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Wissenschaftler, Schamanen und Kristallschädel

Kristallschaedel-Maya-Zeremonie-Mexiko-Tattva-VivekaWissenschaftler, Schamanen und Kristallschädel Teil 2

Interview mit Ceri Louise Thomas geführt von Shauna Crockett-Burrows
Im Anschluss an den ersten Teil des Interviews in Tattva Viveka Nr. 10 und die Veröffentlichung des Bestsellers The Mystery of the Crystal Skulls (in Deutschland als Tränen der Götter erhältlich) führt Shauna Crockett-Burrows ihr Interview mit den Autoren Chris Morton und Ceri Louise Thomas fort und stellt Fragen über das Geheimnis der Kristallschädel. Es gibt Erkenntnisse, zu denen sowohl Wissenschaftler als auch Schamanen gelangt sind und die Licht in das Rätsel der Kristallschädel bringen können.

Shauna Crockett-Burrows: In dem letzten Beitrag sprachen wir über wissenschaftliche Tests, die an den Schädeln durchgeführt und die Entdeckungen, die dabei gemacht wurden. Diesmal würde ich gerne die Aussagen mit Ihnen durchgehen, die von Schamanen und Wissenschaftlern bezüglich der Schädel gemacht werden.

Ceri Louise Thomas: Was uns dazu veranlasste, all unsere ursprünglichen Annahmen über die Kristallschädel zu hinterfragen und zu erkennen, dass buchstäblich nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, waren indianische Lehren wie die des spirituellen Beraters der Pueblo, Patricio Dominguez, und des Führers der Conchito Navajo, Leon Secataro.

Wir erfuhren, dass die Schädel eine höhere Bewusstseinsebene darstellten und dass sie die Macht besaßen, mit Menschen zu kommunizieren. Damals klang das noch sehr weit hergeholt. Wir selbst tendierten zu der Meinung, dass wir durch unsere Forschung eine einfache, rationale Erklärung für die Erschaffung und den Zweck der Schädel ans Licht bringen würden.
Aber je mehr wir uns damit befassten, desto unerwarteter entwickelten sich unsere Entdeckungen.

SC: Was erzählten euch die Schamanen?

CLT: Sie erklärten uns, dass ihnen die Schädel äußerst heilig seien und zudem den Schlüssel zu einer völlig neuen Art von Bewusstsein darstellten. Unsere herkömmliche, auf Newton basierende Wissenschaft will uns glauben machen, dass es sich bei Kristallschädeln – wie bei fast allem, was uns umgibt – einfach nur um leblose Objekte handelt, die keinerlei Bewusstsein oder Lebensenergie besitzen.kristallschaedel-Maya-Zeremonie-Tattva-Viveka

Und auch, dass ein Großteil der uns umgebenden Welt aus separaten, individuellen und im Grunde toten Teilen von Materie besteht, die nicht mehr Empfindungssinn besitzen oder bewusster miteinander verbunden sind, als dies bei der einfachen, physischen Beziehung, die zum Beispiel zwischen den verschiedenen Teilen einer Maschine besteht, der Fall ist.

Andererseits betrachtet die Weltanschauung der Indianer alles als heilig und zudem als eng und bewusst mit allen anderen Dingen verbunden. Zeit, Raum und Ort sind miteinander verbunden und alles wird durch den heiligen Atem der Schöpfung lebendig; sogar scheinbar tote Teile von Materie werden von dieser alles durchdringenden Lebenskraft der Schöpfung belebt, die alle Dinge miteinander verbindet als Teil des großen »Lebensnetzes«.

SC: Ist die Wissenschaft auf dem Weg, dies anzuerkennen?

CLT: Sie erkennt langsam, dass Gegenstände nicht wirklich »leblos« sind, sondern aus Partikeln von Materie bestehen, die sich umher bewegen oder wie Energiewellen verhalten. Zumindest in diesem Sinne werden sie tatsächlich »belebt« durch diese Energiewellen oder durch die Bewegungen der winzigen Partikel von Materie, aus der sie bestehen. Aber dabei handelt es sich um eine völlig andere Art von Bewusstsein als bei der Erkenntnis, dass diese Formen, Energien und Materie tatsächlich lebendig sind. Die indianischen Schamanen, mit denen wir sprachen, sagten, dass in allem Lebenskraft enthalten ist. Zum Beispiel sagen sie, dass Kristall eine lebende Substanz ist.

