Die 10 größten Mythen der Mainstream-Spiritualität

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Mainstream Spiritualitaet-mythen-fantasyDie 10 größten Mythen der Mainstream Spiritualität

Teil 1 von 3: Könnte es sein, dass wir vom spirituellen Mainstream auf eine falsche Fährte gelockt wurden?

Wäre es möglich, dass die Versprechungen der größte Erfolgs-Coaches und der meistverkauften spirituellen Online-Seminare uns daran hindern, zu wirklicher Bewusstheit zu gelangen?

Mein ganzes Leben lang beschäftigte ich mich intensiv mit den großen Fragen des Lebens. In den ersten Jahren meiner spirituellen Suche begeisterten mich Lehrer wie Dr. Joseph Murphy und Bärbel Mohr, die uns an die Schöpferkraft unseres Geistes erinnerten und vermittelten, dass wir uns jeden noch so großen Wunsch erfüllen könnten, wenn wir nur fest genug daran glaubten. Diese Erkenntnisse halfen mir dann auch vor 25 Jahren dabei, eine Krebserkrankung zu überwinden.

Doch je tiefer ich während meiner Forschung der spirituellen Wahrheit auf den Grund ging,

desto mehr begann in mir das Bild der Wunscherfüllungs-Coaches zu bröckeln. Ich merkte, dass da irgend etwas nicht stimmte.

Es begann damit, dass während meiner spirituellen Reise eine immer größere Liebesfähigkeit in mir entstand, ich aber gleichzeitig die Erfahrung machte, dass die äußere Realität sich nicht in dem Maße änderte, in dem ich mich selbst fortentwickelt. Doch es war nicht die gesamte äußere Realität, die meiner inneren Entwicklung nicht Schritt zu halten schien, sondern vor allem Einzelerfahrungen, die meinem inneren Seins-Zustand ganz und gar nicht entsprachen.

So erforschte ich wieder und wieder die Universellen Gesetzmäßigkeiten und die Grundlagen der Schöpfung. Es gelang mir sogar die Beweisführung der Vollkommenheit der Schöpfung (siehe „Das Handbuch des Lebens – Der Schlüssel zur Verwirklichung Deiner wahren Bestimmung“).

Und dann entdeckte ich den „Fehler“.

Ich erkannte, dass es in unserem physischen Leben innerhalb der Dualität Verzerrungen gibt, welche (scheinbar) die kosmische Ordnung auf den Kopf stellen!

Und diese Verzerrungen beruhten alle auf der Illusion der Trennung, welche Grundlage der Schöpfung innerhalb der Dualität ist.

Im Folgenden gehe ich auf die 10 größten Mythen, auf die 10 größten Irrtümer ein, die in der Mainstream-Esoterik verbreitet werden.

Erkennen wir diese Irrtümer und berichtigen wir sie, so offenbart sich uns unmittelbar der wahre Sinn des Lebens, sogar der große, kosmische Plan, der hinter unserer speziellen Erfahrung in der Dualität steht.

Die 10 Mythen der Mainstream Spiritualität:

Mythos 1: Gut und Böse sind polare Gegensätze und bedingen sich gegenseitig
Mythos 2: Die Dunkelheit ist Teil der Qualitäten Gottes. Die Dunkelheit gehört zum Spektrum des Lichtes
Mythos 3: Es gibt keine absolute Wahrheit. Wahrheit und Lüge sind polare Gegensätze und bedingen sich gegenseitig
Mythos 4: Du bist der alleinige Schöpfer Deiner Realität
Mythos 5: Jeder bekommt, „was er verdient
Mythos 6: Du kannst alles erreichen, was Du willst
Mythos 7: Liebe erduldet alles und lässt alles zu
Mythos 8:Nicht urteilen“ bedeutet, „nichts verändern zu wollen
Mythos 9: Es ist immer möglich, Selbstliebe und die Liebe am Nächsten in die Balance zu bringen
Mythos 10: Es ist (innerhalb der Dualität) möglich, alles „richtig“ zu machen

Mythos 1: Gut und Böse sind polare Gegensätze und bedingen sich gegenseitig

Überall im spirituellen Mainstream finden wir die Behauptung, dass Licht und Dunkelheit, Gut und Böse zwei Polaritäten seien, ebenso wie die Polaritäten des Männlichen und des Weiblichen. Und mit dieser Grundlage wird sogar das Böse rechtfertigt: Kriege seien notwendig, um dem Bösen Einhalt zu gebieten; Menschen müssten mit Gewalt in ihrer Freiheit eingeschränkt werden, damit sie keinen Schaden anrichten usw.

