Mit Ayurveda durch den hitzigen Sommer

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frau-meer-gluecklich-fitnessMit Ayurveda durch den hitzigen Sommer

Leicht beschwingt durch den Sommer
Ayurveda gibt uns die richtigen Empfehlungen für Gesundheit und Lebensfreude im Sommer.
Sommer verbinden wir gerne mit Sonne, Strand, Lebensfreude. Der Sommer ist die „heiße Jahreszeit“ die aber auch ihre Tücken hat, die uns das Leben schwer machen können.

Es sind natürlich nicht der Sommer oder die Tücken, die dafür verantwortlich sind, sondern wir selbst. Denn wir entscheiden, ob wir uns entsprechend der eigenen Konstitution auf die Jahreszeit einstellen oder ob wir alle Empfehlungen für die heiße Jahreszeit, die ich hier aufführe, ignoriere.

Gesundheitsmanagement* mit Ayurveda

Für mich ist Ayurveda das individuellste und effektivste Gesundheits-System, welches ich mir vorstellen kann. Ich habe schon einige Ernährungsweisen ausprobiert, ja auch unterrichtet. Vor ca. 30 Jahren habe ich Ayurveda kennen gelernt und es war mir schnell klar, das ist es.

Nach Ayurveda ist jeder einmalig, hat seine ganz eigene Konstitution, die sich aus den Bio-Energien Vata, Pitta und Kapha zusammensetzt. Diese ganz eigene Konstitution gilt es zu entdecken und danach zu leben.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder jetzt sein eigenes „Süppchen“ kochen muss. Das ist nämlich oft ein Argument, warum Menschen meinen, Ayurveda sei nichts für sie, es sei zu kompliziert – sie können doch nicht für jeden in der Familie anders kochen, nur weil die Konstitution unterschiedlich sei.
Mit dieser Einstellung betrachtet man Ayurveda aber zu oberflächlich.

Ich Bin der ich Bin

Egal ob wir es nach Ayurveda betrachten, nach der TCM (der traditionellen chinesischen Medizin), nach der Astrologie – immer kommen wir zu dieser Einzigartigkeit – und die will gelebt werden.

In unserer Kultur leben wir sehr angepasst, oft aus dem Bedürfnis, einer bestimmten Gruppe angehören zu können – das gibt Sicherheit.
Aber sich anpassen verursacht mit der Zeit „Langeweile“ – dafür sind wir aber viel zu einzigartig. In unserer Konstitution ist alles beinhaltet, die Gesundheit oder Krankheit, das Glücklich sein oder frustriert sein, unsere Herausforderungen und Lernaufgaben und auch unsere Begabungen.
Es gibt also viel zu tun, um diese Einzigartigkeit in uns zu entdecken und zu leben.

Eigenschaften bestimmen unser Leben

Eigenschaften sind der Schlüssel, an denen jeder festmachen kann, ob wir mehr oder weniger Vata, Pitta oder Kapha in der Konstitution hat und wie wir diese leben.

Eigenschaften ordnen aber auch die Lebensmittel, Getränke, ja unsere Lebensweise.
Typische Eigenschaften der Bio-Energien Vata, Pitta und Kapha (ich habe hier auch die Geschmacksrichtungen mit einbezogen, denn auch diese sind „Eigenschaften“)

Vata
Trocken, kalt, hell, beweglich, subtil, hart, rau, veränderlich, klar,
scharf, bitter, zusammenziehend (herb)
Pitta
Heiß, hell, flüssig, subtil, scharf (kantig), übelriechend, weich, klar
sauer, salzig, scharf
Kapha
Kalt, nass/feucht, schwer, langsam, stumpf, statisch, glatt, dicht
süß, sauer, salzig

Im Ayurveda kennen wir einen grundlegenden Satz:

GLEICHES VERSTÄRKT – GEGENSÄTZLICHES REDUZIERT

…und Verstärkung heißt es vermehrt sich – und wenn es zu viel wird, dann entstehen die Ungleichgewichte, Störungen, Symptome und Krankheitsbilder. Dieses „ZUVIEL“ überschwemmt den Körper und verdrängt oder unterdrückt die anderen Doshas bzw. Bio-Energien – das macht krank.

Unsere Aufgabe ist also nicht nur, unsere Konstitution zu kennen und zu leben. Genauso wichtig ist es, Ungleichgewichte so schnell wie möglich wahrzunehmen und gegen zu steuern.

Nach dem Motto:

Große Probleme (zum Beispiel Stoffwechselstörungen, Krankheiten, chronische und degenerative Prozesse im Körper) sollten dann gelöst werden, solange sie noch klein sind.

