„Perlen tauchen mit The Work of Byron Katie“

Perlen tauchen mit The Work of Byron Katie-cover-Kamphausen-colette-Gruenbaum

Perlen tauchen mit The Work of Byron Katie-cover-Kamphausen-colette-Gruenbaum„Perlen tauchen mit The Work of Byron Katie“

von Colette Grünbaum
Aus der Überzeugung heraus, dass wir weniger unter den Gegebenheiten des Lebens leiden als vielmehr daran, wie wir sie interpretieren, entstand Byron Katies revolutionäre Selbstbefragungsmethode The Work.

Wenn wir lernen schlechte Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen, dann können wir unseren Problemen mit Klarheit begegnen. Colette Grünbaum zeigt Dir, wie Du die Coaching-Methode effektiv in Deinen Alltag integrieren kannst.

52 Anker im Gedankenstrom – einer für jede Woche des Jahres – helfen Dir tief in Dein Wesen ein- und mit Deiner eigenen Weisheit wieder aufzutauchen.

So wird Perlen tauchen zu einem wertvollen Begleiter, mit dessen Hilfe du alltägliche Probleme und Herausforderungen annehmen und meistern kannst.

Zum Buch Auch als Online-Kurs erhältlich

Über die Autorin Colette GrünbaumPortrait-Kamphausen-Gruenbaum

Colette Grünbaum ist fasziniert von der Kraft von Fragen. Sie war Redakteurin im Bereich Therapie, Psychologie, Spiritualität.
Seit 2000 ist die Familien- und Atemtherapeutin primär mit The Work of Byron Katie und als Vergebungscoach in eigener Praxis tätig.
In Kursen, einer Ausbildung zum Coach für The Work und in Einzelarbeit begleitet sie Menschen zu ihrer eigenen Weisheit.
www.gruenbaum.ch


Leseprobe: 3 Kehre den Gedanken um – Der Blick in den Spiegel

Umkehrungen sind in THE WORK ein essentieller Teil der Selbsterkenntnis. Sie bieten uns die Möglichkeit, in den Spiegel zu blicken und uns selbst zu begegnen. Nehmen wir an, du stehst vor einem Spiegel und verdeckst dein Gesicht. Dein Gesicht ist doch da. Auch wenn du das, was du nicht sehen willst, vor dir selbst versteckst. Es ist da.

Vielleicht, wenn du lange genug mit deinen Schattenseiten Verstecken gespielt hast, gehen sie tatsächlich vergessen. Doch gut möglich, dass sie als unheilvolles Geheimnis in dir gären und dir Leiden verursachen, ohne dass du noch weißt, warum. In den Umkehrungen nutzen wir den Nächsten als unseren Spiegel. Darin können wir uns letztlich selbst erkennen, und das zuvor Verborgene wird uns offenbar.

Damit beenden wir unser unbewusstes Leiden.

Zur Vertiefung des Verständnisses der Umkehrungen betrachten wir den Satz: Er sollte mich ernst nehmen. Die Umkehrung zu uns selbst: Ich sollte mich ernst nehmen. Hier nehmen wir unsere Projektion zurück. Je selbstgerechter wir über eine andere Person urteilen, desto sicherer können wir sein, dass das, was uns am anderen missfällt, etwas mit uns selbst zu tun hat. Die Umkehrung zeigt: Ich bin so sehr mit ihm beschäftigt, dass ich mich selbst und meine eigenen Anliegen weitgehend aus dem Blickwinkel verloren habe.

Wenn ich den Satz „Er sollte mich ernst nehmen“ notiert habe, weiß ich vermutlich oder habe zumindest eine Ahnung davon, was ich mir darunter vorstelle und wie „mich ernst nehmen“ aussehen sollte.
Kann ich mich selbst auf eben die Weise ernst nehmen, wie ich es von ihm erwarte? Wie und wo sollte ich mich selbst ernster nehmen? Wir suchen mindestens drei konkrete Beispiele zu jeder Umkehrung. So entdecken wir, wie wir uns selbst das geben können, was wir vom anderen erwarten, und wir können da ansetzen, wo Veränderung möglich ist: bei uns selbst.

Die Umkehrung zum anderen:
Ich sollte ihn ernst nehmen. Manchmal taucht hier sogleich der Gedanke auf: „Ja aber, das tue ich doch.“ Spannend wird es, wenn wir unseren Blick weiten und schauen, wie genau wir es in eben dieser Situation nicht getan haben. Oder – in einem weiteren Schritt – in welchen Lebensbereichen wir es bisher nicht getan haben.

Die drei Beispiele, die wir finden, sind der Ausgangspunkt zu einer freundlicheren Umgangsweise mit unseren Nächsten. Die Umkehrung ins Gegenteil: Er sollte mich nicht ernst nehmen klingt erst einmal absurd. Doch es spiegelt mir genau das, was ich mit mir selbst Absurdes anstelle: nämlich meine tatsächlichen, tiefen eigenen Bedürfnisse außer Acht lassen, und, statt für sie einzutreten, den Fehler beim Gegenüber suchen.