Doch ist dies wahr? Schauen wir uns hierzu einmal die Polaritäten „männlich“ und „weiblich“ an: Beide Qualitäten sind in sich einzigartig. Doch erst die Verbindung zwischen beiden erschafft ein Ganzes.

Aus dieser Verbindung zweier sich gegenseitig zu einer größeren Ganzheit ergänzenden Qualitäten resultiert auch die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau, männlich und weiblich. Denn wir wollen alle zu Ganzheit finden. Wir brauchen sowohl männliche als auch weibliche Qualitäten, um unser Leben und unsere Welt harmonisch zu gestalten.

Doch wie sieht es mit Gut und Böse aus?

Auch hier handelt es sich um Zweiheiten, doch diese ergänzen sich nicht zu etwas Größerem, sondern sie schließen sich gegenseitig aus.

Verbinden wir die Pole „männlich“ und „weiblich“ beispielsweise als grundlegende Qualitäten in einem Menschen, so kann dieser sowohl bewusst planen, aktiv handeln, geistige Ideen in die physische Umsetzung bringen, als auch intuitiv umfassende Antworten erhalten, Verbindung schaffen, ganzheitlich fühlen und denken, tragen und nähren. Das Männliche und das Weibliche werden in der Summe zu etwas Größerem, doch es schließt sich nicht gegenseitig aus.

Das „Gute“ ist immer konstruktiv, verbindend; es sucht das höchstmögliche Wohl für Alle und für Alles zu erreichen, weil „es“ um die Einheit der Schöpfung weiß und begreift, dass das höchstmöglich Wohl für das Ganze zum größten Wohl für das Individuum wird.

Das „Böse“ hat dieses Bewusstsein der Einheit verloren; es kämpft nur für den eigenen Vorteil, den eigenen Profit auf Kosten der Anderen.

Das „Böse“ kann erst in Leugnung der Einheit von Allem-Was-Ist entstehen. Dadurch muss „das Böse“ für sich selbst sorgen und das Benötigte „von außen“ holen, weil „es“ die Anbindung an die all-nährende Göttliche Quelle verloren hat.

Somit ist es offensichtlich, das Gut und Böse nicht gemeinsam am selben „Ort“ und in derselben „Zeit“ existieren können – sie schließen sich gegenseitig vollkommen aus.

Wir erkennen auch, dass es ein „absolutes Gutes“ gibt. Da die Einheit von Allem-Was-Ist eine kosmische Ur-Wahrheit ist, ergibt sich daraus logisch das „Gute“ als grundlegende Essenz der allumfassenden Schöpfung. Das „Böse“ kann erst dort entstehen, wo die Universelle Wahrheit der Einheit von Allem-Was-Ist geleugnet wird.

Mythos 2: Die Dunkelheit ist Teil der Qualitäten Gottes. Die Dunkelheit gehört zum Spektrum des Lichtes

Bereits bei der Betrachtung des ersten Mythos haben wir erkannt, dass das Böse nicht Teil der Universellen Wahrheit ist, weil es erst in Leugnung der Universellen Wahrheit des All-Eins-Seins entsteht.

Die „Dunkelheit“ wird oft als Synonym für das Böse verwendet, während das „Licht“ als Synonym für das Gute und für die Essenz Gottes dient.

Nach dem ersten Universellen Gesetz, dem „Gesetz des Geistes“,

entsteht alle Schöpfung zuerst im Geist. Geist ist identisch mit Bewusstsein und gleichzeitig identisch mit Schwingung und Energie. Materie ist Energie in Bewegung. Raum, Zeit und Materie entstehen erst durch diese Bewegung.