Die Gefahr dabei ist aber, dass wir als Menschen kleine Problemen gerne verdrängen – doch auf Dauer hat das fatale Auswirkungen: unsere Lebensenergie verausgabt sich, wir werden krank und gebrechlich.

Universelle Lebensgesetze sind Hilfe zur Selbsthilfe:

Im Ayurveda wird diesen universellen Lebensgesetzen eine zusätzliche Bedeutung beigemessen, denn auch diese sind geprägt durch die Bio-Energien (bzw. Doshas) und können demnach auch unsere Konstitution beeinflussen:
Tageszeiten:
Vata: 02.00 – 06.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr
Pitta: 10.00 – 14.00 Uhr und 22.00 – 02.00 Uhr
Kapha: 06.00 – 10.00 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr
Lebensphasen:
Kapha: Kindheit und Jugend …bis ca. zum 20. bis 25. Jahren
Pitta: Bis ca. 50. Lebensjahr …Bis Menopause, Midlifecrisis
Vata: Ab ca. 40. Bis 50. Lebensjahr bis Tod

JAHRESZEITLICHE RHYTHMEN IM AYURVEDA

Zusätzlich zu unserer Ayurveda-Konstitution gibt es Jahresrhythmen, die den Bioenergien Vata, Pitta und Kapha zugeordnet sind. Auch diese haben Auswirkungen auf uns und unsere Gesundheit. Sie können unsere Konstitution stärken oder schwächen beziehungsweise ins Ungleichgewicht bringen. Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind in unserer Klimazone die Jahreszeiten, die unser Wohlbefinden beeinflussen.

Eigenschaften der Jahreszeiten und ihre ayurvedische Zuordnung:

Kapha: Winter, Spätwinter und beginnendes Frühjahr:
nasskaltes Wetter, niedrige Temperaturen, Schneeschmelze
Pitta: spätes Frühjahr und Sommer:
Trockenheit, Wärme oder Hitze
Vata: Herbst und beginnender Winter:
trockenes, kaltes und windiges Wetter

Das erscheint erst einmal verwirrend – wie soll man sich das alles merken und berücksichtigen – fragen viele Menschen.

Ayurveda ist eine Erfahrungs-Wissenschaft,

die uns ein langes, glückliches und gesundes Leben in Aussicht stellt.
Einen Beruf lernen wir über Jahre und sammeln dann Erfahrungen, das Studium ist für uns oft selbstverständlich – wir wollen doch erfolgreich sein im Beruf.

Warum nicht auch „sich Zeit nehmen“ um dieses ganz individuelle Gesundheits-System zu verinnerlichen, um dann auch die vorher beschrieben Nutzen leben zu können.
Wenn man seine eigene Konstitution kennt, kann man mithilfe dieses Wissens dafür sorgen, ein ganzes Leben lang im Gleichgewicht zu bleiben und kann so Einflüsse von außen und innen ausgleichen.

Der Sommer soll heiß werden

Auch in diesem Jahr wird ein heißer Sommer vorhergesagt. Wir haben die Auswirkungen eines heißen Sommers auf die Natur und auf uns Menschen in den letzten Jahren öfters beobachten können. Das dauerhaft heiße Wetter kann Pitta-Störungen verursachen und sich in Form von Sonnenbrand, Hitzschlag oder Sonnenallergien zeigen.
Auch entzündliche Prozesse, Hautprobleme oder Blutverunreinigungen können die Folge sein.

Ein wichtiger Lehrsatz im Ayurveda heißt:

In der Vermeidung der Ursache liegt die Heilung. Vermeidet man das, was Pitta ins Ungleichgewicht bringen kann, dann vermeidet man auch gesundheitliche Probleme.

EMPFEHLUNGEN FÜR DIE VON PITTA GEPRÄGTE JAHRESZEIT

Diese Empfehlungen sind gerade im Sommer wichtig aber auch, wenn Pitta-Störungen vorliegen.
Setzen Sie sich nicht zu lange der prallen Sonne aus. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Sonnenenergie sich auch auf unsere Haut negativ auswirken kann – z.B. zu langes Sonnenbaden, ohne Schutz.

Im Ayurveda ist es zusätzlich wichtig, insbesondere den Kopf immer kühl zu halten. Ich selbst hatte früher meist keine Kappe auf, auch nicht bei starker Sonneneinstrahlung. Ich hatte vor Jahren in zwei verschiedenen Hitzeperioden aber zu viel Sonne am Kopf abbekommen – das gab dann jeweils einen Sonnenstich. Seitdem trage ich konsequent eine Kopfbedeckung. Einmal wurde ich sogar für 2 Tage notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert. Aber warum immer erst durch Schaden klug werden.

