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Heilkraft des Ayurveda-Fastens

schalen-koerner-masala-1649416-1920Heilkraft des Ayurveda Fastens

In allen Kulturen ist es bekannt – Fasten ist ein wichtiger Bestandteil für Gesundheitsvorsorge und für spirituelles Wachstum.

Bei uns im Westen wird traditionell im Frühjahr und im Herbst gefastet. Im Frühjahr um das zu Viel – den Winterspeck – wieder los zu werden und im Herbst, um sich „winterfest“ zu machen.

Nach Ayurveda macht das auch Sinn: Frühjahr und Herbst werden als Zwischen-Jahreszeiten bezeichnet, das heißt in dieser Zeit ist es einfacher, etwas zu bewegen. Im Fall des Fastens also das „Herausbefördern von dem, was nicht zu einem gesunden Stoffwechsel“ gehört.

Agni, das Verdauungsfeuer (die Verdauungskraft) ist für den gesunden Stoffwechsel zuständig. Wenn dieses stark ist, werden die Enzyme im Körper in ausreichendem Maße produziert und die Nahrungsmittel werden optimal in die Einzelbausteine zerlegt.

Doch das alleine ist nicht die Domäne von Agni.

Dass aus diesen Grundbausteinen der Nahrung körpereigene Gewebe gebildet werden, auch das ist Agni.
Auch die Wärmeproduktion und die Entgiftung gehören dazu.
Mit diesem wenigen Zeilen wird sicher klar, wie wichtig das Agni für unsere Gesundheit und für eine sprühende Lebensenergie ist.

Nach Ayurveda haben wir 7 Gewebe, die in einem ganz diffizilen Ablauf genährt werden wollen.

…wenn Agni optimal im Körper aufgestellt ist, ist das kein Problem. Doch unsere schnelllebige hektische Lebensweise bringt da schnell etwas ins Ungleichgewicht.

Das, was Agni u.a.  ins Ungleichgewicht  bringen kann ist

Stress, Fastfood, nicht der „eigenen“ Konstitution entsprechend leben, zur falschen Zeit essen, zu viel essen u.v.m.

Auch die Genussgifte wie Kaffee, Rauchen und Alkohol bringen das Agni schnell ins Ungleichgewicht.

Es ist dann, als ob man Wasser ins Feuer schüttet. Man darf sich dann nicht wundern, wenn das Feuer nicht mehr so gut brennt. Es entstehen Dämpfe und es bleiben Rückstände zurück.

Genau das passiert auch in unserem Körper, wir nennen das dann Übersäuerung des Körpers und es entstehen „Dämpfe“ – sprich Blähungen.
Auch in einem gesunden Stoffwechsel bei einem guten Agni entstehen Stoffwechselschlacken – die können aber regelmäßig ausgeschieden werden. Diese Art von Stoffwechselschlacken wird als Mala bezeichnet, diese sind also ganz normal.

Das, was uns Probleme bereitet, das sind die Stoffe, die der Körper nicht verwerten kann und die er nicht ausscheiden kann, denn diese belasten den Körper dadurch, dass der Körper diese in den Geweben und Gefäßen ablagern muss, damit sie keinen größeren Schaden anrichten.

Diese Stoffwechselprodukte werden Ama genannt und Ama ist der Gegenspieler von Agni.
Ist Agni hoch wird in der Regel kein oder wenig Ama entstehen.
Ist Ama hoch, wird dadurch ganz natürlich die Verdauungskraft des Körpers (das Agni) geschwächt werden.

Erste Zeichen sind u.a.
Nicht mehr abschalten können, schnell frieren, schlaflos sein, Sodbrennen, Übergewicht, Energielosigkeit, Blähungen…

Gravierender sind die folgenden Störungen im Stoffwechsel:

  • Bluthochdruck,
  • Diabetes mellitus,
  • Arteriosklerose,
  • Herzrhythmusstörung,
  • Gallensteine,
  • Nierensteine,
  • Rheuma
  • u.v.m.

In jedem Fall sollten diese Zeichen aber ernst genommen werden, es genügt einfach nicht „nur“ zum Arzt zu gehen und sich Medikamente verschreiben zu lassen.
Es gibt einen sehr lehrreichen Satz:

Große Probleme sollten dann gelöst werden, wenn sie noch klein sind. Dann sind sie noch leicht lösbar – leider meinen viele Menschen, man muss es einfach aussitzen, das verschwindet schon wieder. Meist wird es aber im Laufe der Zeit schlimmer.

…und was kann man tun, damit die „kleinen Probleme“ gelöst werden.

Eine Möglichkeit kann das Fasten sein

Wir haben damit hier im Rosenschloss in Gundelfingen ganz gute Ergebnisse erzielt, beim Abnehmen, bei der Ernährungsumstellung, bei Ungleichgewichten in der eigenen Konstitution, aber auch bei schon ganz manifesten Krankheiten.

Körperliche Effekte

Der Verdauungstrakt kommt zur Ruhe, dadurch kann sich der Körper auf die Entgiftung konzentrieren. Im wahrsten Sinne des Wortes wird das „Liegen gebliebene“ verdaut und entsorgt.
Es gibt positive Effekte auf Gelenke, bei Entzündungen, Allergien – ja auch bei chronischen und degenerativen Krankheiten.
Auch Stress kann so abgebaut werden und Fasten gehört als ein wesentlicher Baustein im Ayurveda auch zum erfolgreichen und dauerhaften Abnehmen.

