Lebensqualität durch Meditation

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Frau-Natur-silhouetteLebensqualität durch Meditation

Manchem ging die Corona-Pandemie gewaltig gegen den Strich. Sie platzte einfach in unser gewohntes Leben. Für viele Menschen brachten die SARS CoV-2 Viren alles durcheinander. Lebensqualität durch Meditation ist auch in diesen Zeiten mehr als hilfreich!

Die Pandemie zwang viele Menschen ins Homeoffice. Familiäre Kontakte mussten zurückgefahren werden. Unternehmer gerieten in finanzielle Notlagen. Viele Deutsche sehen sich Monate nach dem ersten Lockdown ihrer Freiheiten beraubt. Sie demonstrieren, ohne sich vor Ansteckung zu schützen. Andere Menschen haben durch die zusätzliche Zeit für ihre Familie oder durch Meditation mehr Lebensqualität erreicht. Sie erkennen, dass das Zurückgeworfen-Sein auch gute Seiten hat. Man muss sie nur erkennen.

Glück liegt eben nicht in äußerlichen Dingen. Mancher entdeckte die glücklichen Momente im Leben erst durch scheinbares Nichtstun in der Quarantänezeit. Plötzlich waren Mußestunden angesagt. Mancher nutzte die Zeit, um meditieren zu lernen. Doch zu meditieren, ist wesentlich mehr als Nichtstun. Es ist das ruhige Verweilen in der Stille des Hier und Jetzt. Hektik und Betriebsamkeit des Arbeitsalltags fallen von einem ab. Das tägliche Date mit sich selbst stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Regelmäßig Meditierende und Yoga-Praktizierende sind gelassener. Sie erweisen sich in Krisen als standfester und resilienter.

Lebensqualität durch Meditation – Regelmäßige Meditationspraxis bereichert das Leben

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen kalt erwischt. Viele Europäer waren anfangs stark verunsichert. Sie wurden auf sich selbst zurückgeworfen. Viele Menschen fühlten sich durch die anhaltende Krise schutzlos und angespannt. Wer während eines Lockdowns täglich meditierte und Yoga praktizierte, nutzte seine Zeit zur inneren Einkehr. Die Konzentration auf den Atem konfrontiert jeden Meditierenden zunächst mit der Unfähigkeit, auch nur eine Minute ohne einen Gedanken zu bleiben. Das Gedankenkarussell dreht sich unablässig. Es drängt sich permanent in den Vordergrund.

Meditierende betrachten den scheinbar endlosen Gedankenfluss lediglich. Sie üben, bewusst nicht darauf zu reagieren. Wer regelmäßig meditiert, findet nach und nach zur Stille. Er ist in der Lage, immer länger ohne Denken zu sein. Bald dämmert die Erkenntnis, wie sehr wir Getriebene sind. Die Medien überfrachten uns mit widersprüchlichen und manipulativen Horror-Meldungen. Wir erfüllen permanent Erwartungen. Termine und Pflichten bestimmen unseren Tag. Wir handeln oft gegen unsere eigenen Bedürfnisse. Wir ziehen stetigen Stress und Trubel dem Ruhen im Hier und Jetzt vor.

Lebensqualität liegt jedoch nicht im Streben nach Besitz oder Ansehen. Sie liegt vielmehr im Genuss und der Freude an dem, was ist. Durch die Achtsamkeitsmeditation kann jeder lernen, allem, was ihn umgibt, Aufmerksamkeit entgegenzubringen – auch den scheinbar unwichtigen Dingen. Tägliche Meditations- und Yogapraxis führt zur inneren Balance. Inmitten aller Termine und Verpflichtungen wird eine Insel der Ruhe geschaffen. Die sanfte Begegnung mit dem Ich setzt neue Kraftpotenziale frei.

Wie mehre ich mein Bruttosozialglück?

In Bhutan wird jedem Bürger des Landes das Recht auf Bruttosozialglück zugesprochen. Glück liegt in diesem asiatischen Land nicht darin, mehr als andere zu besitzen. Vielmehr wird betont, dass alle dieselben Rechte auf Glücksgefühle und Zufriedenheit haben. Erstaunlicherweise meditieren die Menschen in Bhutan kaum. In anderen buddhistischen Ländern gilt das Meditieren hingegen als unverzichtbare Voraussetzung für das Glücklich-Sein.

Unser hektisches Streben nach mehr Besitz führt irgendwann zu gesundheitlichen Problemen. Innere Anspannung, Terminstress und Zeitdruck werden zum Normalfall. Mit Multitasking und verbessertem Zeitmanagement treten viele Menschen dagegen an. Oft wird erst durch einen Burn-out, steigenden Blutdruck oder einen Herzinfarkt die Stopp-Taste gedrückt. Meditierende verweilen derweil gelassen auf dem Meditationskissen. Sie nehmen sich täglich die Zeit, innerlich zur Ruhe zu kommen. Sie genießen, ganz bei sich selbst zu sein.

