Dankbarkeit

So beeinflussen Gefühle, Gedanken und Erlebnisse unsere Gesundheit

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Entgegen der landläufigen Meinung, sind Gefühle, Gedanken und Erlebnisse nicht nur geistige oder energetische Prozesse, sondern sie lösen auch ganz konkrete biochemische Impulse im Körper aus.

Die biochemische Steuerung beeinflusst wiederum unsere Gesundheit und Widerstandskraft. Sie hält uns den ganzen Tag im Gleichgewicht – egal was wir tun oder erleben.

Bis vor Kurzen nahm die Wissenschaft an , dass das Immunsystem als vollkommen unabhängige Kraft im Körper arbeitet. Durch die neue Forschung der Psychoneuroimmunologie (PNI) wurde nun aber bewiesen, dass es eine gemeinsame Kommunikation zwischen Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem gibt. Das bedeutet im Klartext, dass diese drei großen Regulationsmechanismen sich gegenseitig beeinflussen und ihre jeweiligen Reaktionen verändern können.

Diese neue Erkenntnis hat das Zeug dazu, unser ganzes Bild über die Entstehung von Krankheiten

– und im Besonderen von psychosomatischen Krankheiten – vollkommen zu revolutionieren!

Denn nun wissen wir, dass jedes Gefühl, jeder Gedanke und jedes Erlebnis eine biochemische Reaktion im Körper auslöst. Das kann für mehr Gesundheit sorgen oder unsere Selbstheilungskräfte schwächen.

In vielfältigen Studien wurde beobachtet, dass positive Gedanken und Gefühle das Immunsystem beleben und die Bildung von Abwehrzellen aktivieren. Sie stärken quasi die ausgeklügelten Selbstheilungskräfte unseres Körpers.

Positive Gefühle wie Dankbarkeit, Geborgenheit und Sicherheit bewirken beispielsweise eine Ausschüttung von unseren wichtigen Hormonen Dopamin und Serotonin, aber auch Oxytocin.
Diese Hormone wirken entspannend, angstlösend. Sie verstärken das Gefühl der Zufriedenheit und das Gefühl am richtigen Ort mit den richtigen Menschen zu sein.

Und dann kann sich tief in unserem Inneren etwas entspannen!

Die Auswirkungen sind immens: Unsere Körperanspannung, die wir im Alltag meist ganz unbewusst mit uns herumtragen, kann sich lösen. Das Gedankenkarussell, das um die Dinge kreist, die noch zu erledigen sind, beruhigt sich. Wir können wieder ganz bei uns selbst ankommen. Plötzlich spüren wir unsere Atmung wieder bewusst, vielleicht wird uns warm und meistens stellt sich auch eine gewisse Müdigkeit ein, die wir ansonsten tagsüber weggedrückt haben.

Ruhe, Entspannung und Geborgenheit haben auf diese Weise nicht nur eine entspannende Wirkung sondern auch eine nährende Kraft. Sie streicheln unsere Seele und stärken so unsere Resilienz und allgemeine Widerstandskraft im Alltag.

Glücklicherweise können wir mit einfachen und meistens sogar kostenlosen Übungen

und Aktivitäten selber dafür sorgen, unser biochemisches System positiv zu beeinflussen. Waldspaziergänge, Singen oder Entspannungsübungen und Meditation sorgen beispielweise, dafür dass mehr von diesen Hormonen ausgeschüttet werden. Insbesondere dann, wenn es uns gerade nicht gut geht, können wir auf diese Weise für inneren Ausgleich und Erholung sorgen.

Mit all diesen Erkenntnissen im Hinterkopf ist es an der Zeit, viel bewusster und achtsamer mit den fein ausbalancierten und doch so komplexen Selbstheilungsmechanismen unseres Körpers umzugehen und sie ganz aktiv für unsere seelische und körperliche Gesundheit zu nutzen. Denn sie halten uns jeden Tag im Gleichgewicht – egal was wir tun, erleben oder denken.

Krank werden wir erst dann, wenn der Körper es nicht mehr von selber schafft diesen gesunden Ausgleich wiederherzustellen.

Oft sind die Ursachen dafür Stress, Erschöpfung oder Überverantwortung, die wir uns selber auferlegen. .Im Schnitt vermögen wir drei bis vier Jahre einem sehr hohen Stresspegel zu trotzen.

