferufe von Verschütteten, oft genug von Bekannten aus der Nachbarschaft, gehört hatten, ohne dass sie ihnen hatten helfen können, da das Feuer bereits zu bedrohlich war.

So hatten sie nicht nur ihre ganze Habe verloren, sondern waren zum Teil selbst verwundet, darüber hinaus drückte sie die Schuld an den Zurückgelassenen, die jetzt in dem Feuer umkamen. Die Stadt auf der anderen Seite der Brücke glich einem Feuermeer. Wo das Feuer niedergebrannt war, hingen schwere Rauchwolken. Überall lagen Tote und Verwundete. Gespenstisch zugerichtete Gestalten krochen aus den rauchenden Trümmern und stolperten über irgendwelche Drähte.

Das Krankenhaus, ein Betongebäude, das zwischen Brücke und Park lag, stand immer noch in Flammen. Die meisten anderen Häuser waren fast vollständig niedergebrannt. Gegen Mitternacht erreichten sie den Park, in dem das Feuer ebenfalls noch gespenstisch loderte.

Früh am Morgen des zweiten Tages nach der Explosion gingen wir wieder in die Stadt, um Kleinsorge und die anderen, die noch im Park waren, zu retten. Es war einer der strahlenden Augustmorgen. An vielen Stellen in der Stadt flackerten noch Feuer, vor allem Fabriken. Doch das dominierende Bild dieses Morgens war das einer großen unbeschreiblichen Wüste aus Asche, Schutt und schwarzen Ruinen, durch die der Fluss seinen Weg bahnte.

An diesem denkwürdigen 6. August 1945 warf eine amerikanische Boeing

B-29 Superfortress unter dem Kommando von Paul Tibbets über Hiroshima die erste Uranium-Atombombe auf Menschen ab. Am 9. August entlud eine andere B-29 die zweite Atombombe, diesmal mit Plutonium, über Nagasaki.

Den Befehl zum Abwurf der beiden Bomben hatte der amerikanische Präsident Harry S. Truman von Potsdam aus gegeben, wo er mit Josef Stalin und Winston Churchill über die Behandlung des besiegten Deutschlands beriet.

Das Leben geht weiter, auch in Hiroshima.

Wer heute Japans jüngste Millionenstadt besucht — erst 1985 übersprang die Einwohnerzahl die Millionengrenze, derzeit leben in der Stadt 1,1 Millionen Menschen — hat Mühe, zwischen den bunt glitzernden Reklameschildern und der verwirrenden Vielfalt moderner Bürohäuser Spuren der Katastrophe zu entdecken.

Planmäßig und mit dem Willen der Stadtverwaltung wurden alle sichtbaren Kriegsschäden beseitigt, wie es das Gesetz über den Wiederaufbau Hiroshimas vorsah. Hiroshima sollte wieder eine wirtschaftlich blühende Stadt werden, wie vor der Bombe und ein einträgliches Tourismuszentrum.

Schließlich liegt in der Bucht von Hiroshima eine der schönsten Ansichten Japans: das rot-lackierte Schreintor von Miyajima, das bei Flut im Wasser steht und dann zu schwimmen scheint.

Die Bombe von Hiroshima war nicht nur ein bis heute umstrittenes Kampfmittel im Krieg gegen Japan, sondern zugleich ein Quantensprung in der Geschichte der Kriegsführung mit katastrophalen Folgen. Vor der Wiederholung einer solchen Menschheitskatstrophe zu warnen, ist legitim und notwendig. Doch auch die Vorbehalte waren ver-ständlich, weil viele Japaner über die Leiden des eigenen Volkes als Atom-bombenopfer ihre Rolle als Aggressor in jenem Krieg verdrängen.

Möge sich das Inferno von Hiroshima nicht wiederholen!

H.M. Enomiya-Lassalle S.J. & Wilhelm Kempff
Weltfriedenskirche von Hiroshima
Einweihung November 1954

Selten hat mich in unserem so bewegten Zeitalter eine Nachricht derart ergriffen wie diese, dass in Hiroshima in der Weltfriedenskirche eine Orgel gebaut werden sollte. Man hat oft die Orgel als die Königin der Instrumente bezeichnet. Eine Königin ja, aber eine Königin, welche ein Diadem, eine unsichtbare Krone des Friedens trägt. Darum empfinde ich auch eine Art heiligen Schauders immer dann, wenn ich, wie meine Vorfahren, an die Orgel trete.

