Mensch Sein und Spiritualität

Schlaflosigkeit und Botschaften von Unter- und Überbewusstsein

Schlaflosigkeit-Traeume-Botschaften-Unterbewusstsein- Ueberbewusstsein-designSchlaflosigkeit und Botschaften von Unter- und Überbewusstsein!

Es ist mitten in der tiefsten Nacht, Schlafenszeit doch Du bist plötzlich wach!
Pling!!!
Du schaust auf den Wecker und bist stutzig: immer die gleiche Uhrzeit! 2:02, 4:00… Wie ist das möglich?
Vielleicht bist Du etwas genervt, weil Du schlafen möchtest und für den nächsten Tag fit sein willst!

Vielleicht bist Du aber auch aufgewacht, weil Albträume Dich verfolgt haben, ein Chaos an dunklen Gefühlen, die immer noch, auch jetzt, wo Du wach bist, anhalten. Vielleicht hattest Du aber auch diese innere Unruhe, dieses so hellwache Gefühl, dass da etwas ist, was zu Dir kommen will!

Was versteckt sich hinter dem Phänomen der Schlaflosigkeit und wie kann man ihm begegnen und sogar für sich nutzen?

Meiner Erfahrung nach sind es zwei Aspekte, die hier zu tragen kommen und eine wichtige Rolle spielen:

  • unser Unterbewusstsein
  • und unser Überbewusstsein

Beides sind Teile von uns.

Im Unterbewusstsein…

…ruht u.a. alles das, was uns berührt hat (oft auch auf schmerzhafte Art und Weise) und was wir aus unserem Bewusstsein verbannt haben. Weggestellt wie in eine Abstellkammer.

Die Inhalte des Unterbewusstseins zeigen sich oft vehement, brechen auf zu bestimmten Zeiten, oft durch äußere Umstände getriggert. Es können große Ereignisse sein, die aus dem Unterbewussten nach oben steigen, z.B. alte Traumata, Verletzungen, aber auch scheinbar kleinere Ereignisse des täglichen Lebens, die allerdings oft tief ins Gefühl gehen und uns bewegen und z.T. verstören, Angst machen.

Die seltsamen Anspielungen eines Kollegen, die man für sich als Lappalie abtut, die aber tiefer geht, als gedacht und alte Verletzungen und Ängste auslöst…

Oder der Streit, der im Grunde gar nicht so schlimm war, eine Alltagssituation vielleicht nur, die aber dennoch emotional in einem arbeitet, weil man sich überfahren gefühlt hat und nicht seine Meinung zum Ausdruck bringen konnte.

Unser Überbewusstsein…

…ist unser seelisches Bewusstsein, unser höheres Selbst, die Verbindung zum Göttlichen. Und auch dieser Teil von uns kommuniziert mit uns.
Von ihm erhalten wir Inspiration, von hier kommen die Geistesblitze, die intuitiven Einfälle, das Geniale, Wunderschöne, zutiefst Berührende… Göttliche.

Wenn wir uns mit dieser Ebene verbinden, erscheint unser Leben mit seinen großen und kleinen Schwierigkeiten in einem ganz anderen Licht.
Wenn wir in Kontakt mit unserem Überbewusstsein sind, entsteht Magisches, wunderbare Kunst, geniale Texte, berührende Musik, inspirierende Gemälde.

Doch die Stimme der Seele ist meist fein und oft leise, sie drängt sich nicht auf, wir müssen uns für sie öffnen!

Doch wie oft geht das im Alltag unter? Wie oft leben wir unseren automatisierten Gedanken und Verhaltensabläufen und geben den Sorgen um die Zukunft, Problemen und Spannungen Priorität?

Ungehörte Botschaften

Egal ob Unter- oder Überbewusstsein, beide haben eine Stimme! Beide haben Botschaften! Beide wollen gehört werden!

Wenn wir uns tagsüber immer wieder Zeit nehmen, nach innen zu schauen, Gefühle zuzulassen, hinzuhören, hinzuschauen, dann empfangen wir diese Botschaften. Wir sehen tiefer, wir nehmen mehr wahr, was in uns ist. Wir sind offen für die verschiedenen Seelenanteile in uns.