Damit meine ich auch den emotionalen Stress in einer unglücklichen Beziehung, die seelische Belastung, die durch eine Langzeitpflege eines geliebten Menschen entsteht, Arbeitslosigkeit oder Hochleistung-Arbeitstress der uns kaum Zeit zum Ausruhen lässt.

Die Quittung dafür zahlen wir meist erst verzögert: Beispielsweise durch Krankheiten, Burn-Out oder eine generelle Erschöpfung und Unzufriedenheit…

In welcher psychosozialen Umgebung lebst du?

Bist du zufrieden mit deiner Lebenswelt oder gibt es unerfüllte Veränderungswünsche? Kannst du gut für dich sorgen, gesund essen und trinken, dich abgrenzen, Bewegen und ausruhen, wenn es nötig ist?

Mein Rat an dich: Beobachte drei bis fünf Tage lang einmal deine Gefühle, Gedanken oder auch Grübelschleifen.

Was fällt dir auf?

  • Wie ist deine Grundstimmung?
  • Bist du von Grund auf eher positiv und optimistisch?
  • Kannst du dir ausreichend Pausen gönnen, um deine seelischen und körperlichen Kräfte zu regenerieren?
  • Ernährst du dich grundsätzlich gesund oder hast jeden Tag Heißhunger auf Schokolade und Kaffee oder Abends ein Verlangen nach Wein oder Bier?
  • Kannst du die positiven Dinge, schöne Erlebnisse und herzliche Begegnungen, die du erlebst, bewusst wahrnehmen und genießen? Erreicht dich diese positive Kraft?
  • Oder bist du eher kritisch eingestellt, begegnest dir und anderen Menschen mit einem gewissen Misstrauen? 
  • Verwickelst du dich oft in negative Gedankenschleifen und fühlst dich grundsätzlich in deinem Leben nicht sicher, ungeborgen oder hast das Gefühl, nicht gut genug zu sein
  • Möglicherweise bist du auch eher der Typ Mensch, der sich dauernd um andere kümmert? 
  • Richtest du oft mit Selbstvorwürfen über dich?, Denkst, du bist selbst Schuld an allem und versuchst es den anderen recht zu machen?
  • Du reibst dich für die (scheinbaren) Bedürfnisse anderer auf und vernachlässigst in dem gleichen Masse dich selbst?

„Wes Geistes Kind“ bist Du?

Die zentrale Frage lautet doch: In welchem Verhältnis steht deine Lebensstimmung zu deiner Gesundheit?

Denn die meisten Gefühle und Gedanken rattern mehr oder weniger unbewusst durch unseren Kopf. Wir merken zumeist gar nicht, was wir uns so den ganzen lieben langen Tag selber vorbeten. Viele dieser Gedanken und Gefühle entspringen einem altmodischen Wertesystem, das uns durch unsere Familie vermittelt wurde und uns in den meisten Fällen nicht immer gut tut.

Hast du es je hinterfragt?

Vielleicht bist du gerade krank, wenn du diesen Artikel liest, vielleicht auch nicht…
Aber wenn du dich damit beschäftigen möchtest, versetze dich einmal zurück in die Situation BEVOR du krank geworden bist – was war da?

Kannst du eine Verbindung herstellen zu einem stressigen Ereignis, zu einem negativen Gefühl, z.B. nicht gesehen oder gehört zu werden oder einer alten Angst, die verhindert, dass du deine Meinung sagst?

Zu welchem Ergebnis kommst du dabei?

Gibt es alte Erfahrungen aus deinem Leben, die diese Einstellung bestärken oder sogar hervorgebracht haben? Welche Gefühle, Erlebnisse und Verletzungen tauchen auf?

Der erste Schritt zu Genesung ist eine bewusste und wertfreie Recherche deiner Gewohnheiten und Lebenserfahrungen.

Viel Spaß beim Recherchieren und bis zum nächsten Mal,

16.12.2019
deine
Anette Dröge


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Über die Autorin Anette Dröge

-Kamphausen-Copyright-Anette-Droege

©Anette Dröge

Anette Dröge, geb. 1965, greift in ihrer Arbeit auf ihre Erfahrung aus 25 Jahren eigener Praxistätigkeit in Berlin zurück. Sie ist Heilpraktikerin und absolvierte eine 5-jährige Psychotherapie-Ausbildung in Körperorientierter Psychotherapie am renommierten Pfad-Zentrum Berlin.
Außerdem hat sie Weiterbildungen in Familienaufstellung und Gruppentherapie (bei Hymie Wise aus Irland).
Website: anette-droege.de


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