Mit der Orgel in Hiroshima hat es seine eigene Bewandtnis. Hiroshima – bis zum Jahre 1945 eine Stadt wie andere auch, am herrlichen japanischen Binnenmeere gelegen – ist heute zu einem Begriff geworden, zu einem Symbol, in welchem klar und mit überdeutlicher Helle ein Wille zum Ausdruck kommt: der Wille zum Frieden.

Der apokalyptische Blitz auf Hiroshima und Nagasaki hat uns Menschen gezeigt, wo wir stehen. In der Offenbarung des Johannes stehen solche Bilder des Schreckens bereits vorgezeichnet. Dieser Hölle, oder um mich musikalisch auszudrücken, diesem Moll steht ein himmelreines Dur gegenüber. Es ist die Welt Johann Sebastian Bachs, des fünften Evangelisten, wie einmal ein großer Kirchenmann gesagt hat.

Die Predigt dieses Evangelisten Johann Sebastian Bach, die nicht an die Sprache der Menschen gebunden ist, wird in der ganzen Welt verstanden. Und so sehe ich es als besondere Fügung an, dass ich nach den Klängen der Friedensglocken an die Friedensorgel in der Friedenskirche zu Hiroshima treten darf, um mich in das große Friedensheer einzureihen, im Herzen das Bekenntnis und die Bitte tragend: Dona nobis pacem! Gib uns Frieden! Lassen wir die Glocken aller Tempel in der ganzen Welt in diesen Ruf einstimmen, in den Ruf um die pax aeterna, den ewigen Frieden.
(Wilhelm Kempff, 1895 – 1991)

Die Weltfriedenskirche von Hiroshima

wurde von meinem spirituellen Lehrer, dem legendären Jesuitenpater und ZEN-Meister Hugo Makibi Enomiya-Lassalle S.J. erbaut.
Ursprünglich sollte Albert Schweitzer (1875 – 1965) die Orgel in Hiroshima feierlich einweihen. Albert Schweitzer musste kurzfristig absagen, weil er am 10. Dezember 1954 den ihm 1953 verliehenen Friedensnobelpreis mit einem Jahr Verspätung in Oslo entgegennahm.
Glücklicherweise war der große deutsche Pianist (auch Organist und Komponist) Wilhelm Kempff bereit, das Konzert in Hiroshima zu über-nehmen.

In den Jahren 1946/47 unternahm Pater Lassalle Vortragsreisen in viele Länder der Erde, wobei er um Verständnis für Japan warb und den Bau der Weltfriedenskirche in Hiroshima anregte. Aus dem Ausland und nach seiner Rückkehr auch aus dem japanischen Inland erhielt er sehr große Unterstützung – von Christen und Nicht-Christen!

In Hiroshima selbst wurde von Haus zu Haus gesammelt.

Alle großen Firmen beteiligten sich, die in Japan akkreditierten Diplomaten gewährten Hilfe. Die Grundsteinlegung erfolgte am 6. August 1950, die Weihe am 6. August 1954. Ohne Enomiya-Lassalle wäre die aus der Todesasche neugeborene Stadt vielleicht nicht zum „Mekka des Weltfriedens“ geworden.

Für seine Verdienste um Frieden und Versöhnung ernannte ihn die Stadt Hiroshima am 1. April 1968 zu ihrem Ehrenbürger. Die Urkunde ist unter-schrieben vom Bürgermeister Setsuo Yamada, den Pater Lassalle bereits während seiner Studien (1927/28) in Oxford kennengelernt hatte. Im Beschluss des Stadtrates heißt es:

Unsere Stadt hat als Symbol den Weltfrieden gewählt. Dieser Gedanke der Stadt Hiroshima hat in der Erbauung der Friedenskirche durch Makibi Enomiya in hervorragender Weise einen konkreten Ausdruck gefunden. Wir wissen um die fast unüberwindlichen Schwierigkeiten, die er zu lösen hatte. An dieser Stelle möchte die Stadt Hiroshima in tiefer Verehrung ihm danken für alles, was er für unsere Stadt getan hat“.

Zwanzig Jahre zuvor hatte Pater Lassalle aus Liebe zu seiner neuen Heimat die japanische Staatsangehörigkeit angenommen und trug seither den Namen Makibi Enomiya.

In Hiroshima gibt es einen alten Schrein,

mit dem die Jahrhunderte alte Tradition verbunden ist, dass dort Jimmu Tenno in der grauen Zeit gelandet sei: ENOMIYA. Das wurde der neue Hausname von Pater Lassalle, der so viele Jahre seines Lebens in Hiroshima verbracht hatte. Den Vornamen schlug ein Lehrer des Jesuiten-Kollegs in Kobe vor: MAKIBI. Makibi ist der Name jenes bedeutenden Mannes, der im 8. Jahrhundert die japanische Umschrift für die schwer zu lesenden chinesischen Schriftzeichen erfand.