Tragen Sie leichte Kleidung, damit der Körper nicht unnötig belastet wird und Hitze durch Schwitzen abgeben kann. Sportliche Aktivitäten sollten nicht übertrieben werden. Schwimmen, Fahrradfahren und Spaziergänge in der Natur bieten sich im Sommer an.

In der Pitta-Tageszeit (von 10 bis 14 Uhr)

sollten Sie nicht zu viele Aktivitäten ausüben, denn der Körper wird dadurch ausgelaugt. Verschieben Sie anstrengende Aktivitäten möglichst auf den Morgen oder auf den Abend, wenn es sich einrichten lässt.

Ernährungsmäßig sollte ein Zuviel der Geschmacksrichtungen salzig, sauer und scharf vermieden werden, denn diese erhöhen das Pitta-Dosha. Geeignetere Geschmacksrichtungen sind bitter, herb und süß.

Etwas Schärfe ist hilfreich, um das Verdauungsfeuer anzuregen. Eine zu große Hitze im Außen kann das Pitta im Körper zur Stagnation bringen. Das zeigt sich bei großer Hitze durch einen reduzierten Appetit.
Im Sommer sollte das Essen leicht sein, vor allem gedünstete Gemüse sind zu empfehlen. Bei Getreiden haben sich Basmatireis, Ur-Weizen, Hafer und Gerste bewährt. Gewürze, die den Stoffwechsel anregen, z. B. Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, sind hilfreich.

Ich habe auch köstliche ayurvedische Gewürzmischungen kreiert,

die man auch im Internet kaufen kann. Auf meiner Webseite www.schule-fuer-ayurveda.de kann man eine Gewürzfibel kostenlos anfordern – Diese Gewürzmischungen helfen sehr dabei, schnell leckere Ayurveda-Gerichte zu zaubern und dort ist dann auch die Bezugsquelle zu finden.

Mittlerweile habe ich auch einen Ayurveda-Kochkurs-Grundlagen Online entwickelt – dort lernt man das Basis-Wissen der Ayurvedaküche – es werden aber auch ca. 30 Rezepte gekocht, die leicht nach zu kochen sind.

Im Sommer kann insbesondere in der Mittagszeit vermehrt frisches, vollreifes Obst gegessen werden, denn es ist leicht verdaulich und wirkt kühlend. In der heißen Sommerzeit, da sind Südfrüchte mit ihrer kühlenden Wirkung genau das Richtige. Aber auch Melonen und unsere vollreifen Früchte aus regionalen Anbau sind erfrischende Köstlichkeiten.

GETRÄNKE

Trinken Sie häufig und nicht zu viel auf einmal. Eisgekühlte Getränke sollten strikt vermieden werden, denn diese senken zusätzlich noch das Verdauungsfeuer – Agni. Und für Gesundheit und für die Entgiftung, da brauchen wir ein gut-funktionierendes Agni.

Ist das Agni (Verdauungsfeuer) im Körper durch die starke jahreszeitliche Hitze schon geschwächt, so wird es durch die Kälte von Eis noch weiter reduziert. Das gilt auch für Speiseeis. Bei Teesorten und Gewürzmischungen sollte man jetzt auf die Pitta-Reduzierung achten.

Getränke sollten warm sein, aber eine kühlende Wirkung haben: Melisse, Pfefferminze, Salbei, vor allem mit etwas Zitrone helfen, das Schwitzen zu reduzieren.
Ich liebe auch einen Tee zu gleichen Teilen aus Rosen Blüten, Jasmin Blüten und Lavendel.

Der Tulsi-Tee (indischer Basilikum) ist auch sehr erfrischend – er wirkt sich auch sehr ausgleichend auf den Stoffwechsel aus. Und hier gilt: probieren. Dieser Tulsi-Tee schmeckt richtig köstlich.
Ich habe auch einen Blumen-Topf mit griechischen Berg Tee – auch eine kleine Köstlichkeit, wenn die Triebe dann geerntet werden, wenn sie voll in Blüte stehen.

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es.

So werden Sie den wundervollen Nutzen des Ayurveda auch erst kennen lernen, wenn sie sich damit intensiver beschäftigen.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass Sie einen Versuch machen und dass Ihnen das dann soviel Spaß macht, dass Sie dabei bleiben.
So ist es mir jedenfalls vor 30 Jahren ergangen – ich lebe Ayurveda und ich begeistere viele Menschen für Ayurveda und auch heute schreiben mir immer wieder Menschen, auch aus der Anfangszeit, wie sehr Ayurveda ihr Leben positiv geprägt hat.

21.07.2020
Herzlichst Ihr 
Wolfgang Neutzler
schule-fuer-ayurveda.de

* Hier finden Sie eine umfangreiche Serie zum Gesundheitsmanagement


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