Kann Gott mit bloßem Auge gesehen werden?

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Kann Gott mit bloßem Auge gesehen werden mann licht gott fantasyKann Gott mit bloßem Auge gesehen werden?

Die Menschheit versucht seit Jahrtausenden verzweifelt, Gott zu sehen, Gott zu begegnen, Gott nachzuweisen, Gott zu erkennen, Gott irgendwie mit den Sinnen wahrzunehmen.

Doch ist dies möglich?
Kann dies überhaupt möglich sein?
Können wir jemals erfolgreich sein bei unserer Suche nach Gott?
Und was ist, wenn nicht?

Die Menschen tappen im Dunkeln

Wir Menschen haben unseren Glauben. Wir Menschen haben unsere Hoffnung. Beides zielt in Richtung Gott. Doch beides bleibt nebulös, unkonkret, unbefriedigend. Wir tappen nach wie vor im Dunkeln. Was ist also zu tun?

Wir nähern uns diesem ur-ur-ur-alten Thema einmal ganz vorsichtig an . . .

Wer sind wir?

Wer sind wir als Mensch?
Wir sind Körper, Geist und Seele.

Wir sind ein Wesen, das aus verschiedenen energetischen Aspekten/Anteilen besteht. Und diese unterschiedlichen Aspekte/Anteile sind in sich selbst widersprüchlich, inkohärent und gegensätzlich. Sie schließen sich wechselseitig aus.

Als Körper sind wir Form. Unser Körper ist eine feste Form. Wir sind „jemand“. Wir sind „wer“. Wir können uns definieren. Wir haben einen Namen. Wir haben eine Lebensgeschichte. Wir haben eine Identität. Wir identifizieren uns mit unserem Körper, mit unserem Besitz, mit Hab und Gut, mit unserem Partner/unserer Partnerin, mit unseren Kindern, mit unserem Beruf, mit unserem Arbeitsplatz, mit unseren Neigungen und Hobbys, mit unseren Fähigkeiten und unserem Können, mit unserem Wissen und unseren Auszeichnungen, mit unserem Status.

Außerdem identifizieren wir uns mit unseren Gedanken und Vorstellungen, mit unseren Erwartungen, Ansichten, Meinungen, Einstellungen und Überzeugungen. Wir identifizieren uns mit dem, was wir denken. Und wir bewerten, was geschieht. Und wir urteilen entsprechend über das Leben, über Ereignisse, über Situationen sowie über andere Menschen. Aus unseren Bewertungen heraus entstehen dann „unsere“ Gefühle, mit denen wir uns ebenfalls identifizieren. Denken wir, dass etwas gut und richtig ist, so fühlen wir uns gut, haben Spaß und empfinden Freude.

Das meiste sind Konditionierungen

Unsere Bewertungen und Urteile „fallen nicht vom Himmel“. In unserer Kindheit sind wir erzogen worden und haben gelernt, was gut und angemessen ist. Es war ein Lernprozess, „falsch“ und „richtig“ voneinander zu unterscheiden und zu trennen. Und andere Menschen, die eine andere Erziehung genossen haben, bewerten das Leben eben anders und urteilen anders – und fühlen in ein und derselben Situation vollkommen andere Gefühle als wir.

Unsere Erziehung hat uns geprägt. Wir wurden erzogen und dies führte zu unbewussten Mustern, Konditionierungen, Prägungen, Glaubenssätzen, Denkweisen, Vorstellungen und Erwartungen. Wir betrachten diese Welt durch genau diese Brille unserer Erziehung/Prägung.

Was dies alles mit Gott zu tun hat?

Die Antwort ist: All dies ist NICHT Gott.

Unser Leben wird durch Gedanken-Formen geprägt

Wir können Gott nicht in unseren erlernten Mustern, Glaubenssätzen, Konditionierungen, Handlungsautomatismen, Prägungen, Gedanken, Vorstellungen und Erwartungen erkennen. All dies ist NICHT Gott. All dies sind Form-Energien.

Unser Körper ist eine feste Form. Und auch Tiere und Pflanzen und Steine und all die vielen Dinge, die wir sehen, benennen und anfassen können, sind feste Formen. Und über diese festen Körper-Formen hinaus gibt es eben auch noch „energetische Formen“. Zu diesen energetischen Formen zählen eben unsere Gedanken, unsere Glaubenssätze, unsere Prägungen, unsere Konditionierungen, unsere Muster und unsere Gefühle.