Betriebsame Menschen, die ständig unter Strom stehen, verpassen wichtige Dinge im Leben. Durch die Meditation bemerken sie, wie achtlos sie an vielem vorbeihasten. Die Gedanken wandern ständig zwischen Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsträumen hin und her. Dabei verpassen viele Menschen, bewusst die Gegenwart zu erleben. Glück liegt jedoch darin, jeden Moment des Lebens bewusst wahrzunehmen. Stattdessen handeln wir oft reflexartig und automatisch. Ein Gefühl innerer Leere macht sich schleichend breit. Oft wird die Leere durch gesteigerten Konsum überlagert.

Mehr Lebensqualität durch Meditation

Meditierende haben ein stabileres Immunsystem. Sie sind weniger oft ängstlich, deprimiert und gestresst. Sie ruhen häufiger in sich selbst. Wer jahrelang meditiert, leidet weniger oft unter Schmerzen oder stressbedingten Erkrankungen. Durch die Achtsamkeitsmeditation nimmt der Meditierende vieles bewusster wahr. Er reagiert mit mehr Mitgefühl auf seine Mitwelt. Positive Emotionen überwiegen. Das Glücksgefühl steigt an. So gesehen, ist das Meditieren eine effektive Entspannungstechnik. Schon das steigert die Zufriedenheit und vermehrt das Glücksgefühl.

Meditation ist aber noch mehr als das. Sie ist eine Bewusstseinstechnologie. Das in-sich-hineinhören führt zu tieferem Verstehen dessen, was uns blockiert oder antreibt. Die Konzentration auf den Atem kann um weitere Meditationstechniken erweitert werden. Stille, konzentrative oder dynamische Meditationsformen, beispielsweise beim Yoga, können ausprobiert werden. Im klinischen Kontext hat sich die “Mindful Based Stress Reduktion” (MBSR) von Jon Kabat-Zinn als effektive Meditationsmethode gegen Depressionen, Angstzustände und Stress etabliert.

Meditationspraxis: Spirituell oder nicht?

Jeder am Meditieren interessierte kann eine ihm angenehme Meditationsform finden. Die Meditationspraxis kann religiöse Komponenten haben. Ihren Ursprung hat sie im Buddhismus. Weiterentwickelt wurden die gängigen Vipashyana- und Shamata-Meditationen durch die Schüler des indischen Gurus Bhagwan Shree Rajneesh, später als Osho bekannt. Doch bei näherem Hinsehen finden sich auch im Christentum oder im Islam meditative Praktiken. Meditationspraxis kann aber auch vollkommen losgelöst von spirituellen Kontexten sein.

Zweifellos fühlen sich spirituelle Menschen glücklicher. Doch auch ohne spirituellen Gehalt kann das Meditieren zu mehr innerer Gelassenheit, Zufriedenheit und Lebensglück führen. Das Sitzen auf dem Meditationskissen kann erkennen lassen, dass weniger mehr ist. Das Glücksgefühl, das materielle Dinge ihrem Besitzer verschaffen, ist flüchtig. Um ein tieferes und besitzunabhängiges Glücksgefühl zu entwickeln, ist die Meditationspraxis viel geeigneter. Tatsächlich ist der Weg beim Meditieren das Ziel. Das tägliche Üben führt zu einem gesteigerten Zufriedenheits- und Glückspegel. Das hat etwas damit zu tun, dass sich Hormonausschüttungen, Schlafqualität und Gehirnwellen bei Meditierenden verändern.

Solche Effekte treten oft schon nach acht Wochen Meditationspraxis ein. Es ist erwiesen, dass regelmäßig Meditierende ihren ständig plappernden Geist nach und nach zur Ruhe bringen können. Sie finden zum inneren Frieden. Viele Meditationsschüler erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist. Das Meditieren in Gemeinschaft ist besonders gefragt. Jeder ernsthaft übende Meditationsschüler muss aber lernen, Phasen der Langeweile oder Müdigkeit auszuhalten. Das Sitzen auf dem Meditationskissen verlangt nach Konzentration und entspannter Wachheit. Das Lebensgefühl wird durch regelmäßiges Üben gesteigert.


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29.12.2020
Anna Trökes
Renommierte Yoga-Lehrerin und Autorin


Vita: Anna Trökeskamphausen-portrait-anna-troekes

Anna Trökes zählt mit über 20 Publikationen zu Themen des Haṭha-Yoga und der Yoga-Meditation zu den erfolgreichsten Yoga-Lehrerinnen im deutschsprachigen Raum.
Sie unterrichtet seit 1974 die ganze Bandbreite des Yoga, ist seit 1983 Ausbilderin im BDY und anderen Institutionen der Yogalehrausbildung und leitet seit 1977 eine eigene Yogaschule in Berlin.

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