Seelisch-Geistige Effekte

Klärung des Geistes, da die Gedanken und die Sinneseindrücke bewusst zur Ruhe gebracht werden.
Man kann im wahrsten Sinne des Wortes zum Beobachter der eigenen Gedanken und Probleme werden – dadurch eröffnen sich häufig ganz neue Blickwinkel, die zur Lösung von Problemen führen.
Das „nach innen gehen“ führt oft auch zur Suche nach „mehr Sinnhaftigkeit im eigenen Leben“ – und genau auf Fragen, die damit aufkommen kann man beim Ayurveda-Fasten Antworten bekommen.
Durch das zur Ruhe kommen öffnen sich die Menschen meist für die innere Stimme, die im normalen Leben durch das „nach Außen gerichtet sein“ überhört wird.

Fasten im Wandel der Zeit

Ich führe seit über 20 Jahren Fasten-Seminare durch und bei mir hat sich die Art, wie ich das Fasten empfehle in dieser Zeit deutlich geändert.
Früher habe ich viel Wasser und Säfte zum Fasten empfohlen und nichts essen, mit Ausnahme von der Brühe von abgekochtem Gemüse.
Mir fiel dabei auf, dass bei dieser Form des Fastens häufig Fastenkrisen entstanden, vor allem dann, wenn eigentlich das Fastenbrechen schon anstand.
Heute fasten wir mit sämigen und mit Kräutern und Gewürzen schmackhaft gemachten Suppen – keiner hat Hunger und der Körper kann sich ganz aufs entgiften und entschlacken einstellen.

Es gibt mittlerweile viele Studien, die belegen, dass ein Nullfasten und „Hungern“ für das Entgiften und Entschlacken kontraindiziert sind.
Der Körper hält alles zurück, weil er in einen Überlebens-Modus umschaltet. Der macht Stress. In diesem Überlebens-Modus kann keine Entschlackung stattfinden.
Wenn sich der Körper sicher und genährt fühlt, dann ist er entspannt und bereit, alles, was er nicht mehr braucht, loszulassen.

Dabei ist natürlich wichtig, auch die Zeit von der abendlichen letzten Suppe bis zu der ersten Mahlzeit am nächsten Morgen groß zu halten. Dieses Prinzip finden wir auch beim Intervallfasten.
Eine Ayurveda-Ärztin, die einmal von einem „Abnehm-willigen“ gefragt wurde, was er denn essen können meinte diese:
Morgens ganz wenig essen, mittags ein Gemüsegericht und nach 16 Uhr nicht mehr essen.
Das muss sicher nicht so streng aussehen, vor allem dann nicht, wenn man mit dem Fasten rechtzeitig beginnt, das heißt, nicht wartet bis der Körper schon ganz verschlackt ist.

Heilkraft des Ayurveda Fastens – das belegen viele Studien.

Viele der oben benannten Symptome können verschwinden und es ist bei einer entsprechenden Ernährungs-Umstellung durchaus möglich, selbst das „Insulin-Spritzen wieder loszulassen, weil es nicht mehr notwendig ist.
In meinem Ebook, welches hier runter geladen werden kann, gibt es noch viele weitere Anregungen und auch eine Anleitung, wie man sich aufs Fasten gut vorbereiten kann. Dieses kann hier gerne kostenfrei runter geladen werden.

Einige Empfehlungen für vor, während und nach dem Fasten

Erst einmal alle Genussgifte reduzieren oder ganz weglassen, das bringt schon sehr viel Erholung für den Körper.
Das Essen reduzieren und vor allem alle tierischen Produkte weglassen (aus ayurvedischer Sicht gibt es eine Ausnahme: das Ghee, denn dieses unterstützt den Reinigungsprozess.

Dann 2 Reis-Tage oder das traditionelle Kitchari – Reis mit Moongdal.
Wir empfehlen in dieser Vorbereitungs-Zeit aber auch Gemüsecurrys.

In der Fastenphase ist viel Trinken angesagt, Ingwertee, abgekochtes Wasser, grüner Hafertee, aber auch andere entschlackende Tees sind hier zu empfehlen.

…und täglich 3-5 Gemüsesuppen. Dafür wird das Gemüse mit den Gewürzen gekocht und dann püriert. Das entlastet den Verdauungsprozess enorm, was dann der Entgiftungskraft zugutekommt.
Bewegung und  Meditation unterstützen das Fasten und wir können an viel tiefere Schicht herankommen, um diese loszulassen.
So sind kaum Fastenkrisen zu erwarten.

…und sollten doch welche im Anzug sein: meist ist das „mehr trinken“ schon das Heilmittel.

Nach dem Fasten ist weiterhin Achtsamkeit angesagt.

Wer 5 Tage gefastet hat, der sollte auch danach etwas in seinem Leben ändern.
Mehr Bewegung, rechtzeitig Pausen einlegen, Ernährung umstellen.
Jeder, der die Fastenzeit bewusst erlebt, wird hier seine persönlichen Hinweise aus dem Inneren bekommen.
Ich mache regelmäßig mit bei den Fastenkuren und auch beim Fasten in meinen Ernährungsberater-Ausbildungen.
Reine Gewebe haben hat einen ganz verjüngenden Effekt.
Alterungsprozesse sind Verschlackungsprozesse.
…und jeder hat es durch seine Lebens- und Ernährungsweise und durchs Fasten in der Hand, wie schnell er altern möchte oder wie jung er bleiben möchte.

13.03.2018
Wolfgang Neutzler

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Wolfgang NeutzlerIch berate Sie auch gerne persönlich:
Mein Name: Wolfgang Neutzler –
Telefon: 09073 – 44 80 761 oder Mobil: 0157 – 51 27 10 25

 

Ayurveda-Schule-NLSchule für Ayurveda – Wolfgang Neutzler –
im Bildungszentrum Rosenschloss
89423 Gundelfingen an der Donau

 

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