Diese „energetischen Formen“ führen, lenken und leiten uns. Sie beeinflussen unser Leben maßgeblich, obgleich uns die meisten dieser energetischen Formen nicht bewusst sind. Wir handeln unbewusst. Wir handeln unbewusst aufgrund von Konditionierungen. Und damals, als wir ein Kind waren und erzogen/konditioniert wurden, da war die heutige unbewusste, energetische Form eine handfeste, spürbare Form, nämlich zum Beispiel ein lautes Wort, ein Schlag ins Gesicht, eine bittere Enttäuschung, ein heftig ausgeschimpft werden, eine negative Erfahrung, die wir damals körperlich-sinnlich erfahren haben/ erleiden mussten.

All dies zusammengefasst können wir in der Trinität „Körper, Geist und Seele“ zu dem Aspekt „Körper“ zählen. Und es gehört noch einiges mehr dazu.

Auch unser Ego ist Form-Energie

Zu unserem Körper gehört auch unser Ego – unser Ich-Gefühl. Unser Ego steuert/regiert unseren Körper, wenn wir bewusst etwas tun. Wir machen einen Spaziergang. Wir gehen arbeiten. Wir fahren in den Urlaub. Wir haben Ziele. Wir verfolgen Pläne. Wir wollen etwas erreichen. Wir wollen unsere Vorstellungen verwirklichen. Wir wollen etwas von der Welt sehen. Unser Ego bestimmt, was wir mit unseren körperlichen Sinnen erfahren möchten.

Was wollen wir sehen/anschauen?
Was wollen wir hören/anhören?
Was/wie wollen wir riechen?
Was wollen wir essen?
Was wollen wir tasten, fühlen, anfassen, erfahren?

All dies ist „Körper“.
All dies ist Form.
Wir wollen „etwas“.

Und jeder Mensch hat andere Vorlieben, was er/sie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten/fühlen/anfassen möchte.

Wir sind mehr als nur unser Körper

Was noch übrig bleibt, das sind „Geist“ und Seele“.

Unsere Seele ist Liebe. Damit wir die Schöpfung besser verstehen/erfassen können, müssen wir uns mit Vergleichen, Beschreibungen, Ersatzbildern und Theorien behelfen, die sich der wahren Wirklichkeit allenfalls annähern können.

Die universale Liebe gibt es auf unterschiedlichen Ebenen

Wir können uns vorstellen, dass alles Liebe ist bzw. das alles, was ist, aus der einen Energie der reinen, universalen Liebe hervorgegangen ist. Diese reine, universale Liebe ist dann gleichbedeutend mit Gott. Und diese reine, universale Liebe ist alles und zugleich das Nichts. Die reine universale Liebe – also Gott – ist feinstofflich-formlose reine Energie. Es ist das Nichts, aus dem alles hervortreten kann. Es ist Licht als unsichtbare Licht-Welle.

Erst eine „Stufe darunter“ kann sich die unsichtbare Lichtwelle (die reine Liebe) als Punkt manifestieren. Licht existiert als Welle und als Punkt. Als Welle ist Licht unsichtbar. Als Punkt ist Licht sichtbar.

Und so gibt es „die Seele“ = die universale Liebe = Gott als die eine, allumfassende Ur-Seele. Und diese eine, allumfassende Ur-Seele hat sich in schier unendliche viele verschiedene Punkte, Aspekte, Anteile aufgegliedert – ja aufgespalten. Und so gibt es Menschen, Tiere, Bäume und Pflanzen, Steine und Kieselsteinchen, Erde, Feuer, Wasser und Luft. Und es gibt den Kosmos und die Sterne am Himmel und den Mond und sie Sonne und das gesamte Universum. All dies sind Form-Aspekte, die aus der einen, allumfassenden Ur-Seele (aus Gott, aus der Liebe) geboren wurden und entstanden sind.

Der Körper ist Form.
Die Seele ist Liebe und ist formlos.

Und der Geist?

Was ist unser Geist?

