Affirmationen in 2021 – wie sie uns jetzt helfen können

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pusteblume-natur-affirmation-landscapeAffirmationen in 2021 – wie sie uns jetzt helfen können

Affirmationen sind in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Ich erinnere mich aber jüngst noch sehr gut an eine Phase, in der Affirmieren und Positives Denken Hochkonjunktur hatte. Das Gesetz der Anziehung erlangte durch Bücher wie The Secret eine große Aufmerksamkeit, weit über die spirituelle Szene hinaus.

Schnell wuchs daraus das Missverständnis, du müsstest nur positiv denken und ein paar Affirmationen sprechen und schon ziehest du alle Wünsche in dein Leben. Kritische Stimmen wurden aufgrund solcher vereinfachten Aussagen zurecht lauter und der Trend machte eine Kehrtwende. Affirmationen wurden zunehmend als wirkungslos abgestempelt, Positives Denken gar als gefährlich. Seitdem ist es deutlich stiller um das Thema geworden.

Was sind eigentlich Affirmationen?

Affirmationen sind kurze, auf Positives ausgerichtete Sätze, die autosuggestiv wirken: Durch regelmäßige Wiederholung dieser Formulierungen trainierst du dein Unterbewusstsein darauf, diese Worte zu verinnerlichen. Es interpretiert die Aussage in Folge als wahr, weswegen sie dann langsam aber sicher zur Realität wird.

Praktisch gesehen wissen wir alle, dass Suggestionen wirken. In deiner Kindheit wurdest du wahrscheinlich ständig damit konfrontiert. Vor allem in jungen Jahren ist das Unterbewusstsein noch sehr manipulierbar, da hier der Großteil der Identitätsbildung geschieht. Wenn deine Eltern dich stets ermahnt haben, du müsstest hart arbeiten, um im Leben etwas zu erreichen, ist das eine (Fremd-)Suggestion. Du hast diese Worte verinnerlicht, sie wie Affirmationen in dir aufgenommen und dein Unterbewusstsein hat diese als gegeben akzeptiert. Genauso hat sich deine Realität dann für dich gespiegelt. Wahrscheinlich ist dir der Erfolg im Leben nie einfach so zugeflogen – du hast dafür im Gegenteil hart arbeiten müssen.

Das Spannende: Nie im Leben konnten deine Eltern wissen, ob du als Individuum wirklich schwer arbeiten musst, um Erfolg zu haben. Schließlich können sie nicht in die Zukunft blicken. Sie haben ihre persönlichen Erfahrungen einfach auf dich projiziert. Dein Unterbewusstsein hat sie wahr werden lassen. Ironischerweise können sie dir heute sagen: „Siehst du – wir haben’s dir doch gesagt!“ Eine selbsterfüllende Prophezeiung sozusagen.

Genauso wie negative Worte suggestiv wirken können, können dies auch positive Worte, die man als Affirmationen bezeichnen. Das Unterbewusstsein selbst macht keinen Unterschied zwischen negativ und positiv – es setzt einfach fest, was es immer wieder zu hören bekommt. So die Theorie. Aus dieser Annahme stammt auch das Prinzip des Positiven Denkens. Warum dieser Punkt meiner Ansicht nach allerdings etwas relativiert werden sollte, stelle ich am Ende dieses Artikels vor.

Das große Potential von Affirmationen im Jahr 2021

Die Menschen suchen nach Halt! Das ist ganz natürlich und nachvollziehbar, schließlich befinden wir uns auch Anfang 2021 noch in einer Ausnahmesituation. Statt weiter aufwärts scheint es augenscheinlich immer weiter abwärts zu gehen. Die Wirtschaft bricht nach und nach zusammen, Arbeitsplätze und Existenzen sind in Gefahr, die finanzielle Lage wird immer unsicherer.

Zwischen Verschwörungstheoretikern und Faktenverteidigern stehen einfach Menschen, die Angst haben. Unsere Medienlandschaft tut momentan nicht gerade ihr bestes, um diese Angst nicht weiter zu schüren – mit der Konsequenz, dass unser energetisches Netz gerade von sehr niedrig frequentierten Angst-Energien durchwoben ist. Empathische Menschen nehmen zusätzlich zu ihrer eigenen Angst diese Fremdenergien auf. Selbst jene, die besonders selbstreflektiert mit sich umgehen, spirituell verwurzelt sind und einen gewissen Grad an Bewusstsein entwickelt haben, spüren diese Energien und können Schwierigkeiten haben, sich von ihnen zu distanzieren.