Die Vorstellung, dass Kristallschädel Lebenskraft enthalten, mag im ersten Moment lächerlich erscheinen. Und doch wird diese Vorstellung von neueren Entwicklungen innerhalb unserer eigenen Wissenschaft der Quantenphysik unterstützt. Zwischen den Entdeckungen der Quantenphysiker und den Aussagen der Indianer bezüglich der Natur unseres Universums zeichnen sich allmählich gewisse Parallelen ab.

SC: Können sie sich dazu näher äußern?

CLT: Kürzlich durchgeführte Experimente in der Quantenphysik lassen folgendes vermuten: Wenn man sich auf die subatomare Ebene begibt, erkennt man, dass es sich zumindest bei der bisher von Physikern vorgenommenen Unterscheidung zwischen Partikeln von Materie einerseits und Energiewellen andererseits im Grunde um ein und dasselbe handelt. Auf einfachster Ebene ist alles nur eine Form von Energie oder Information. Überdies sind diese winzigen Teile von Information, d.h. die Essenz aller Dinge, tatsächlich fähig, miteinander zu kommunizieren.

Forschungsarbeiten von Physikern wie Professor David Deutsch an der Universität von Oxford über das Verhalten von Photonen, d.h. winzigen Lichtpartikeln, lassen den deutlichen Schluss zu, dass diese winzigen Partikel tatsächlich besser miteinander kommunizieren als mit anderen Photonen. Daraus ergibt sich, dass sogar anorganische, für leblos erachtete Materialien tatsächlich ein gewisses Bewusstsein besitzen, ein gewisses Erinnerungsvermögen und Selbstgewahrsein, und dass sie wirklich fähig sind, mit anderen anorganischen, für leblos erachteten Gegenständen wie anderen Lichtpartikeln, zu kommunizieren.

SC: Dies führt uns also zurück zu der Ansicht der Indianer, dass alle Dinge miteinander verbunden sind und fähig, zu kommunizieren?

CLT: Die Vorstellung, dass wir in einer Welt leben, in der sogar die kleinsten Partikel unseres Universums fähig sind, miteinander zu kommunizieren, wird heute sogar von unseren Wissenschaftlern anerkannt. Dennoch wussten die Indianer bereits, dass wir von einer Welt und einem Universum umgeben sind, die sowohl auf mikroskopischer als auch makroskopischer Ebene voll lebendigen Bewusstseins sind.
Die Vorstellung, dass diese Intelligenz fähig ist, mit uns in Beziehung zu treten, ist vielleicht genauso überraschend, aber die Indianer glauben seit langem daran.Kristallschaedel-Maya-Zeremonie-Mexiko-Tattva-Viveka

Ein spezielles Experiment, das am »National Institut of Standards and Technology« in Boulder, Colorado durchgeführt wurde, scheint den Glauben zu untermauern, dass Verständigung auch zwischen dem menschlichen Geist und subatomaren Partikeln möglich ist.

Dies wurde entdeckt, als Wissenschaftler versuchten, Beryllium-Atome zu aktivieren, die in einem Magnetfeld eingeschlossen waren und dann Energie in Form von Radiowellen ausgesetzt wurden. Man fand heraus, dass dieser normalerweise einfache Vorgang verlangsamt wurde, wenn Wissenschaftler die Atome beobachteten. Wurden die Atome von den Versuchsleitern beobachtet, so benötigten sie viel länger, um »in Aufregung zu geraten«.

Dieses Ergebnis wird weithin als Beweis für den »Beobachtereffekt« gedeutet. Es scheint, als ob das Bewusstsein der Wissenschaftler während des Betrachtens von Atomen in einer spezifischen Konfiguration dazu beitrug, dass die Atome sich nicht veränderten.