Der Geist ist sozusagen „der Sprecher unserer Seele“. Jeder Mensch hat „seinen eigenen Geist“ und zugleich gibt es das Feld des einen universalen Bewusstseins. Alles ist exakt so, wie wir Menschen es unbewusst selbst aus unserem Ego heraus in dieser Welt erschaffen haben. Das Kleine spiegelt sich im Großen und das Große spiegelt sich im Kleinen. Unsere hierarchischen Machtstrukturen spiegeln uns wider, wie die Schöpfung gestrickt ist – wie die Liebe „aufgebaut ist“, um viele unterschiedliche Erfahrungen zu ermöglichen. Unser Geist ist hierbei „der Sprecher unserer Seele = der Sprecher der Liebe“ während unser Ego „der Sprecher unseres Körpers“ ist.

Wir als Geist haben nur ein einziges Bedürfnis: zu lieben.
Wir als Ego haben schier unendlich viele verschiedene körperliche Bedürfnisse.
Und unsere Seele kennt Bedürfnisse überhaupt gar nicht, weil sie in sich selbst alles ist.

Erfahrung braucht immer einen Gegenpol

Das Spannende für unsere Seele, die ja reine feinstofflich-formlose Energie/Liebe ist – also das Nichts – ist nun, sich selbst zu erfahren über den Umweg, was sie nicht ist. Die Seele ist Liebe und kann sich in ihrem Liebesein nur erfahren über die „Nicht-Liebe“. Eine hell leuchtende Kerzenflamme können wir auch besser also solche erkennen, wenn die Kerze in einer Umgebung von „nicht-hell“ = dunkel erstrahlt. Eine Kerzenflamme zur Mittagszeit bei strahlender Sonne am Südseestrand macht einfach nichts her. In der dunklen Jahreszeit beim Laternelaufen oder als Licht in der Dunkelheit kommt eine schöne Stimmung auf. Und so braucht die Seele/die Liebe eben einen Gegenpol, um sich selbst erfahren zu können.

Und das Ego (unser Verstand) hat vergessen, dass es einst aus der Liebe geboren wurde. Und mit diesem „Trick des Vergessens“ ist die „Nicht-Liebe“ entstanden. Und diese „Nicht-Liebe“ oder das „Vergessene Liebe-Sein“ erfahren/erleben wir dann als Schatten, als Dunkelheit, als Angst, als Schmerz, als Trauer, als Wut, als Schuld, als Mangel und als all die vielen weiteren „negativen“ Gefühle.

Alles, was wir sehen und erfahren und fühlen, ist also „Nicht-Liebe“.

Wir können Gott nicht körperlich-sinnlich erfassen – nur spüren

Mit unserem Körper können wir nur Formen erfahren/wahrnehmen, weil unser Körper seinerseits eine Form ist. Form kann nur Form wahrnehmen.

Wir werden also mit unserem Körper, mit unserem Verstand und mit unserem Ego niemals Gott, niemals die reine, universale Liebe, niemals den Himmel und niemals das Paradies sehen, erfahren oder anfassen können. Es ist einfach unmöglich.

Und doch gibt es Gott.

Und wo ist er?
Und wer kann ihn sehen?

Wir können Gott nur mit unserem Herzen sehen

Dieses „Sehen mit dem Herzen“ ist ein „inneres Schauen“. Im Grunde genommen schauen wir mit unserem Dritten Auge auf die Dinge dieser Welt. Und mit unserem Dritten Auge schauen wir in einem anderen energetischen Frequenzbereich. Es ist so ähnlich wie beim Radio, da können wir auch unterschiedliche Sender einstellen. Und die meisten hören die Programme auf UKW. Doch wenn wir auf Mittelwelle oder Kurzwelle umstellen, dann haben wir nochmal eine ganz neue Programmauswahl/Wahrnehmungsvielfalt.

Unser Ego kann nicht mit dem Herzen schauen.
Und unser Ego kann nicht mit unserem Dritten Auge schauen.
Nur wir als Geist können mit unserem Herzen bzw. mit unserem Dritten Auge schauen.

Und genau hierum geht es gerade in dieser Welt.
Genau deshalb haben wir diese große, weltweite Krise.

Die Menschheit entdeckt gerade ihr eigenes Geist-Sein

Es geht darum, dass die gesamte Menschheit ihr Geist-Sein vergessen hatte. Und die Energie des universalen Bewusstseins hat sich jetzt so verändert/gewandelt/erhöht, dass ein Erwachen nicht mehr verhindert werden kann – auch wenn es die Egos mit allen Mitteln und Techniken und Methoden und technischen und biologischen und chemischen Möglichkeiten versuchen. Das universale Bewusstsein wird sich gerade seiner selbst bewusst.