Übung:

Nimm einen Glaubenssatz, den du bereits bearbeitet hast, und kehre den Gedanken um, wie oben beschrieben. Geh in deiner Vorstellung zurück in die Situation, in der der Gedanke in dir aufgetaucht ist. Meditiere über die Umkehrung und warte, bis sich Beispiele dazu zeigen.

Betrachte von dieser Situation ausgehend in deiner Meditation dein Leben und schau, ob du die Wahrheit dieser Umkehrung über dich auch in anderen Situationen finden kannst. Es kann sein, dass du das, was du im Spiegel der Umkehrung erkennst, nicht so gerne siehst. Wenn du jedoch tiefer schaust, kannst du die Unschuld der anderen Person wie auch deine eigene erkennen und bist wieder in der Liebe.

»Willst du der Liebe deines Lebens begegnen, schaue in den Spiegel.«
Byron Katie

4 Gefühle als Wecker – Dem Leiden auf der Spur

Gefühle wie Ärger, Angst, Enttäuschung und Eifersucht sind manchmal so heftig, dass sie unser ganzes Wesen durchdringen. Mit THE WORK werden diese Gefühle zu einem nützlichen Alarmzeichen.

Wie ein Wecker weisen sie uns darauf hin, dass es Zeit ist, einen Anker zu setzen und in eine Untersuchung der ihnen zugrundeliegenden leidvollen Gedanken einzutauchen.
Wir denken, daraufhin erleben wir ein Gefühl und handeln danach“, sagt Byron Katie.
Sie nennt es den Zyklus der Schöpfung.

Zusammengefasst: Denken – Fühlen – Handeln – Haben.

Es taucht ein Gedanke auf, der Gedanke zieht ein Gefühl nach sich, das Gefühl ruft eine Handlung hervor und die Handlung führt zu einem Resultat. Da die Gedanken jedoch flüchtig sind, bemerken wir die düstere Stimmung, den Schmerz oder den Ärger oft noch bevor uns der auslösende Gedanke bewusst wird.

So können schmerzhafte Gefühle uns auf die Spur der Stressgedanken führen. „Du hast mich wieder nicht gefragt hat!“, sagt Petra voller Wut zu Thomas, und während sie es sagt, ballt sich ihre Hand unbewusst zur Faust, ihr Körper ist angespannt, ihre Gesichtszüge und auch ihr Blick sind hart. Bis in jede Zelle ihres Körpers dringt der Gedanke. Sie wirft ihm einen Rattenschwanz von vorgängigen Versäumnissen an den Kopf, und schon sind sie mitten in einem Streit. Sie hat den Wecker überhört …

Kennst du die tobende Energie einer heftigen Wut,

die bedrückende Last von Angst und Sorgen, die Enge und Ratlosigkeit bei Verzweiflung? Oder warst du vielleicht schon einmal rasend eifersüchtig und dabei völlig außer dir? Gefühle sind an sich nichts Negatives. Ihre natürliche Lebenszeit ist kurz.

Dauert ein Kummer oder ein Stress jedoch in uns an und blockiert und belastet uns, so halten wir ihn mit unseren Überzeugungen aufrecht, die rund um das Thema kreisen. Welches belastende Gefühl drückt dich am häufigsten?

In Punkt 1 des Arbeitsblattes „Urteile über deinen Nächsten“

nutzen wir die Kraft negativer Gefühle, um die oft flüchtigen Überzeugungen im Zusammenhang mit einem belastenden Thema zu finden. Wer ärgert, verwirrt oder enttäuscht dich und warum?

In diesen Tagen kannst du dein Sensorium für deine Gefühlswelt vertiefen. Wie fühlst du dich jetzt gerade? Halte einen Moment inne, um die Antwort zu erspüren. Ist deine Stimmung friedlich oder bist du gestresst?

Übung:

Achte auf deine Gefühle. Halte abends Rückschau auf den Tag. Hast du die Wecker klingeln gehört? Notiere täglich mindestens eine belastende Emotion und finde den dazugehörigen Gedanken, zum Beispiel:

  • Wut beim Anruf von Hans. Ich bin wütend auf Hans, weil er mir nicht zuhört.
  • Angst am Nachmittag in der Firma. Ich habe Angst vor meiner Chefin, weil sie mich kritisiert.

Untersuche so viele dieser Überzeugungen, wie du magst. Notiere auf dem Arbeitsblatt „Untersuche eine Überzeugung“ den Kernsatz ohne das Gefühl. Beispiel: Hans hört mir nicht zu. Oder: Meine Chefin kritisiert mich. Schreibe deine Antworten auf. Welches stressvolle Gefühl dominiert gerade dein Leben und lässt dich leiden?

»Kein Mensch kann dich ärgern. Du ärgerst dich selbst, indem du deinen Gedanken glaubst.«
Byron Katie

Ende der Leseprobe aus dem BuchPerlen tauchen mit The Work of Byron Katie“ (S. 38-41)

cover-Kamphausen-colette-GruenbaumDetails zum Buch:

Perlen tauchen mit The Work of Byron Katie-
52 Anker im Gedankenstrom
von Colette Grünbaum
Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: Kamphausen Media GmbH;
Auflage: 1 – 27. März 2017
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3958831322
Preis: 16,95€

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