Eine Begegnung im Kaufhaus

Auge-gott-eye

Auge-gott-eye Empathie mit der Welt – Eine Begegnung im Kaufhaus

Es war der 23. Dezember und ich war dabei, in letzter Minute, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Ich lief in ein ziemlich überfülltes Warenhaus und schaute nach unten, tief in Gedanken darüber, was ein gutes Geschenk für ein Familienmitglied sein könnte.

Als ich mich durch die Menschenmasse durchmanövrierte, sah ich in meinem peripheren Sichtfeld, dass ein Mann direkt auf mich zulief, aber wir waren noch vielleicht drei Meter auseinander. Ich drehte deshalb etwas nach rechts ab, um an einander vorbeigehen zu können, aber im selben Augenblick bog der Mann in dieselbe Richtung ab, so dass wir immer noch auf Kollisionskurs waren. Jeder Mensch hat so eine Situation schon mehrmals erlebt.

Als wir einander näher kamen und er seine Richtung nicht änderte, entschied ich mich, scharf nach links abzubiegen, um einen Zusammenstoss zu vermeiden. In dem Moment, wo ich dies Tat, muss der Mann denselben Gedanke gehabt haben, weil er genau so scharf in dieselbe Richtung abbog. Jetzt waren wir einen knappen Meter von einander entfernt und ich hatte keine Wahl – ich musste abrupt stehen bleiben. Wir standen uns direkt gegenüber.

Das Ganze geschah mit so einer Präzision, dass ich fast lachen musste. Leicht lächelnd schaute ich nach oben um zu sehen, wer dieser Typ war, dessen jede Handlung in fast perfekter Synchronizität mit meiner stand.

In dem Moment, wo ich nach oben schaute, machte mein Gehirn einen dreifachen Salto. Ich schaute direkt in mein eigenes Gesicht, in meine eigenen Augen. Es zeigte sich, dass ich direkt auf eine Säule zugelaufen war, die aus einem Spiegel bestand.

Da fiel mir der Satz „Tat tvam asi“ ein – „Das bist du“: Die Welt um dich herum bist du. Was wäre, wenn wir so die Welt und einander begegnen würden? Wenn wir die Welt so tief in uns hineinlassen würden, wie wenn sie ein Teil von uns wäre? Ganz ohne Angst, mit offenem Herz.

Umgekehrt würde es heißen, dass wir nichts wahrnehmen können, das nicht schon in uns ist. Wie Goethe schrieb: „Wär nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt es nie erblicken.
Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, wie könnt uns Göttliches entzücken?“

Als ich vor wenigen Jahren ein zweites Buch über meine Kommunikation mit der Erde schrieb, stand ich vor einem wunderschönen See in Schweden und lauschte, was mir gesagt wurde. Der See war ganz still, weit, und majestätisch, die Sonne schien, und das Schilf bewegte sich leise am Uferrand. Da hörte ich die Worte: „Schau dir diese Größe und unendliche Weite an. Das bist du.“

Die Vorstellung, dass es in Wirklichkeit keinen Unterschied gibt zwischen innen und außen, dass wir eng verbunden sind mit allem um uns herum, öffnet uns für eine tiefe Empathie mit der Welt und kann uns, langsam aber stetig, wieder in das Kommunikationsnetz alles Lebendigen einfügen und die ewige Trennung zwischen uns und unsere Umgebung überwinden.

cover-linnander-erde-spricht26.02.2018
Sten Linnander

www.stenlinnander.com

www.shop.neueerde.de…Die-Erde-spricht-Ich-bin-bei-euch.html

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online

Spirit PLUS – Für Spirit Online zahl ich

Standpunkt und Haltung in einer sich verändernden Welt

Spirituell relevante Informationen nachvollziehbar, kompetent, glaubwürdig und verständlich
Leben ist Veränderung – was so einfach klingt, ist eines der anspruchsvollsten Unterfangen des täglichen Menschseins. Wir stellen uns dieser Aufgabe!

Unsere Informationen auf spirit-online.de sind frei zugänglich – für alle. Jeden Tag. Das geht nur, wenn uns viele Leser*innen freiwillig unterstützen.
Schon 5,- Euro im Monat helfen uns und sichern die Zukunft von spirit-online.de
Jederzeit sofort kündbar einfach per E Mail!

Unterstützen Sie Spirit Online mit Ihrem Beitrag

Spirit PLUS – Für Spirit Online – Für Spirit Online zahl ich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*