Bis zwei Jahre vor seinem Tod in Münster am 7. Juli 1990, nahm Pater Lassalle alljährlich am 6. August jeweils um 8:15 Uhr an den Erinnerungs-feierlichkeiten in Hiroshima teil. Der langjährige Oberbürgermeister der Stadt Takeshi Araki war ein enger Freund Pater Lassalle’s.

Mit Brief vom 2. August 1990 schrieb mir Takeshi Araki:

Lieber Herr Ropers, die Nachricht vom plötzlichen Ableben von Pater Hugo M. Enomiya-Lassalle, Ehrenbürger von Hiroshima, hat uns alle hier tief erschüttert. Wir empfinden durch seinen Tod tiefste Trauer. Am 16. Juli wurde in Hiroshima zu Ehren von Pater Lassalle eine Totenmesse zele-briert, die von sehr vielen Menschen besucht wurde. In der feierlichen Stimmung dieser Messe betete ich für Pater Enomiya-Lassalle’s Seele.

Ich möchte Sie hiermit über die Angelegenheit, Pater Enomiya-Lassalle`s Asche in Weltfriedenskirche beizusetzen, in Kenntnis setzen. Auf Ihren Wunsch hin, sprach ich sofort mit den Jesuiten und Bischof Ikenaga sowie mit Bischof Misue von der Weltfriedenskirche.

Wir haben beschlossen, einen Plan zu unterbreiten für die Beisetzung Pater Enomiya-Lassalle`s Asche in der Krypta der Weltfriedenskirche und für die Errichtung eines Monuments durch den Jesuitenorden in Japan. Wir schätzen außer-ordentlich Ihr Bemühen um das Anliegen für und von Pater Lassalle und beten, dass Sie gesund und erfolgreich bleiben mögen.

Nach vielen zu überwindenden Unstimmigkeiten innerhalb des Jesuitenordens hat Pater Lassalle ein Jahr nach seinem Tod seine letzte Ruhestätte in seinem geliebten Hiroshima gefunden.

Der so liebenswürdige und hilfsbereite Oberbürgermeister Takeshi Araki ist nur wenige Jahre nach Pater Lassalle`s Tod am 16. Juni 1994 im Alter von 78 Jahren gestorben.

Ich hatte das Privileg, mit ihm sehr eng zusammenarbeiten zu dürfen. Erst nach seinem 85. Geburtstag haben wir begonnen, noch 6 Bücher zu machen, von denen einige zu Bestsellern wurden. Lassalle vertraute meiner „Schreibkunst“, die ihm nicht gegeben war. Er war Meister der ZEN-Praxis.

  • Bild-Textband: „ZEN-Unterweisung
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    LASSALLE-ZEN-und christliche Mystik-©by Roland Ropers
  • Bild-Textband: „Mein Weg zum Zen
  • ZEN und christliche Mystik
  • Leben im Neuen Bewusstsein
  • ZEN und christliche Spiritualität
  • Wohin geht der Mensch ?“ (Vorwort C.F. von Weizsäcker)

14 Tage nach seinem 91. Geburtstag bekam ich mit Datum von 29. November 1989 den letzten persönlichen Brief von Enomiya-Lassalle:

Vielen, vielen Dank für die Kostbarkeiten, die Sie mir von Fr. Bede Griffiths mitgebracht haben. Ich habe fast Lust, ihn nochmals zu besuchen. Alles Gute.

3 Tage vor seinem Tod am 7. Juli 1990 im Franziskus-Hospital in Münster sah ich Enomiya-Lassalle zum letzten Male an seinem Krankenbett.

Einen Tag nach meinem 45. Geburtstag fand am 12. Juli 1990 in Münster die Trauerfeier statt. Ich habe zusammen mit dem damaligen Bürgermeister von Hiroshima, Takeshi Araki, dafür gesorgt, dass seine sterblichen Überreste nach der Einäscherung in der Weltfriedenskirche ihre letzte Ruhestätte bekamen.

Beitrags Photo by Vladimir Haltakov on Unsplash

Roland-Ropers-Grafik-watchful-wisdom-walking06.08.2020
Roland R. Ropers
Kultur- & Sprachphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit
www.watchful-wisdom-walking.de


Über Roland R. RopersRoland-Ropers

Roland R. Ropers geb. 1945,
Kultur- & Sprachphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit
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