SC: Wollen Sie damit sagen, dass die Atome selbst sich irgendwie darüber »bewusst« waren, dass sie beobachtet wurden und dies ihr Verhalten beeinflusste?

CLT: Ja. Dieses Phänomen des »Beobachtereffektes« legt nahe, dass Partikel sogar auf subatomarer Ebene ein gewisses Bewusstsein besitzen bezüglich dem, was um sie herum vor sich geht, und dass der menschliche Geist direkt auf sie einwirken kann.

SC: Was bedeutet das Ihrer Meinung nach?

CLT: Ich kann sicherlich daraus schlussfolgern, dass wir als Menschen die Macht haben, unsere Umgebung zu beeinflussen. Dass ein unglaubliches Potential in der Art liegt, wie wir unseren Geist nutzen könnten und wir bisher noch nicht begonnen haben, es zu erforschen, weil wir nicht glauben wollten, dass das möglich ist. Jetzt zeigt uns allmählich sogar unsere eigene Wissenschaft, dass es doch so ist.

SC: Der Schädel ist ein kraftvolles Symbol. Warum ist das Ihrer Meinung nach so?

CLT: Obwohl wir in einer visuell hoch produktiven Kultur leben, in der wir unaufhörlich mit Bildern überflutet werden, ist das Bild des Kristallschädels dennoch wirkungsvoll. Der Schädel führt uns zum Wesentlichen. Er wirft uns auf unser Inneres zurück, auf das, was wir mit allen anderen lebenden Menschen gemeinsam haben – wir alle besitzen identische Schädel.
Wir alle teilen das Bewusstsein, lebendig zu sein und eines Tages zu sterben.Kristallschaedel-Tattva-Vivekacrystal-skull

Die Kristallschädel verbinden uns mit dem Wesentlichen, dem Elementaren. Mit dem, was unter der Oberfläche liegt, nicht nur in uns selbst sondern innerhalb unserer Welt. Zudem sieht es allmählich danach aus, als ob unsere Erde zum Großteil aus Quarzkristall bestünde. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Carnegie-Institution sind erst kürzlich zu dem Schluss gekommen, dass der innerste Kern der Erde aus einem massiven Kristall besteht, mit einem Durchmesser von etwa 1200 km!

SC: Wird nicht seit jeher angenommen, dass der Erdkern flüssig ist?

CLT: Da man bisher nicht in der Lage war, tiefer als ca. 11 km in die Erdkruste hineinzubohren, weiß niemand mit Sicherheit, woraus der Erdkern wirklich besteht. Man ging lange Zeit davon aus, dass diese flüssige Materie sich wegen der großen Hitze und dem Druck, der durch das Gewicht des Erdgesteins selbst ausgeübt wird, bis direkt in den Erdkern ausdehnt und zum Mittelpunkt hin immer heißer und flüssiger wird.

1996 wurde diese Vorstellung von zwei französischen Geologen in Frage gestellt, die ein Experiment entwarfen, bei dem die Verhältnisse im Erdkern, d.h. große Hitze und starker Druck, simuliert wurden. Es schien sich herauszustellen, dass die Lava, aus dem das Erdinnere besteht, eine Mischung aus Eisen und Silicium ist.
Was die Eisenkomponente betraf, so siegte die Temperatur über den Druck, so dass sie schmolz und zum äußeren Bereich des Kerns »trieb«, aber im Falle des Silikons war der Druck stärker als die Temperatur, und so verfestigte es sich und formte einen sehr harten, sehr massiven Kristall direkt im Zentrum.

SC: Sollte dies der Fall sein, was sind dann Ihrer Meinung nach die Auswirkungen davon?

Es könnte bedeuten, dass die Erde an sich die nötigen Voraussetzungen hat, um Radiowellen, Mikrowellen und andere elektronische Informationen vom anderen Ende des Universums zu empfangen, vielleicht sogar über die Zeit hinweg. In gewisser Weise könnten wir uns die Erde an sich als den effektiv größten Radioempfänger der Welt vorstellen, fähig, Botschaften aus Vergangenheit und Zukunft aufzufangen.

SC: Ich erinnere mich, dass Nick Nocerino in eurem Buch Bezug nahm auf eine Tradition der Indianer, der zufolge ein Kristall tief in der Erde vergraben liegt.