Und jeder Mensch, der sich „von oben“ in seiner Ego-Identifikation erkennen kann, ist schon über sein Ego hinaus gewachsen und ist schon Geist. Und wer darüber hinaus noch weiter Lust hat, über sein Ego, über seine Konditionierungen, über seine Muster und Glaubenssätze, über seine Vorstellungen und Prägungen hinaus zu wachsen, der erobert sich immer neue, immer „höhere“, immer „himmlischere“ Dimensionen des eigenen menschlichen Daseins – unseres Seins als universales Bewusstsein, unseres Seins als Geist.

Wo ist der Himmel?

Wo ist Gott?
Wo finden wir Gott?
Natürlich im Himmel.

Doch wenn wir gefragt werden: „Wo ist der Himmel?
Wo zeigen wir dann mit unserem Finger hin?
Natürlich nach oben in den Himmel.

Doch nur Egos tun dies so.
Wer Geist ist, lächelt nur freundlich und hat schon begriffen.

Denn der Himmel ist nicht außerhalb von uns, sondern in uns.
Der Himmel und das Paradies finden wir in uns selbst in unserem Herzensfeld.

Und wenn Gott im Himmel sitzt, wo sitzt Gott dann in Wirklichkeit?

Richtig – Gott sitzt in unserem eigenen Herzensfeld.
Wir selbst SIND GOTT.

Und weil wir selbst Gott SIND, deswegen werden wir Gott niemals außerhalb von uns finden oder sehen oder fassen können. Auch in uns selbst können wir Gott nicht sehen/erkennen – und zugleich können wir es doch, nämlich, wenn wir Geist sind, mit unserem Dritten Auge, indem wir aus unserem Herzen heraus zu unserem Himmel in uns selbst hinschauen. Und dort sind wir selbst unser eigener Schöpfer – dort sind wir als Gott.

Wir selbst sind Gott – wir als Ego hatten dies nur vergessen

Wir können Gott sogar hier auf dieser Seite finden.
Doch wo?

Das, was wir als Ego sofort mithilfe unserer körperlich-sinnlichen Wahrnehmung sehen/erkennen/erfassen können, das sind die Formen. Wir lesen Worte und Sätze. Diese Art der Wahrnehmung ist so wunderbar typisch für unser Menschsein-Ego.

Und wo steckt nun Gott?

Es ist überall so, dass wir Gott sehen – ohne ihn bewusst zu erkennen. Und so ist es auch jetzt hier so. Du siehst Gott und erkennst ihn nicht.

Wo also ist Gott?

Nur mit einer anderen Schau können wir Gott „sehen“

Und nun versuche einmal aus Deinem Geist heraus mit Deinem Dritten Auge zu schauen. Und beobachte, was dabei passiert?

Konzentriere Dich ganz bewusst auf Dein Drittes Auge und schaue aus Deinem Herzen heraus auf diese Worte.

. . . etwas in Deiner Wahrnehmung verändert sich.

Die Worte und Sätze, die das Ego so bedeutsam und wichtig findet, verlieren ihre Wichtigkeit. Die sichtbaren Formen verschwimmen und verlieren ihre Bedeutsamkeit. Dies ist zunächst ein energetischer Prozess in uns selbst. Wir brauchen ihn nicht zu benennen und nicht zu verstehen. Mit unseren Gedanken, die ja Ego sind, könnten wir es ohnehin nicht verstehen, begreifen, erfassen.

Du kannst ruhig einfach weiter lesen. Lies diese Worte ganz bewusst mit Deinem Ego/Verstand und betrachte diese Seite parallel und gleichzeitig dazu aus Deinem Geist heraus durch Dein Drittes Auge aus Deinem Herzensfeld heraus.

Und Du wirst feststellen, dass Du irgendwie „hinter die Worte“ schaust. Du siehst irgendwie „durch die Worte/durch die Formen/durch die oberflächlichen Erscheinungen hindurch“. Und genau die ist Geist-Sein. Geister und Gespenster können ja auch durch Mauern, Türen und Wände – also durch die festen Formen – hindurch schweben. Und so schwebst auch Du „durch die Worte hindurch“.

