Heiligsprechen – Jeder kann sich heiligsprechen – Heilung & Holifikation

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Heiligsprechen holifikation geist roland ropersHeiligsprechen – „Jeder kann sich heiligsprechen“
Heilung & Holifikation

In der aktuellen CORONA-Weltkrise benötigt jeder Erdenbürger einen neuen Impuls zur Selbstverantwortung, zur Befreiung seines unsterblichen Geistes, um sich gegen die Flut der meinungsstarken Medien, die kaum noch Wissen vermitteln lebenserhaltend zu schützen. 

Jeder kann sich heiligsprechen
Heilung & Holifikation

Am 22. Oktober 2012 erschien in der EPOCH TIMES erstmalig mein Begriff „Holifikation“ in dem Artikel „Jeder kann sich heiligsprechen“. Für die Ernennung von Heiligen benötigen wir keine Amtskirche, die Jesus Christus niemals als Glaubensinstitution gegründet hatte.

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Alles ist Holon Spiritual Holistic Self-Healing

 Jeder Mensch ist heilig und unsterblich!
(Dom Bede Griffiths O.S.B.)

Gottes Tempel ist heilig, und der seid Ihr!
( 1 Korinther 3, 17)

Das wertvollste Opfer (lat.: offere = darbringen) besteht im Heilig-machen (lat.: sacrificium, sacrum facere, engl.: sacrifice).

Indem ich mich selbst dem göttlich Kosmischen in mir anvertraue, setzte ich einen Heilungs- und Heiligungsprozess in Gang. Das griechische Wort „hólon“ (das Ganze) weist auf die Quelle und den Ursprung von Heil- und Heiligsein hin (engl.: whole, holistic, holy).

Jeder Mensch ist ursprünglich heil und heilig; er ist selbstverantwortlich, den Kontakt, die Verbindung zu seinem innersten Heiligtum aufrechtzuerhalten. Selbstverantwortung ist das ständige Hinhorchen auf den unsterblichen Wesenskern, der in jedem Menschen tief verankert ist. Der Weg dorthin führt über die Bewusstwerdung des Seins, der kosmischen Wirklichkeit.

Das oft missverstandene Wort „Opfer“ ist die Aufgabe unseres Egos zugunsten einer kontemplativen Erfahrung im Urgrund meines Wesens. Dieser Weg führt über die Wandlung (Transformation) zur Kommunion (gemeinsames Eins-Werden) und Kontemplation (mit dem Tempel „cum templo“ – in mir in Verbindung kommen).

Heiligsprechen – Jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Selbst-Transzendenz, zur Selbst-Heilung, Selbst-Heiligung und Selbst-Erlösung.

Trotz eines vermeintlichen großen spirituellen Bewusstseins in unserer Zeit ist den meisten die Unterscheidung von Körper (lat.: corpus, gr.: soma), Seele (lat.: anima) und Geist (lat.: spiritus, gr.: pneuma) nicht bekannt. Seele und Geist werden ständig miteinander verwechselt, und daher kann man auch die Irritationen im Dschungel der Heilsangebote verstehen.

Schon der berühmte lateinische Spruch: mens sana in corpore sano wird seit Jahrhunderten fehlübersetzt mit: „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Unreflektierte Übersetzungen führen zwangsläufig zu irreführenden Wahrnehmungen. Die Italiener gebrauchen das herrliche Wortspiel: tra-duttoretraditore – der Übersetzer ist gleichzeitig der Verräter. Traduttore kommt von lat.: transducere (hinüberführen) und traditore kommt von lat.: transdire (weitersagen). Letzteres ist die uns geläufige Tradition, dasjenige, was weitergesagt und weitergegeben wird. 

Mens bedeutet nicht Geist, sondern Verstand (engl.: mind, Sanskrit: manas, die Denkfähigkeit). Für eine tiefgreifende spirituelle (geistige) Erfahrung muss gerade das Denken aufhören, damit das Mysterium des universalen und ewigen Geistes offenbar werden kann.

Psychische (seelische) Störungen sind keine Geisteskrankheiten. Der Geist des Menschen, der gleichzeitig der Geist des Universums  auch von Brahman oder Tao ist, ist ständig ohne jegliche Beeinträchtigung ewig, gesund und lebendig verfügbar.

Der spirituelle Meister ist kein Geistheiler, weil es diesen Beruf überhaupt nicht geben kann. Jeder verantwortungsbewusste Heiler versucht einen Lösungsprozess in Gang zu setzen, der letztlich dazu führt, dass die oftmals schmerzliche Dualität von Körper und Seele überwunden werden kann, damit die integrierende geistige Kraft, die man als ewiges Leben bezeichnet, wirksam wird.

Heilung (lat.: salvatio) ist immer zugleich Lösung & Loslassen (lat.: solutio).