CLT: Die Zusammenhänge zwischen Kristall, Bewusstsein und dem Kosmos werden unter den Indianern seit langem akzeptiert; sie stellen sich die Erde als Teil eines riesigen kristallinen Energienetzes vor, das die Erde umgibt. Sie nennen dies »Das Spinnennetz der Großmutter«.

Interessanterweise sprechen Quantenphysiker heute von »Superstrings« bzw. von einer alles durchdringenden, netzartigen Struktur, von der man annimmt, dass sie auf einer nicht wahrnehmbaren Ebene alles im Universum miteinander verbindet.

Auch ein internationales Team von Wissenschaftlern stellte erst kürzlich die Theorie vor, dass das Universum buchstäblich aus einer riesigen kristallinen Matrix bestehen könnte. Sie folgern, dass es sich bei der Struktur, die allen Galaxien des Universums zu Grunde liegt, um eine regelmäßige, dreidimensionale kristalline Form handelt, die sich alle 391 Millionen Jahre wiederholt.

SC: In eurem Buch sprecht ihr davon, dass unser heutiges Zeitalter von der Urbevölkerung die »Welt der Trennung« genannt wird. Betrachten sie die Welt unter dem Gesichtspunkt der Verbindung anstatt dem der Trennung?

CLT: Für sie gibt es unsichtbare Fäden, die alles miteinander verbinden. Die Vorstellung von Trennung ist eine der Vorstellungen, die sich in unserer Kultur tief verwurzelt hat. Es handelt sich dabei um ein philosophisches Konstrukt, das unser Bewusstsein untermauert. Es dient als Objektiv, durch das wir die Welt wahrnehmen.

Sogar die Konzepte von Zeit und Raum lassen sich als Beispiele anführen. Wir nehmen sie als vollkommen voneinander getrennte Konzepte wahr, wobei für die Urbevölkerung die selben Konzepte einfach verschiedene Aspekte ein und derselben Sache bedeuten.

Viele Physiker sprechen heutzutage vom sogenannten »Zeit-Raum-Kontinuum«. Das bedeutet, dass sogar sie allmählich erkennen, dass Zeit und Raum im Grunde nur verschiedene Aspekte der selben Dimension sind. Daran glaubte man in der uralten Kultur der Maya.

Kristallschaedel-Maya-Ruine-Mexiko-Tattva-Viveka

Maya Ruine-Mexiko-Tattva-Viveka

Für diese Menschen war Zeit nicht linear, wie das bei unserer Wahrnehmung der Fall ist, sondern sie verlief in großen Zyklen. Sie war zyklischer Natur.
Auch glaubten die Maya, dass Kommunikation durch oder über die Zeit hinweg möglich sei, wodurch man Botschaften aus Vergangenheit und Zukunft empfangen könne. Sie glaubten, dass Kristallschädel diese Art von Kommunikation überhaupt erst ermöglichen.

SC: Halten Sie so etwas für denkbar?

CLT: Kommunikation über die Zeit hinweg mag zuerst unglaubwürdig klingen. Doch trotzdem erhielten wir bei näherer Untersuchung erneut Bestätigung aus den Reihen unserer eigenen Quantenphysiker und deren aktueller Forschung. 1995 führte Professor Günter Nimtz an der Kölner Universität ein neues Experiment mit subatomaren Partikeln durch, diesmal mit Mikrowellen-Partikeln.

Sendet man Mikrowellensignale durch die Luft, so bewegen sie sich immer mit Lichtgeschwindigkeit und erreichen ihren Bestimmungsort daher im selben Augenblick, in dem sie abgeschickt werden. Professor Nimtz jedoch entschloss sich, eine elektronische Barriere zu erschaffen, die den Zweck hatte, die Mikrowellensignale von der Erreichung ihres Zieles abzuhalten.