Doch wie oft schaffen wir das nicht und sind abgelenkt, hetzten vielleicht von einem Termin zum anderen, fühlen uns zerrissen zwischen Beruf, Familie, sozialen Verpflichtungen und geben dem, was wirklich wichtig ist – unseren Kontakt nach innen – kaum Priorität?

Und wie oft macht uns aber auch das, was uns Unterbewusstsein flüstert, Angst?

Angst, weil Botschaften auf dem Unterbewusstsein oft so tief gehen, schmerzhaft sind, uns mit Erinnerungen konfrontieren, die wir lieber wegschieben? Gefühle, die Zeit brauchen, wenn sie gesehen, geheilt und integriert werden wollen… Gefühle, die uns scheinbar erstmal aus unserem Alltag reißen, lahm legen. Sich mit ihnen zu beschäftigen fühlt sich oft an wie eine ganze Arbeit für sich, die aber irgendwie neben dem täglichen Programm erledigt werden muss.

Ein Bild hierzu ist ein Computer, an dem wir arbeiten und der so viel langsamer ist, weil verschiedene Sidetasks und Nebenprogramme laufen, die seine Verarbeitungskapazität und -geschwindigkeit deutlich senken.

Auch Botschaften aus dem Überbewusstsein machen uns oft Angst, nicht, weil sie negativ oder schmerzhaft wären, sondern weil sie so groß sind, weil sie so klar sind und so viel Licht in unser Leben bringen!

Wieso uns das u.U. auch einschüchtern kann?

Weil das Licht der Erkenntnis verpflichtend ist. Weil wir das, was wir erkannt haben, auch verändern möchten und irgendwie müssen! Weil wir dann eine neue Ebene geschaut haben und alles in uns drängt, auch auf dieser Ebene zu bleiben!

Angst hat in diesem Fall nicht unsere Seele, sondern unser Ego, also der Teil in uns, der gerne an Althergebrachtem, Vertrauten festhält und sich ungern für Neues öffnet. Der Teil in uns, der uns sicher halten will und für den Neues erst einmal Arbeit und womöglich auch Gefahr bedeutet!

Die Frage ist also: Mit welchem Teil in mir will ich mich identifizieren? Und will ich mir das verbauen, wonach ich doch strebe, nämlich höhere Erkenntnis, Klarheit, Helligkeit?

Praktische Tipps:

Die wichtigste Frage ist doch die: Was kann ich tun?
Was kann ich tun, um besser zu schlafen?

Und daraus resultierend:

  • Wie kann ich bewusster die Speicher von Unter- und Überbewusstsein leeren und mich für diese Inhalte öffnen?

Wenn ich mir im Laufe des Tages Zeit nehme, nach innen zu hören, meine Gefühle zuzulassen, mich für Inspiration und Eingebung zu öffnen, dann schaffe ich einen Ausgleich. Dann brauchen mich Unter- und Überbewusstsein nichts nachts zu wecken, um mit mir zu sprechen!

Wenn ich tagsüber Momente der Entspannung schaffe, in denen ich auch wirklich offen und empfänglich bin, dann müssen Unter- und Überbewusstsein nicht erst warten, bis ich nachts mental entspannt bin, um mir dann ihre Botschaften zu überbringen!

Es ist also die innere Bereitschaft, um die es hier geht, der Wille, wirklich wissen zu wollen, hinhören zu wollen, offen für sich selbst zu sein. Und offen für die Botschaften zu sein, die zu einem wollen.

Jeder von uns hört hin auf eine andere Art und Weise. Der eine beim Spazierengehen, beim Schwimmen, beim Tagebuchschreiben, beim Bügeln, beim Meditieren…

Wichtig ist nicht die Tätigkeit, wichtig ist es, einen Rahmen zu finden, in dem die Öffnung nach innen geschieht und die Informationen fließen können.

Wird der Druck der gestauten Informationen tagsüber bewusst abgebaut, so fördert dies einen ruhigeren, tieferen Schlaf.

Nachts wach! – was tun?

