Mensch-Sein

Wie der Präsident dich zur Selbstliebe führt

schatten-portrait-mannWie der Präsident dich zur Selbstliebe führt 

Was muss man über dich sagen, dass du vollständig getroffen bist?

Dass du faul, verlogen, unanständig, hinterlistig, ignorant, egoistisch oder dumm bist vielleicht? Gierig, rachsüchtig, schwach, neidisch oder feindselig? Welche Eigenschaften verabscheust du am meisten?
Wenn du dich bei einer dieser Eigenschaften gefühlsmäßig angesprochen gefühlt hast, dann lebt sie sehr wahrscheinlich als ein Schattenanteil in dir. Der „Schatten“ ist ein Begriff, der Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Schweizer Psychoanalytiker C.G. Jung geprägt wurde. Gemeint sind Anteile unserer Persönlichkeit die wir so sehr verabscheuen, dass wir sie unbewusst verstecken oder verleugnen.
Dieses Verstecken vor uns selbst und Anderen kostet uns ständig Energie. Außerdem bedeutet es, dass wir uns fortwährend für das was wir sind selbst verurteilen. Wir denken, so wie wir sind, sind wir nicht in Ordnung, verbesserungswürdig, etwas stimmt noch nicht, weshalb wir auch nicht wirklich liebenswert sind.
Stell dir vor du würdest Frieden mit deinem Schatten schließen. Welche Energie frei werden würde!
Das Gute ist: wir alle haben einen Schatten. Und wenn man das weiß, dass der andere doch genauso blöd ist wie man selbst, ja was soll man sich da noch verstecken?
In diesen Tagen ist uns ein riiiiesiger Schatten begegnet, der entsprechend viele Gemüter erregt hat. Er ist egoistisch, selbstverliebt, raffgierig, dumm, sexistisch und rassistisch – was für mich nichts anderes heißt, als dass er andere Menschen ablehnt und abwertet – ein Großmaul und auf jeden Fall auf ganzer Linie unsympathisch. Du weißt sicher von wem ich rede. Wahnsinn, oder? Was dieser Mann alles an Eigenschaften zeigt, die unglaublich vielen Menschen unsympathisch sind und der ist auch noch so dreist und versteckt diese Eigenschaften nicht, sondern prahlt sogar damit und lässt sich zum amerikanischen Präsidenten wählen! Und die wählen ihn auch noch!!!
Jetzt, wo alle aus der Schockstarre erwachen, können wir ja mal überlegen was wir ganz persönlich damit anfangen können. Für mich erscheint er wie ein fleischgewordener Schatten und wenn du ihn so betrachtest, dann kann er dir sehr nützlich sein.
Was stört dich an meisten an ihm? Könnte es sein, dass es dich stört, weil so ein Anteil noch in dir schlummert? (Und wenn es in dir jetzt ganz laut NEIN schreit, dann ist das ein sicherer Hinweis, dass es eben doch so ist).
Was du nicht in Besitz nimmst, das besitzt dich. Aber was passiert, wenn du dich diesem Schatten Anteil zuwendest und ihn annimmst?
1. Wenn dir ein Mensch mit dieser Eigenschaft begegnet, dann wirst du sie zwar registrieren, aber du wirst dich deswegen nicht aufregen.
2. Es ist möglich, dass dieser andere Mensch sich plötzlich ganz anders verhält. Es ist wie ein Wunder, dadurch dass du deinen Schatten erlöst hast, dadurch dass du ihn angenommen hast und nicht verurteilst, ist auch der andere befreit.
3. Es kann auch sein, dass dieser andere Mensch ganz plötzlich aus deinem Leben verschwindet (und darüber ist man in der Regel nicht böse).
So sind die Menschen, die es uns am schwersten machen, oft unsere größten Lehrmeister.
Was auch immer auf dem großen Parkett gespielt werden wird, für dich persönlich kannst du die Begegnung mit dem Präsidenten so nutzen. Er kann dir eine Hilfe sein deine Augen für dich selbst zu öffnen und dich vollständig anzunehmen und ins Herz zu schließen.

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