Während der Durchführung entdeckte er jedoch, dass in der Realität genau das Gegenteil eintrat. Die Mikrowellensignale erreichten nicht nur ihren Bestimmungsort, sondern sie bewegten sich auch mit der 4.7-fachen Lichtgeschwindigkeit und erreichten so ihren Bestimmungsort BEVOR sie abgeschickt worden waren! Dieses Experiment zeigte auf, dass eine Botschaft tatsächlich rückwärts durch die Zeit reisen kann.

SC: Damit wir uns richtig verstehen: Wollen Sie damit sagen, dass das Signal empfangen wurde, bevor es abgeschickt wurde?

CLT: Es klingt zwar unglaublich, aber genau das geschah. Derartige Ergebnisse führten unter Wissenschaftlern wie Professor Nimtz sogar zu der Annahme, dass der Bau einer passenden Art von Kommunikationskanal – das, was er »Quantenbarriere« nennt – von einer Seite des Universums zur anderen es ermöglichen könnte, Informationen von der anderen Seite des Universums zu empfangen, und zwar Jahre bevor die entsprechende Botschaft überhaupt gesendet wurde!

Wir haben diese Vorstellung, dass einzig und allein die Vergangenheit in der Lage ist, Gegenwart und Zukunft zu beeinflussen. Dieses Experiment legt jedoch nahe, dass es genau so gut möglich sein könnte, dass die Zukunft die Gegenwart beeinflusst, oder sogar die Vergangenheit. Es scheint unzählige, uns bisher noch unverständliche Wege der Kommunikation zu geben, ein Heer von Möglichkeiten, wie und von wo Informationen uns erreichen können. Die Indianer gehen davon aus, dass ein Kristallschädel eine einfache, effektive Methode dafür sein könnte.

SC: Sie würden also sagen, dass Kristallschädel ein Mittel sind, durch das wir uns Zugang zu Informationen aus der Zukunft verschaffen können?

CLT: Mehrere der einheimischen Schamanen, mit denen wir sprachen, bezeichneten die Kristallschädel als »Tore zu anderen Dimensionen«.
Auch Quantenphysiker wie Professor Deutsch sprechen heute von der Existenz unsichtbarer Universen, anderen Realitätsebenen, die gleichzeitig mit der von uns bewohnten existieren. Die jüngste wissenschaftliche Theorie der »Quantenmechanik« besagt, dass es neben unserem noch viele parallel existierende Universen gibt.

Unter diesen gibt es einige, die dem unseren sehr ähneln und vielleicht nur durch ein Photon abweichen, andere wiederum unterscheiden sich sehr. Gemäß den Indianern lassen sich unsere gewohnten Beschränkungen, hervorgerufen durch lineares Zeit- und Raumdenken, nicht unbedingt auf diese »anderen Welten« und »parallelen Universen« anwenden.

Indem wir die Kristallschädel nutzen, um uns Zugang zu diesen anderen Bereichen zu verschaffen, können wir daher Informationen von diesen Dimensionen empfangen, die oftmals von einem Ort oder sogar aus einer Zeit stammen, der bzw. die fernab unserer eigenen liegt.

SC: Wie könnte das funktionieren?

CLT: Es geht darum, unseren Verstand dem gegenüber zu öffnen, was wir bislang als unmöglich verwarfen. Die Schädel boten uns einen Zugang zur Erforschung anderer gedanklicher Dimensionen und anderer Arten die Welt zu betrachten als der uns vertrauten.

Während der vergangenen Jahrhunderte hat unsere westliche Kultur ihren Schwerpunkt darauf gesetzt, dass es nur eine Wahrheit, nur ganz bestimmte Regeln und nur eine Art gibt, die Dinge ihrer Natur nach zu verstehen. Dies wiederum führte zur Erschaffung eines recht beschränkten Weltbildes, das den Zugang zu anderen Möglichkeiten versperrt und das Sichtfeld eingrenzt.

Bei unserer Suche nach rationalen, wissenschaftlichen Erklärungen für die Kristallschädel mussten wir erkennen, dass das westliche Wissenschaftsmodell nur eine einseitige Betrachtungsweise zulässt Dies hat seine Berechtigung und führte uns in eine bestimmte Richtung, ist aber nur ein Weg unter vielen.

SC: Haben Sie den Eindruck, dass die Quantenphysik das herkömmliche westliche Wissenschaftsmodell herausfordert?