Was aber können wir tun, wenn wir dennoch nachts aufwachen und schweißgebadet sind, inneren Druck verspüren und wissen: Hier steht ein Download von „oben“ oder ein Upload von „unten“ an?

Mein Tipp:
Sich ganz bewusst dafür öffnen!
Ja dazu sagen, Licht einschalten und den Block und Stift zur Hand nehmen und die Informationen, Gefühle und Eindrücke aufs Papier und somit auf ins Bewusstsein bringen. Die Gedanken und Gefühle laufen lassen, anstatt sie wegzudrücken.

Sich für das, was zu einem kommen will, öffnen!

Meist löst sich dann der innere Druck und man kann sogar später wieder schlafen.

Und meist ist man am Tag danach auch relativ fit, weil man keine Energie verbraucht, Dinge wegzudrücken, gegen an zu gehen, sondern sich für sie geöffnet hat.
Zumindest ist dies meine Erfahrung.

Am Anfang mag man das Gefühl haben, dass man wie unter einem Schwall an Informationen begraben wird. Es scheint nicht weniger, sondern, ganz im Gegenteil, eher mehr zu werden!
Aber: Das scheint nur so.

Wie ein Topf, der lange unter Druck stand, zischt es hier auch, der Druck macht sich Luft. Endlich ist ein Ventil da!

Meist nehmen der innere Druck und die Informationsflut nach einer Zeit ab und beginnen, sanfter zu fließen.

Geheimtipp 😉

Viele große spirituelle Botschafter und Lehrer unserer Zeit berichten von dem Phänomen, dass sie ihre Bücher und Werke in den frühen Morgenstunden geschrieben haben, z.B. Neale Donald Walsch (der Autor von „Gespräche mit Gott“) und Wayne Dyer (Autor zahlreicher Bücher wie u.a. „Die Weisheit des Tao“) und viele mehr. Immer wieder taucht hier 4 Uhr früh als Zahl auf…

Es scheint, dass in dieser Zeit etwas Magisches passiert… Die Tore in andere „Welten“ offener stehen… Wir empfänglicher sind!
Ärzte und Krankenschwestern berichten, dass um diese Uhrzeit Menschen bevorzugt ihren Weg in ein „neues Leben“ antreten, sei es, dass sie geboren werden oder sterben.

Nachts um vier, die sog. „Geisterstunde“.

Und nun?

Die Frage ist ja: Was mache ich daraus? Wie nutze ich diese besondere Zeit? Und wie möchte ich mit den Informationen umgehen, die hier an mich herangetragen werden?

Ich möchte mit Dir teilen, wie ich damit umgehe:
Trotz intensiver Arbeit an mir selbst und viel Zeit für mich, sind die Down- und Uploads um vier Uhr nachts die intensivsten, klarsten und auch schönsten.

Hier finden die außergewöhnlichsten Kontakte statt in einer Klarheit, die atemberaubend ist! Energien fließen… Altes löst sich.
Und weil diese Informationen für mich so wertvoll sind, habe ich mich dazu entschieden, ihnen Priorität zu geben. Im Alltag, tagsüber, aber auch nachts.

Praktisch sieht das so aus, dass ich früher ins Bett gehe (was mal leichter und mal schwieriger ist) um so genügend Tiefschlaf gehabt zu haben, bevor ich um vier Uhr nachts wach werde. Dann nehme ich mir bewusst Zeit für diese Downloads und Uploads, zelebriere diese kostbare Zeit des intensiven Kontakts.

Wenn ich dann um sechs oder sieben aufstehe, hat mein Tag bereits begonnen in Tiefe und Schönheit, vor allen Dingen aber im Einklang mit meiner inneren Stimme.

Eine Entscheidung, die ich nicht bereue und die mein Leben so viel schöner, reicher, tiefer und sinnerfüllter gemacht hat!

Link zu einem meiner YouTube Videos zu diesem Thema:


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18.04.2019
Ursula Schulenburg
Autorin, Dozentin, Heilpraktikerin, Life Coach und führt ihr online Business Soulcentered Evolution.
www.ursulaschulenburg.com

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