Flirtexpertin Regina Swoboda-Isanovic im Interview

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Flirtexpertin mikrofon interview audioInterview mit Flirtexpertin Regina Swoboda-Isanovic

Regina Swoboda-Isanovic ist Geschäftsführerin der Firma OPEN4LIFE.ch. Sie ist Flirtexpertin, Kommunikationstrainerin und Beziehungscoach für Singles und Paare. Seit vielen Jahren gibt sie regelmäßig Flirt- und Single-Seminare. Sie schrieb den Bestseller „Die Raffinesse einer Frau. Werden Sie Männerflüsterin“ (Köselverlag) sowie eine Gebrauchsanleitung für Männer im Umgang mit der Frau „Suche Frau, biete mich. Vom ersten Flirt bis zur glücklichen Beziehung.

Spirit Online im Interview mit der Männerflüsterin über das Geheimnis männlicher Ausstrahlung sowie das energetische Zusammenspiel zwischen Männern und Frauen:

Warum haben Sie als Frau einen Ratgeber für Männer geschrieben?

Ich gebe seit Jahren Flirt-Seminare und Beziehungstrainings für Frauen, Männer und Paare. Die Beziehungsfragen und -probleme, die die Männer mitbringen, sind immer die gleichen: Sie stecken entweder in der Kumpelfalle fest oder sind unzufrieden damit, dass sich die Dates mit einer Frau nicht weiterentwickeln – auch körperlich nicht. Wenn ich nach Gründen dafür suche, stelle ich fest: Die Männer sind nicht mehr männlich genug. Sie sind keine Kerle mehr. Und weil ihre Ausstrahlung nicht männlich ist, haben sie keinen Erfolg bei Frauen. Denn Frauen stehen nun mal auf echte Männer.

Wie haben die Männer ihre männliche Ausstrahlung verloren?

Beide Geschlechter haben sich seit Jahren von ihrer Männlich- bzw. Weiblichkeit immer weiter entfernt. Bei den Männern hat sich eine tiefe Unsicherheit entwickelt. Sie sollen zuhören, Babys wickeln und kein Macho mehr sein. Hinzukommt, dass die meisten Männer heute einen Schreibtischjob haben. Wie sollen sie da zeigen, dass sie Kerle sind? Sie hacken kein Holz mehr, jagen keine Feinde fort und reiten nicht mehr auf wilden Pferden. Wer am Computer sitzt, kommuniziert nicht maskulin, sondern linear und strukturiert. Wie ein typischer Nerd halt. Viele meiner Kunden sind typische Nerds. Sie sind furchtbar lieb, zuverlässig und intellektuell. Aber dass sie auch Männer sind, kommt bei den Frauen gar nicht mehr an. Und mit etwas Bewusstsein und Knowhow lässt sich das ändern.

Und Frauen haben ihre Weiblichkeit verloren?

Ja. Frauen sind durch die Emanzipation und durch das Business sehr männlich geworden. Wir wollen es den Männer gleich tun in einer Domäne, die lange nicht unsere war. Um dort zu bestehen, haben wir uns einen Habitus und eine Sprache zugelegt, die wir bei den Männern abgeguckt haben. Das Ergebnis ist natürlich Erfolg im Job. Aber auch Kampf und Härte, wobei die beiden letzteren meiner Erfahrung nach Frauen nicht besonders glücklich machen. Ich sehe das bei meinen Kundinnen. Zu mir kommen viele sehr erfolgreiche und sehr schöne Frauen, die kreuzunglücklich und zermürbt sind von diesem täglichen Kampf im Büro. Und die traurig sind, weil sie keinen Partner finden, zu dem sie aufschauen können. Oder sie erleben diese Machtkämpfe auch in ihren Liebesbeziehungen.
Das Paradoxe ist aber: Wenn diese Frauen weiblicher agieren würden, würden die Männer um sie herum sie unterstützen, anstatt sie zu bekämpfen. Im Übrigen funktioniert das auch im Businessleben sehr gut. Denn Männer sind von ihrem Wesen Frauen gegenüber her sehr unterstützend und hilfsbereit.

Nennen Sie ein Beispiel.

Nehmen wir ein Rollenspiel aus unseren Seminaren: Eine Frau kommt in einen Raum und geht auf einen Mann zu. Sie geht und spricht dabei ähnlich wie ein Mann. Die Folge: Der Mann im Raum reagiert auf sie automatisch wie auf einen Mann und behandelt sie auch so: er fällt in den Kampfmodus, weil er gegen andere Männer immer gewinnen will. Zehn Minuten später geht dieselbe Frau in den Raum. Dieses Mal von mir gebrieft, was der Mann nicht weiß. Sie verhält sich weiblicher. Fraulicher. Was passiert? Derselbe Mann springt auf, geht auf sie zu und bietet ihr einen Stuhl an. Von ganz allein. Und das hat nichts damit zu tun, dass er ihre Kompetenz anzweifelt. Er reagiert nur auf ihre weibliche Ausstrahlung. Die Folge: Für beide fühlt sich die Situation auf einmal gut an.

Helfen Sie Männern auch dabei, eine Frau ins Bett zu kriegen?