Wer sich anmaßt, den Geist heilen zu können, der in keiner Weise manipulierbar ist (Atma, Atmung, Inspiration sind die aus dem tiefsten Urgrund kommende Erfahrungsdimension), macht unseriöse Versprechen. Jesus Christus war kein Geistheiler, aber hat durch sein Wirken einen Raum in den Herzen vieler Menschen geöffnet, in dem der Geist Gottes inspirierend, Atem spendende Lösungsprozesse in Gang gebracht hat.

„Medicus curat, natura sanat“, der Arzt sorgt (lat.: curare) sich mit seinem Wissen um die Mitte (lat.: medium) des Menschen und überlässt der Natur den Heilungs- und Lösungsvorgang. Die Demut des Arztes liegt darin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass der innerste Raum des Menschen von der Natur, von Gott derart berührt wird, dass das ständig bestehende Heil der Welt (lat.: salus mundi) wieder erlebbar werden kann. Wie ein spiritueller Meister ist auch der Mediziner, ein Mittler, ein Mediator, ein Meditationslehrer, der sich niemals als Heiler bezeichnen würde.

Jedes Heilmittel (engl.: remedy; wörtlich: Rückkehr zur Mitte) führt den Menschen in seine Ganzheitlichkeit zurück (gr.: holon, engl.: wholeness). Diese Rückführung, die Reduktion (lat.: reducere = zurückführen) auf das Wesentliche gipfelt im Heil- und Heilig-Sein (engl.: holiness).

Heiligsprechen – Die Selbst-Erlösung ist kein Ego-Trip,

sondern die Auflösung der hinderlichen Ego-Strukturen, das Aufgeben der Ich-Haftigkeit, damit das wahre göttliche Wesen im Inneren jedes Menschen hervortreten kann und mit seiner Leuchtkraft, mit der ausschließlich von innen kommenden Ausstrahlung (engl.: radiance) Wirklichkeit wird, und zwar im Hier und Jetzt.

Wenn wir in den geistigen Raum durch die Überwindung der Dualität von Körper und Seele voll eingedrungen sind, sind Krankheiten damit nicht beseitigt, nehmen aber nicht mehr den großen Stellenwert ein.

Als der große indische Weise Ramana Maharshi (1879 – 1950) mit einer schweren Krebserkrankung auf seinen irdischen Tod zuging und seine Schüler sehr besorgt um ihn waren, sagte er:

 „Mein Körper und meine Seele leiden, aber nicht mein Geist. Ich werde immer bei Euch bleiben.“

Genauso hatte Jesus Christus, der salvator mundi, gesprochen, als er sich von seinen Jüngern verabschiedete. Doch die Jünger hatten ihren Meister gar nicht verstanden.

Ein Therapeut (gr.: therapeutaí = Diener) ist grundsätzlich ein Diener Gottes und ein Mittler (Medium), durch den die Kraft des Höchsten hindurchströmt und hindurchtönt (lat.: personare). Das Wesen einer großen Persönlichkeit zeigt sich in der Durchlässigkeit zur Quelle der Genesung und Heil-Werdung.

Der Arzt (engl.: physician) sollte sich mit der Natur (gr.: physis) der Menschen und seiner Umgebung befassen wie der Physiker (engl: physicist) die Natur des Kosmos in Demut beobachten sollte. Physikalische Therapie ist stets göttliches Dienen an der Natur.

Wir brauchen ein pneumatisches, spirituelles Bewusstsein und bewegen uns leider immer noch zu stark im Umfeld von psychischen, emotionalen Kräften, deren Übersetzung auf die Ebene der Wirklichkeit oft „verräterisch“ zu sein scheint: Traduttore – traditore.

Unser Leben ist reichhaltig an wundervollen Geheimnissen.

Das Ganze, das Heile, ist mehr als die Summe der Einzelteile. Unser Leben hat keinen Anfang und kein Ende, ist ein ewiger Entfaltungsprozess, wo der Mensch als Co-Creator der ständige Mitschöpfer des Göttlichen ist.

Leben, ist die dritte, die spirituelle Dimension unseres Wesens, wo wir die Dualität von Geburt und Tod, von Körper und Seele transzendieren und einen Richtungswechsel im Sinne der indischen Weisen vornehmen:

Von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit
Von der Dunkelheit zum Licht
Von der Unwissenheit zum Wissen
Vom
 Tod zum Leben
 (Brihadaranyaka Upanishad (Sanskrit: बृहदारण्यक उपनिषद्)

Roland-Ropers-Grafik-watchful-wisdom-walking29.11.2020
Roland R. Ropers
Kultur- & Sprachphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit
www.KARDIOSOPHIE-NETWORK.org


Über Roland R. Ropers

Roland R. Ropers geb. 1945,
Kultur- & Sprachphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit
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