Affirmieren im Wassermannzeitalter

Was also tun? Wie kannst du in einer solchen Welt wieder Hoffnung schöpfen? Möglicherweise ist jetzt nicht die Zeit, sich in komplizierte, lang andauernde spirituelle Praktiken zu werfen. Möglicherweise brauchst du jetzt sofort etwas, das dir hilft. Mit Affirmationen vereinigst du die Kraft der Worte mit Energiearbeit und kannst dich tatsächlich sofort besser fühlen – wenn du bei ihrer Nutzung ein paar Dinge beachtest auch langfristig.

Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass Affirmieren im Jahr 2021 deutlich einfacher ist und schneller wirken kann als bisher – am 21.12.2020 ist die Welt endgültig in das sogenannte Wassermannzeitalter „Age of Aquarius“ eingetreten. Man könnte sagen, dass wir durch diesen großen Umbruch eine Art Bewusstseinssprung durchmachen. Auch wenn du die Änderungen vielleicht nicht direkt spürst, sind die veränderten Frequenzen, die dieser Shift mit sich zieht, nicht zu leugnen: 2.000 Jahre lang befanden wir uns im Zeitalter der Fische „Age of Pisces“, auf deren Frequenzen unsere gesamte Gesellschaft aufgebaut wurde.

Man sagt dem Fischzeitalter nach, dass es recht zäh ist. Dass Energien nicht so frei fließen können, sondern wir hingegen stärker und länger in negativen Schwingungen steckenbleiben. Das Wassermannzeitalter hingegen garantiert uns eine viel fließendere Leichtigkeit – es gelingt uns jetzt viel leichter, Dinge zum Positiven zu verändern, Ängste abzulegen und unsere Welt nach unseren Wünschen zu manifestieren. Ein perfekter Grund, es im Jahr 2021 mit den Autosuggestionen noch einmal zu probieren.

Eine Methode, die wirkt – so nutzt du Affirmationen effektiv

Damit Affirmationen überhaupt den gewünschten Effekt haben können, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Sich täglich diesen einen Satz zu sagen, ohne darauf zu achten, was du da eigentlich tust, wird sicher nicht sonderlich gut wirken. Auf folgende Aspekte – die du wahrscheinlich kennst, aber möglicherweise wenig beachtest – solltest du achten:

1. Die richtigen Worte wählen

Du solltest die Worte, die du wählst, fühlen. Das hilft dir dabei, eine innere Verbindung zu deiner Affirmation aufzubauen. Nimm also keine vorgefertigte Affirmation, sondern eine, die du selbst formuliert hast und wirklich verstehst. Sie sollte nicht zu kompliziert sein. Achte zudem darauf, dass du sie nicht negativ formulierst (z. B. statt „Ich habe ab jetzt keine Angst mehr!“ eher „Ich fühle mich sicher und geschützt.“), Negationen kann dein Unterbewusstsein nicht interpretieren. Wenn die Worte dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern und dein Herz beim Gedanken daran leicht wird, weißt du, dass du die richtigen gefunden hast.

2. In einen meditativen Zustand bringen

Zwischen Tür und Angel Affirmationen sprechen, ist wenig effektiv. Stattdessen solltest du dir bewusst Zeit dafür nehmen, und nichts nebenbei machen. Am besten machst du ein kleines Ritual draus, das du jeden Tag um die selbe Zeit vollführst, z. B. direkt morgens nach dem Aufstehen. Dabei hilft es, sich zu Beginn in einen meditativen Zustand zu bringen. Eine fördernde Wirkung hat zum Beispiel ein Körperscan oder eine innere Aktivierung deiner Chakren. Damit verbindest du dich mit den Energiezentren deines Körpers, verankerst dich im Hier und Jetzt und vermeidest störende Gedanken.

