Mensch-Sein

Das Glück ist stets an deiner Seite

Blumen Sommer

Das Glück ist stets an deiner Seite

Die alles entscheidende Frage ist dabei: Was genau ist Glück für uns und wo suchen wir es? Viele Menschen wissen auf einer theoretischen Ebene, dass es selten ausschließlich in äußeren Umständen wie Job, Freunde, Familie oder in unserer finanziellen Situation zu finden ist. Es ist mittlerweile vielen bekannt, dass innere Entscheidungen, Bewertungen und Interpretationen eine Schlüsselrolle beim Finden von Glück, Sinn und Harmonie spielen. Und dennoch: Die Herausforderung besteht darin, dieses Wissen im Alltag tatsächlich zu leben.

Den Blick nach innen lenken

Hier sind sich alle spirituellen und geistigen Traditionen seit Menschengedenken einig: Glück und Harmonie finden wir nur in uns selbst. Es gilt unseren Blick mehr nach innen zu lenken. Das ist für unseren Verstand schwer zu begreifen. Laufend produziert er zahlreiche Gründe, was uns zu unserem Glück scheinbar noch fehlt: mehr Geld, einen anderen Partner, ein größeres Haus und so weiter. Wir machen Glück damit abhängig von äußeren Rahmenbedingungen. Teilweise erreichen wir das Gewünschte – und sind oft trotzdem nicht glücklich. Warum nicht? Weil wir im Außen nicht finden, wonach wir uns eigentlich sehnen, sondern nur in uns selbst. Doch was genau bedeutet das: „in uns selbst“? Gemeint sind damit unsere Gedanken und Gefühle, die eng miteinander verknüpft sind: Unsere Gedanken beeinflussen unsere Gefühle. Glück und Harmonie sind gefühlte Zustände des Herzens. Der Verstand produziert ausschließlich Gedanken: In Form von Vorstellungen und damit verbundenen Be- und Entwertungen liefert er uns ständig und oft unbewusst Maßstäbe, mit denen wir unser Leben als Ganzes sowie unser alltägliches Leben betrachten. Entsprechend fühlen wir uns. Viele Menschen möchten ihrem Alltag entfliehen, um „woanders“ mehr Harmonie und Glück zu finden. Dabei bedeutet „Alltag“ „Der Tag, der immer ist“ – oder auch „Der Tag, in dem alles enthalten ist, was ich für mein Glück und meine Harmonie brauche“.

Wir selbst machen unseren Alltag zur Last oder Freude

Eine Lösung besteht darin, zu erkennen, wie wir mit unseren eigenen inneren Entscheidungen und Interpretationen unseren „Alltag“ zu dem machen, was er für uns ist – Last oder Freude. Äußere Rahmenbedingungen wie Job, Familie oder Geld spielen dabei lediglich eine marginale Rolle. Lassen wir diese Erkenntnis zu, verstehen wir, wie essentiell das Annehmen unserer aktuellen Lebenssituation ist. Das bedeutet auf gar keinen Fall, dass wir zum Nichtstun verdammt sind. Ganz im Gegenteil: Es gilt, unsere aktuelle Situation weiterzuentwickeln und in Richtung unserer Vision verändern. Wichtig ist jedoch, zunächst „Ja“ zu sagen, zu dem, was jetzt gerade ist. Möglich wird das, wenn wir im Augenblick – oder wie es so schön heißt im „Hier und Jetzt“ – bewusst und präsent sind. Das mag banal klingen, ist jedoch eine der größten Herausforderungen unseres alltäglichen Lebens. Zu oft sind wir mit unseren Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft, selten wirklich im Augenblick. Es geht darum, unsere Gedanken wahrzunehmen: Was denke ich jetzt gerade über mich und mein Leben? Über meine Familie? Meinen Partner? Wo bewerte und verurteile ich?

Bewusstheit als Schlüssel zum Glück

Sich der eigenen Gedanken bewusst werden, öffnet den Blick für unsere inneren Entscheidungen, die unser Erleben von Glück und Harmonie erschaffen. Beide speisen sich aus einem inneren Frieden. Dieser ist unabhängig von gedanklichen Bewertungen wie „gut“ oder „schlecht“. Gemeint ist mit „bewusst machen“ nicht nur das Ziel, positiv zu denken und plötzlich alles gut zu finden. Vielmehr geht es um eine neutrale Haltung des Annehmens dessen, was jetzt ist. So bringe ich meine Gedanken zur Ruhe und schließe Frieden mit mir selbst. Glück und Harmonie empfinden wir in Momenten, in denen wir im Reinen mit uns und unserer Welt sind.

