Spirituelle Bücher & Musik

Papa, ich bin für dich da ~ Bettina Michel

(c) www.m-vg.de

(c) www.m-vg.de

Wie Sie Demenzkranken helfen können

Rezension von Heike Schonert

Sehr empfehlenswert für alle Menschen, die sich mit Demenz beschäftigen

Was für die Autorin und ihren Vater sicher oftmals ein Fluch war, ist für die Leser des Buches „Papa, ich bin für dich da“ von Bettina Michel ein Segen: die Prominenz von Rudi Assauer!
Denn diese Prominenz wird maßgeblich zur Verbreitung dieses Werkes beitragen und das hat der Ratgeber wahrlich verdient:

Mit großer Vehemenz rückt diese Erkrankung in den Blickwinkel der Öffentlichkeit – immer mehr Menschen erkranken und die Erwartungen sind rasant steigend.

Führten Menschen mit dementiellen Erkrankungen bisher oftmals ein Schattendasein, trägt dieses Buch hoffentlich intensiv dazu bei, dass sich dies i.S. der Betroffenen ändert!

Und Betroffen sind nicht nur die Erkrankten selbst, sondern alle Menschen, die sich in deren Umfeld bewegen. Und hier bietet Bettina Michel, die Tochter von Rudi Assauer, lebensnahe, authentische und intensive Hilfe. Durch ihre schonungslose Offenheit mit dem Umgang wirklich aller Aspekte gibt sie einen tiefen Einblick in das Leben mit und für dementiell Erkrankte.

Sie pflegt ihren Vater zu Hause: eine Aufgabe, die sie oft mehr als nur an ihre Grenzen führt.

Und damit steht sie nicht allein. Und dieses Alleinsein, das sicher viele Angehörige, die ihre erkrankten Familienmitglieder pflegen, oft begleitet, will sie ändern. Ändern durch Aufklärung, mentale Unterstützung und ganz pragmatische Hilfe, sei es durch das Teilen ihrer Erfahrungen im Umgang mit Ärzten, Medikamenten und einer sehr umfangreichen Adressenliste.

Fazit: m.E. ein „Muss“ nicht nur für Menschen, die unmittelbar betroffen sind.

Zum Inhalt ~ Buchrücken:

Als Fußballurgestein Rudi Assauer Anfang 2012 seine Demenzerkrankung öffentlich gemacht hat, war das Medien-Echo riesig. Seitdem ist einige Zeit vergangen und in der Familie Assauer ist die Normalität eingekehrt – zumindest eine Normalität, wie sie in Familien üblich ist, in denen man sich um einen dementen Familienangehörigen kümmert. Sie alle haben dieselben Fragen, Ängste und Probleme, sie alle kämpfen mit denselben Schwierigkeiten.

Bettina Michel erzählt authentisch, ehrlich und sehr emotional, wie sie sich um ihren Vater kümmert, mit welchen Problemen und Vorurteilen sie zu kämpfen hat, wie die Betreuung sie und die engsten Freunde und Familienmitglieder oft genug an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit bringt, aber auch, welche schönen Momente im Zusammenleben mit ihrem Vater entstehen. Sie erklärt, wie sie sich in ihre Rolle eingefunden hat und wie man als Angehöriger Hilfe bekommen kann. Abgerundet wird der Ratgeber von einem umfangreichen Serviceteil, der betroffenen Angehörigen wichtige Adressen zur Unterstützung bietet.

Dies ist ein Buch, das Angehörigen Rat, Unterstützung und Motivation bietet und in dem sich viele Menschen, die sich um demente Angehörige kümmern, wiedererkennen werden.

Schlagworte für diesen Artikel:

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Wir freuen wir uns über eine Spende via Paypal

Den Artikel kommentieren

*