Wir begegnen Gott

Und dort – hinter den Worten, die hier Schwarz auf Weiß abgedruckt stehen – dort triffst Du Gott.

Gott ist das Nichts.
Gott ist der weiße Hintergrund.
Gott ist der Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben.

Und bei einem Musikstück ist Gott die Pause zwischen den einzelnen Tönen.
Und Gott ist der Umkehrpunkt zwischen Einatmen und Ausatmen.
Und Gott ist der leere Raum zwischen den Bäumen eines Waldes.
Gott ist das Vakuum im Weltraum – das Nichts zwischen den Sternen.

Gott ist das Nichts zwischen dem Etwas.
Gott ist das Nichts, in dem „etwas“ (Formen) in Erscheinung treten kann.

Wir können Gott also tatsächlich allüberall sehen und finden, doch Gott zeigt sich uns eben anders, als wir dachten.

Gott ist das Nichts.
Gott ist der Hintergrund, vor dem die Formen im Vordergrund in Erscheinung treten.

In jeder Situation gibt es Hintergrund und Vordergrund

Jede konkrete Form hat sich aus dem Nichts, aus dem Hintergrund, herausgelöst und ist in den Vordergrund getreten. Damit hat sie sich separiert und ist sichtbar geworden. Sie ist in Erscheinung getreten.

Der Wassertropfen und das Meer

Es ist so, wie wenn wir am Meer stehen. Das Meer (der Ozean) steht hierbei symbolisch für die universale Liebe. Und wenn wir barfuß am Strand stehen, dann klatschen die Wellen ans Ufer. Und wir können beobachten, wie ein Wassertropfen aus der Gischt auf unseren nackten Fuß spritzt. Da sitzt er nun, der Wassertropfen. Wir können ihn klar und deutlich sehen/erkennen. Er hat sich vom Meer, von der universalen Liebe, von der Ur-Seele separiert, getrennt, losgesagt. Er ist sozusagen inkarniert. Indem er das Meer verlassen hat, wurde er geboren und ist damit sichtbar geworden.

Und wenn dann eine neue Welle ans Ufer klatscht, dann leckt sie bis zu unserem Fuß hin und nimmt den Wassertropfen, der eben noch sichtbar war, wieder zu sich. Nun ist der Wassertropfen wieder weg, verloren für immer. Im Meer werden wir den einen Wassertropfen niemals wiederfinden können. Es gibt ihn auch gar nicht mehr, denn er ist wieder eins geworden mit dem Ozean.

Und so sind auch wir Menschen und auch die Tiere und Pflanzen und Steine und Sterne – so sind alle Formen, auch jeder Gedanke – kleine und große Wassertropfen, die aus dem Meer der Ur-Seele heraustreten, in die Welt der individuellen Formen inkarnieren, und eines Tages wieder heimkehren in das Ur-Meer, zurück zur Ur-Seele – heim in die universale Liebe.

Gott ist alles, was ist und was nicht ist

Der eine, allumfassende Gott umfasst alles. Er ist Meer und Strand/Fuß und Wassertropfen gleichermaßen. Doch schon „eine Ebene darunter“ ist nur noch das Meer „die Liebe“. Und der Strand und unser Fuß und der Wassertropfen auf unserem Fuß haben ihr eigenes Liebe-Sein vergessen und sind somit „Nicht-Liebe“. Auf diese Weise sind das Meer und der Strand/unser Fuß wechselseitig Vordergrund und Hintergrund füreinander. Nur so sind unsere Erfahrungen überhaupt möglich. Wenn es nur Meer ohne Strand geben würde, könnte das Meer sich nicht als Meer erfahren.

Wir können Gott also mit bloßem Auge und mit unseren körperlichen Sinnen niemals sehen oder wahrnehmen. Alles, was wir „machen“ können, ist „um Gott wissen“. Wir können Gott fühlen und spüren – mit/in unserem Herzen, mit unserem Bauchgefühl. Denn Gott ist natürlich nicht wirklich die konkrete weiße Seite, die der Hintergrund für die schwarzen Buchstaben darstellt. Auch die weiße Seite ist letztendlich wieder nur eine Form. Gott ist einfach das, was wir gerade nicht sehen und nicht benennen können, was aber das Erscheinen der Formen und Dinge überhaupt erst ermöglicht.