Im Physikalischen ist „Licht“ eine Bezeichnung für eine bestimmte Form von Energie, und zwar für elektromagnetische Schwingungen in bestimmten Frequenzbereichen (Schwingungsbereichen). Die Summe aller Lichtschwingungen ergibt „weißes Licht“. Zerlegen wir weißes Licht mit Hilfe eines Prismas in seine verschiedenen Frequenzanteile, so erhalten wir alle Farben des Regenbogens. Doch „schwarzes Licht“ ist im Regenbogen nicht enthalten.

Übertragen auf die Spiritualität können wir auch „Licht“ als die Summe aller möglichen Schwingungsfrequenzen (Bewusstseine, geistige Schöpfungen) betrachten. Die ungerichtete (nicht-materialisierte) Schöpfung ist somit „weißes Licht“ und enthält alle möglichen Schöpfungen als Potenzial.

Schwarzes Licht“ gibt es nicht im Universum.

Dies wäre nämlich die Abwesenheit sämtlichen Lichtes, oder Licht mit der Intensität NULL.

Gäbe es den Tod wirklich, so könnte dieser durch die Entsprechung „Tod = Dunkelheit = Nicht-Licht = Keine mögliche Schöpfung“ umschrieben werden.

Doch das ganze Universum, die ganze Schöpfung ist LICHT.

Dunkelheit kann somit kein Teil der Universellen, Göttlichen Wahrheit sein. Dunkelheit entsteht erst dann, wenn wir etwas dem all-präsenten, Göttlichen Licht entgegenstellen, wenn wir – bildlich gesprochen – unsere Augen vor dem Licht Gottes verschließen und behaupten, „dass da kein Licht sei“.

Dunkelheit entsteht also erst dann, wenn wir das Licht Gottes leugnen. Und damit entsteht auch die Trennungsillusion, die Illusion der Getrenntheit von Gott.

Mythos 3: Es gibt keine absolute Wahrheit. Wahrheit und Lüge sind polare Gegensätze und bedingen sich gegenseitig

Der dritte Mythos lässt sich leicht entlarven, wenn wir uns nochmals die Berichtigung des ersten Mythos anschauen: Wahrheit und Lüge sind nämlich ebenfalls keine Polaritäten, keine Qualitäten, die sich gemeinsam zu einer größeren Ganzheit ergänzen. Tatsächlich widersprechen sich Wahrheit und Lüge, das Eine schließt das Andere aus.

Eine absolute Wahrheit können wir daran erkennen, dass sie ewig, also auch außerhalb von Raum und Zeit, Gültigkeit hat. Eine absolute Wahrheit ist also nicht heute „so“ und morgen „anders“. Sie ist auch nicht abhängig von einer bestimmten Rahmenbedingung, sondern sie gilt immer.

Natürlich gibt es auch „relative Wahrheiten“, zumindest innerhalb unserer Erfahrung innerhalb der Dualität. Relative Wahrheiten sind an spezielle Umstände oder an eine individuelle Erfahrung und Interpretation dieser Erfahrung gebunden.

Betrachten wir wieder die absolute Wahrheit.

Diese bleibt immer eine Wahrheit, selbst dann, wenn wir diese leugnen, also behaupten, sie wäre nicht wahr. Damit braucht die Wahrheit nicht die Lüge als ihr Gegenteil, um zu sein. Eine Lüge ist jedoch immer die Leugnung der Wahrheit und braucht somit die Wahrheit, um Lüge sein zu können.

Glauben wir jedoch dem Mythos, dass Lüge und Wahrheit polare Gegensätze seien, so verhindern wir damit das Erkennen der Größeren, Allumfassenden Wahrheit Gottes. Wir bleiben in der Illusion der Trennung gefangen. Und damit erschaffen wir wieder und wieder die Erfahrung des Kampfes zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit.

Teil 2 der Serie findest Du am am 01.07.2020 »hier« auf Spirit Online.

26.06.2020
Martin Heinz 
Philosoph, spiritueller Botschafter, Bewusstseinslehrer, Seminarleiter und Autor
https://www.recreate-coaching.de

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online

Anmerk. der Redaktion: Inhalte einzelner Beiträge müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen


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