3. Negative Gedankenmuster durchbrechen

Affirmationen bringen nur schwer die gewünschten Ergebnisse, wenn du diese im Alltag unbewusst ständig sabotierst. Ist dein Tag voller negativer Gedanken und Emotionen, ist es für dein Unterbewusstsein schwierig, sich voll nach deinen Affirmationen auszurichten, da du diese parallel ja ständig relativierst. Achte also auch im Alltag auf deine Gedanken. Verurteile diese aber nicht! Lass sie da sein, aber vermeide es, dich mit ihnen zu identifizieren und sie als wahr zu betrachten. Lass sie kommen und wieder gehen. Schon allein dieses Bewusstsein zu haben, hilft dir, negative Gedankengänge zu durchbrechen.

Ein paar kritische Worte zum Schluss

Vielleicht kennst du diese Grundlagen bereits und hast trotzdem Bedenken, Affirmationen anzuwenden. Vielleicht fühlst du es einfach nicht so richtig und machst deswegen lieber gar nichts.

Mir ist aufgefallen, dass manche Menschen geradezu eine Angst vor Affirmationen entwickelt haben. Sie haben Angst davor, dass sie die Worte vielleicht falsch formulieren oder etwas manifestieren, was sich dann doch letztendlich als falsch für ihr persönliches Leben herausstellt. Andere wiederum haben Angst, dass sich immer wieder negative Gedankengänge in die Affirmationen einschleichen und sie aus Versehen diese als Realität in ihr Leben ziehen.

Ich bin der Meinung, dass viel zu viel Panikmache bezüglich negativen Gedanken und Manifestieren gemacht wird. Nicht selten habe ich in Ratgebern gelesen, dass du bloß generell nichts Negatives denken darfst, weil du es dann direkt in dein Leben ziehst. Und dann erwischt sich eine ängstliche Person dabei, wie sie ängstliche Gedanken hat – z. B. davor, dass ihr selbst etwas Schlimmes passieren könnte – und bekommt noch viel mehr Angst, weil sie jetzt befürchtet, genau das durch die Kraft ihrer Gedanken manifestiert zu haben.

Ich glaube, dass das so nicht funktioniert. Eine Manifestation geschieht, wenn dein ganzes Sein mit dem Gewünschten auf einer Frequenz schwingt.

Wenn deine Seele also etwas will und dein Bewusstsein ebenso, dann sind keine Blockaden dazwischen.

DANN kann es funktionieren. Aber: Wenn du Blockaden in Form von negativen Gedanken hast, bedeutet das allenfalls, dass sich dein Ziel nicht manifestiert – es bedeutet jedoch nicht, dass du im Gegenzug automatisch dieses Horrorszenario in dein Leben ziehst.
Bleib bewusst und lass los!

Genau hier setzt auch die Kritik zum Thema Positives Denken an. Laut Kritikern besteht die Gefahr, dass du dich so sehr darauf versteifst, immer positiv denken zu müssen, dass du all deine negativen Gedanken und Emotionen ignorierst (es zumindest versucht), sie tief in dir vergräbst und damit dein komplettes Wesen und deine Bedürfnisse ignorierst. Unter diesen Vorzeichen wirst du zudem wenig Erfolg beim Manifestieren haben.

Deswegen ein Appell an dich:

Hab keine Angst vor negativen Gedanken! Fokussiere dich auf das Positive, aber erlaube den negativen, da zu sein! Wenn du sie (bewusst) an die Oberfläche treten lässt, kann das sogar einen sehr positiven Effekt haben. Es kann sein, dass sich du dich durch diesen Prozess von deinen negativen Energien reinigst. Durch Ignorieren oder Bekämpfen verschwinden sie nicht – sie wollen gesehen und akzeptiert werden, damit sie gehen können.

06.01.2021
Anja Müller
Autorin, Bloggerin und spiritueller Coach
Webseite: https://stillverwurzelt.de
Instagram: @stillverwurzelt

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Anja Müller ist Autorin, Bloggerin und spiritueller Coach. Als eine selbst introvertierte und hochsensitive Persönlichkeit hat sie Still Verwurzelt gegründet – eine Plattform für Introvertierte. Mit spirituellen Herangehensweisen möchte sie zurückhaltende Menschen dazu ermutigen, ihre introvertierten Fähigkeiten zu umarmen und zu leben – statt sie an einen extrovertierten Standard anpassen zu wollen.
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