CLT: Ja, die aktuellen Entdeckungen durch Wissenschaftler aus dem Bereich der Quantenphysik legen nahe, dass die Welt, in der wir leben, unendlich mehr Möglichkeiten bereithält, als uns bisher wohl bewusst war: Zeit und Raum können im Gegensatz zu früher völlig anders aufgefasst werden, neue Welten oder parallele Universen existieren neben dem uns bekannten Universum, alle Dinge sind mit Bewusstsein ausgestattet, und wir haben die Macht, mit allem um uns herum zu kommunizieren – dies sind unglaubliche Entdeckungen.

Wie äußerte sich doch gleich der spirituelle Berater der Pueblo-Indianer, Patricio Dominguez, über die Quantenphysiker?: »Diese Typen sind uns jetzt so dicht auf den Fersen, dass sie demnächst an unserer Hintertür anklopfen werden!«

SC: Ich erinnere mich an eine Aussage in eurem Buch, nämlich dass die Wissenschaft erst jetzt das entdeckt, was die einheimischen Völker bereits seit Tausenden von Jahren wissen.

CLT: Genau. Und das erinnert mich an ein Gedicht von T.S. Elliot, in dem wohl das zusammengefasst wird, worauf die jüngsten Entwicklungen unserer Wissenschaft zusteuern. “Niemals werden wir aufhören zu forschen, und all unser Forschen wird damit enden, dass wir zum Ausgangspunkt zurückkehren und von dort aus neu beginnen«. Höchstwahrscheinlich hatten die Menschen in diesem Land sehr ähnliche Vorstellungen wie die Indianer, mit denen wir sprachen, aber mit der Zeit verlieren sich diese Vorstellungen.

Nun werden sie wiederentdeckt, weil es für uns von höchster Wichtigkeit ist, dass wir unser Weltbild überdenken, und sowohl die Intelligenz unserer Welt erkennen und respektieren als auch ihre Schönheit und unsere Verbindungen mit ihr. Dies ist von höchster Wichtigkeit, wenn wir als Art überleben wollen. Ohne dieses Bewusstsein und ohne dieses grundlegende Gefühl für unser Verbundensein mit der Erde und allem, was existiert, werden wir auch weiterhin die Erde ausbeuten, verpesten und zerstören.

Wenn überhaupt, so enthalten die Kristallschädel folgende Botschaft: Was wir jetzt brauchen, ist, uns selbst und unsere Welt neu zu betrachten, so dass wir Wege finden können, die uns aus unserer gegenwärtigen zerstörerischen, materialistischen Sackgasse herausführen.
»Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen«, sagte Einstein.
Die Schädel sind gerade jetzt in unser Bewusstsein getreten, um uns zu zeigen, wie wesentlich es ist, dass wir unsere Vorstellungskraft öffnen und uns eine neue Zukunft erschaffen, bevor es zu spät ist.


Im Text erwähntes Buch: Tränen der Götter – Die Prophezeiung der 13 Kristallschädel
Von Chris Morton & Ceri Louise Thomas
Beim Besuch der alten Maya-Stadt Tikal hören die beiden Dokumentarfilmer Chris Morton und Ceri Louise Thomas von einer uralten indianischen Legende. Einst gab es 13 Kristallschädel, die sprechen oder singen konnten. Diese Schädel aus dem Dunkel der Vorzeit bergen, so heißt es, die Geheimnisse des Lebens, das Wissen um die Mysterien des Universums. Eines Tages werden sie erneut auftauchen, und wenn es gelingt, sie zusammenzubringen, wird ihr Wissen und ihre Weisheit den Menschen dienen.


Über die Autoren:

Ceri Louise Thomas und Chris Morton sind zwei unabhängige Dokumentarfilmer, hauptsächlich über philosophische, esoterische und Umwelt-Themen. Sie leben in Mexico und England.


21.09.2019
Aus dem Englischen von Birgitta Claus
Dieses Interview erschien zuerst in »Living Lightly«, No. 5, 1998
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
Chris Morton und Ceri Louise Thomas
www.tattva.de
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