Aus diesem Grund erleben wir zwar immer wieder glückliche Momente, es erscheint uns jedoch schwer, einen dauerhaften Glückszustand zu kreieren. Zu diesem kommen wir nur über das wohlwollende Annehmen von allem, was ist, einschließlich vorübergehender Disharmonie. Das erfordert, uns selbst bedingungslos anzunehmen. So wie wir jetzt sind, mit allen Licht- und Schattenseiten. Denn wir sind bereits vollkommen. Das haben wir nur vergessen. Wenn wir wirklich unser Glück finden wollen, kommen wir nicht umhin, uns auf den spannenden Weg der Selbsterkenntnis zu machen. Es gilt dabei vor allem, uns selbst angstfrei zu begegnen. Für mich ist es ein großes Geschenk, in meiner Arbeit als Coach und Therapeut Menschen auf diesem Weg zu unterstützen. Die Essenz der Glückssuche habe ich in meinem Buch „Zehn Goldene Regeln für dein Glück“ zusammengefasst. Basierend auf der chinesischen Lehre des Qi Gong als der Kunst der Achtsamkeit, Bewusstseinsentwicklung und Energiekultivierung bietet es alltagstaugliches Handwerkszeug, die Theorie im Alltag umzusetzen – und damit Frieden, Glück und Harmonie zu finden.

Meditation als wertvolles Handwerkszeug

Meditation bietet dabei aus einem einfachen Grund hilfreiche Unterstützung: Jeder Mensch verfügt über einen inneren Raum voller Frieden, Vitalität und Freude. Als Aufmerksamkeits- und Bewusstseinstraining öffnet Meditation den Zugang zu diesem Raum, indem es die Gedanken zur Ruhe bringt. Das wirkt sich positiv auf unser körperliches und emotionales Wohlbefinden aus, ist scheinbar unspektakulär, für die persönliche Entwicklung jedoch überaus kraftvoll. Ein ruhiger Geist ermöglicht uns ein bewusstes Einlassen auf das Hier und Jetzt. So haben wir Gelegenheit zu fühlen, dass im Moment meist alles in Ordnung ist. Übertragen wir das auf unseren Alltag, sind wir so auf einem guten Weg, Glück- und Harmonie dauerhaft in unser Leben zu holen. Darüber hinaus können wir ungünstige Gedankenmuster erkennen und klären. Die Unterstützung durch einen Coach kann dabei hilfreich sein.

Glückliche Eltern sind die beste Voraussetzung für glückliche Kinder

Oft fragen mich Eltern, was sie tun können, um „glückliche Kinder“ heranwachsen zu lassen. Es klingt für unsere Ohren meist seltsam: Eltern tun das Beste für das Glück ihrer Kinder, indem sie mit gutem Gewissen ihr eigenes Glück finden. Wenn Eltern sich selbst erlauben, „einfach so“ glücklich zu sein, können sich die Kinder dasselbe leichter erlauben. Anders gesagt: Wenn Vater und Mutter sich selbst nicht lieben, ist es meist schwer, in Kindern das zum Empfinden von Glück und Harmonie so essentielle Gefühl zu wecken, liebenswert, einzigartig und wertvoll zu sein. Immer wieder kommen Eltern mit „schwierigen“ Kindern zu mir. Sie haben Verhaltensauffälligkeiten, Ängste oder verschiedene Stressphänomene. Oft sind es jedoch die Eltern, die den eigentlichen Coaching-Bedarf haben. Die Kinder drücken die Disharmonien der Eltern mit ihren eigenen Themen oft nur deutlicher aus. Fazit: Eltern weisen ihren Kindern allein dadurch den Weg zum Glück, indem sie ihren eigenen Weg dorthin finden.

(c) Thomas Damran Landsberg

Schlagworte für diesen Artikel:

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Wir freuen uns über eine Spende via Paypal

Den Artikel kommentieren

*