In unserer Fantasie können wir uns leicht in unserem Gottsein/Schöpfersein ausprobieren

Und wenn wir Lust haben, dann können wir jetzt in uns selbst – in unserem Geist – tatsächlich Gott sein und Gott „spielen“ – einfach nur in unserer Fantasie. Unsere Fantasie ist nämlich die Heimat/das Zuhause unseres Geistes. Unsere Kreativität, unsere Intuition, unsere Geistesblitze, unsere Schöpferkraft beginnt in unserem Innen, in unserer Fantasie, in dem inneren Königreich unserer Seelenbilderwelten. Und dort können wir frei tun und lassen, was wir möchten.

Wichtig ist, dass wir uns einfach an unseren Fantasiebildern erfreuen, ohne jede Erwartung in Bezug auf eine real-weltlich-irdische Manifestation. In unserer Fantasie können wir fröhlich über eine Blumenwiese tanzen. Wir können in einem Schloss wohnen. Wir können wie ein Schmetterling durch die Luft fliegen. Wir sind rundum gesund und munter. Uns geht es gut. Wir sind heil, frohgemut und glücklich. Wir sind zufrieden und dankbar. Wir genießen die Sonne und das Licht der Liebe. Unsere Chakren sind optimal harmonisiert, energetisiert und ausgeglichen. Wir sprechen und verstehen uns prächtig mit den Tieren und Pflanzen und mit den vielen lieben Herzensfeld-Menschen um uns herum.

Wir wohnen und leben einfach traumhaft schön. Uns geht es richtig gut. Das Leben sorgt gut für uns – ja das Leben sorgt aller bestens für uns! Wir fühlen uns positiv erfüllt und reich beschenkt im Namen und im Sinne der reinen, universalen Liebe. Alles ist perfekt und optimal. Wir sind im Himmel angekommen. Wir sind im Paradies zuhause.

Die Welt unserer Fantasie ist unser geistiges Zuhause

In unserer Fantasie auf der Ebene unseres Geistes können wir uns all dies leicht erlauben. Natürlich stänkert unser Ego sofort dagegen an. Dies ist sein Job. Zweifel und Unsicherheiten, Ängste und Befürchtungen nähren unser Ego und unseren Ego-Schmerzkörper stets vortrefflich. Wir können und dürfen, wenn wir uns als Gott in unserem Himmel in unserem Herzensfeld erkannt und anerkennt haben, unsere starre, blockierende Ego-Identifikation jetzt einfach auflösen. Unsere neue Erkenntnis ist: „Ich bin Geist.“

Wir sind die Liebe selbst.
Dies hatte unser Ego nur vergessen.
Und heute können wir uns nun daran erinnern, dass wir selbst Geist/Liebe sind.

Und wenn wir zu den Formen hinschauen, dann können wir nun Gott allüberall zwischen den Formen erkennen – mit unserem Herzen, mit unserem Dritten Auge, aus unserem Geist-Sein heraus.

Gott (die Liebe) ist auch in unserem Alltag allgegenwärtig

Und dies gilt auch für all unsere Alltagsprobleme. Auch sie sind lediglich Konflikte auf der Eben von Formen. Und überall zwischen den Worten und Streitthemen leuchtet die Liebe schon hindurch – jetzt können wir Gott und die Liebe sogar dort erkennen.

Und dann können wir als Geist innerlich schmunzeln und milde lächeln – und alles ist gut. Der Konflikt war nur auf der Ebene unseres Ego so schlimm, so wichtig und so bedeutsam. Die Meinung des anderen hatte lediglich darum gebeten, von uns gesehen, erkannt, anerkannt, bezeugt, gewürdigt, bejaht, gesegnet und geliebt werden zu wollen. Diese Energie-Entität wollte einfach nur unsere Aufmerksamkeit erlangen und buhlte um unsere Liebe.

Ja, wir können den anderen leicht segnen und lieben, wenn wir Geist sind. Wir können den anderen lieben und segnen, dass er/sie eine andere Meinung vertritt und für sehr wichtig erachtet. Und wir halten eben unsere eigene Meinung für sehr wichtig und lieben sie. Wenn wir Geist sind, so können wir tatsächlich zwei gegensätzliche, sich ausschließende Positionen bejahen und segnen und lieben. Und so kann und darf jeder Mensch sein eigenes Wassertropfen-Dasein für sehr wichtig erachten. Und das ist es ja auch – solange, wie der Wassertropfen ein Wassertropfen ist. Und weil jeder Wassertropfen weiß, dass er entweder vom Meer wieder aufgeleckt wird oder durch die Sonne verdunstet, legt sich jeder Wassertropfen so sehr ins Zeug, solange es ihn gibt. Und dadurch entstehen dann all unsere vielfältigen Erfahrungen.

Und Gott schaut sich all das an und freut sich und lächelt.

Das Leben ist wie ein Theaterspiel

Das Leben ist wie ein Theaterstück.
Auf der Bühne des Lebens führen die Egos ihr Schauspiel auf.
Und Gott (wir selbst als Geist) sitzen oben auf dem Rang und lassen uns gut unterhalten.

Und dabei sind wir selbst immer beides gleichzeitig: Wir sind Ego und Geist/Gott gleichzeitig.

Selbstbewusstsein und Bewusstseins-Bewusstsein

Mit unserem Ego haben wir ein Selbst-Bewusstsein.
Und indem wir uns selbst als Geist erkennen, erlangen wir ein Bewusstseins-Bewusstsein (Bewusstheit).

Als Ego wissen wir, dass wir leben und dass es uns gibt.
Als Geist erkennen wir uns selbst als Geist sowie als universales Bewusstsein. Wir sind uns darüber bewusst geworden, dass wir Bewusstsein sind und ein Ego/einen Körper haben (um Erfahrungen zu machen).

Und diese Paradoxie, dass wir gleichzeitig Geist/Gott und Ego/Körper sind, wird immer bestehen bleiben, solange wir ein Mensch sind. Diese „doppelte Identität“ macht uns in unserem Menschsein aus.

Die viele tausend Jahre Menschheitsgeschichte mit einem Ego-Selbstbewusstsein war lediglich das „kurze Vorspiel“ für das, was nun kommt . . .

. . . der Himmel auf Erden . . .

19.04.2021
In Liebe Dein/Euer
Björn Geitmann
Buchautor des Buches „Eine Neue Ordnung – Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen
www.datgeitman.de/lichtschule

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Bjoern-GeitmannBjörn Geitmann:

„Das Leben ist leicht“ ist seine klare Haltung  –  und er lebt dies in verblüffend authentischer und mitreißender Art und Weise.
Der Name „Eine Neue Ordnung“ ist dabei Programm … – und so ist dieser Titel mehr als nur ein Motto, es ist die gelebte Lebensphilosophie von Björn Geitmann, einem spirituellen Lehrer unserer Zeit, der die Welt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf zu stellen verspricht. Auf dem Weg über die Brücke ins Licht dreht sich das Leben um 180 Grad. Nach „der alten Ordnung“ war unser bisheriges Leben vor allem durch unsere Identifikation mit unserem Ego, mit unserem Körper sowie mit dem, was wir „unser Leben“ nennen,  bestimmt.
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Spiritualität, Eine Neue Ordnung, Empathie & Kommunikation, Erwachen Selbstliebe Herzensfeld Übungen


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Bücher von Björn Geitmann:
„Eine Neue Ordnung  –  Praxishandbücher zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation  –  Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
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Wie können wir unser Leben besser verstehen?

Die Bücher der Serie „Eine Neue Ordnung – Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ (die „Neue Ordnung“ beschreibt hierbei die Ordnung der Liebe unseres Herzensfelds), die Bücher und Taschenbücher der Lichtschule (http://www.datgeitman.de/lichtschule.html) sowie die vielen interessanten und spannenden Beiträge dieses spirit-online Magazins können Dir hierbei ausgesprochen wertvolle Unterstützung, hilfreiche Impulse und inspirierende Anregungen geben, sodass Du für Dich selbst in Deinem ureigene Rhythmus Deine eigenen Schritte gehen kannst.

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In diesem Sinne freuen wir uns, dass Du hier bei uns mit dabei bist und dass wir uns gemeinsam zu einer immer größer werdenden lichtvollen Großfamilie der „sich auf dem Weg des Erwachens befindenden Menschen“ entwickeln.

Verbunden mit dem Bewusstseinsfeld der universalen Liebe senden wir Dir liebevolle Grüße von Herzensfeld zu Herzensfeld

Dein Spirit Online-Team

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