Sie meinen wie die sogenannten Pickup-Artists, die nur kalt eine Nummer schieben und Trophäen sammeln wollen? Nein, das liegt nicht in meinem Fokus. Pickup-Artists sind für mich keine Ratgeber. Sie wenden Psychotricks an und manipulieren, um sich über eine Frau zu erheben und sie „zu kriegen“. Eine Frau, die das merkt, wird es einem Mann heimzahlen. In meinem Buch geht es darum, wie Männer und Frauen eine echte und ehrliche Begegnung oder Verbindung erleben können, ohne dass einer dabei verletzt wird, unabhängig davon, wie weit es geht oder wie lange es dauert.

Sie sagen, Männer hätten es schwerer, eine Frau zu erobern als anders herum. Warum? Vielleicht sind Männer oft zu sehr auf Sex fixiert?

Die Männer, die sich von mir coachen lassen, wollen natürlich auch Sex. Aber nicht nur. In erster Linie wollen sie eine Partnerin an ihrer Seite, die sie wertschätzt. Die wollen nicht nur „Ficken“, um es mal ganz deutlich zu sagen, sondern auf allen Kanälen mit einer Frau zusammen sein. Mit ihr essen gehen, sich zeigen und mit ihr reden können. Ansonsten könnten sie auch zur einer Prostituierten gehen. Sicher gibt es Männer, denen das genügt. Aber Sex allein wird schnell schal. Meine Erfahrung ist: Ein erwachsener Mann mit gesundem Selbstwertgefühl will nicht nur einmal über eine Frau „drüberrutschen“, sondern auch Nähe, Gespräche und Vertrauen erleben.

Sie sagen, dass Frauen, um ihre Weiblichkeit besser fühlen zu können, die Unterstützung der Männer brauchen. Eine Frau wie Alice Schwarzer würde bei diesem Satz laut aufschreien. Wie ist das gemeint?

Wir Menschen sind auf die Spiegelung angewiesen. Ich kann jede Polarität nur durch ihren Gegenpol wahrnehmen. Natürlich kann ich, wenn ich in ein Lokal gehe, selbst den Mantel ausziehen oder den Wein einschenken. Wenn es aber der Mann tut, fühlt es sich für 99 Prozent der Frauen schöner an. Dieser Effekt lässt sich auf die Kommunikation zwischen den Geschlechtern und auch auf alle anderen Lebenssituationen übertragen.

Ein Beispiel: Ein Paar will ausgehen. Er: „Worauf hast du Lust?“ Schon dieser Satz nervt die Frau. Diese Haltung „Schatz, was willst du?“ ist nicht männlich. Ein Mann, der männlich und präsent ist, würde sagen: „Weiß du was: Heute zeige ich dir meinen Lieblingsitaliener. Was meinst du?“ Natürlich soll er nicht über sie hinwegentscheiden. Und natürlich kann sie immer „nein“ sagen und andere Vorschläge machen.
Der Unterschied ist nur: Es fühlt sich besser an, wenn er die Zügel in der Hand hält und den Rahmen vorgibt. Es hat etwas mit Sicherheit zu tun, die er gibt. Wenn ein Mann diese Sicherheit nicht bietet, übernimmt die Frau die männliche Rolle. Weil sie es natürlich genauso gut kann. Aber es fühlt sich für sie auf Dauer nicht gut an. Die Frau kann nicht entspannen. Wenn er den Fels in der Brandung darstellt, können wir abschalten. Frau sein, weiblich sein, kreativ, verspielt, was auch immer.

Und wenn ein Mann diese Sicherheit nicht ausstrahlt?

Wenn er uns diese Sicherheit nicht gibt und wir die männliche Rolle übernehmen müssen, passiert was? Genau! Wir verlieren die Lust auf Sex mit ihm. Das ist ein großes Problem in Partnerschaften, in denen die Frau mehr verdient als er. Dabei geht es eigentlich gar nicht ums Geld. Es geht um eine Haltung, eine Präsenz, ein Gefühl von Verantwortlichkeit. Wenn er nicht irgendetwas tut, bei dem sie seine männliche Energie bewundern kann, wird sie den Respekt verlieren. Das mag fürchterlich antiquiert klingen, ist aber so.

Wie kann ein Mann diese Sicherheit lernen?

Wenn Männer zu mir kommen, finden wir zuerst heraus, wofür sie sich interessieren, wofür sie sich stark machen. Viele mögen Motorräder. Weil sie aber verunsichert sind, trauen sie sich nicht, einer Frau zu sagen „Hey, ich fahr` ne Harley!“. Sie denken, das wirke zu angeberisch. Ich aber sage „Rede drüber. Denn wenn du es tust, fängst du an zu strahlen.“ Es geht nicht um Potenzersatz oder so etwas. Sondern darum zu zeigen, dass man für etwas Leidenschaft empfindet. Bei Frauen ist es umgekehrt genauso. Wenn eine Frau nur dafür lebt, einen Partner zu finden, merken Männer das sofort. Und ergreifen die Flucht. Ein Mann muss kein Alphatier sein. Aber er muss sein Potential leben. Das spüren Frauen wie ein Parfüm.

Männern, die Frauenratgeber schreiben, wird vorgeworfen, Sie würden Verrat am eigenen Geschlecht begehen. Sind Sie eine Verräterin weiblicher Tricks?

Im Gegenteil! Es geht natürlich auch in meinem Buch darum, wie man eine Frau erobert. Wir wollen ja auch erobert werden. Wir wollen nur nicht mit miesen Tricks ins Bett geschleppt werden. Es ist ein Spiel, das beiden Spaß machen soll. Und das beide Geschlechter über die Emanzipation leider ein wenig verlernt haben. Die Geschlechter sind aus der Übung, könnte man sagen. Männer wünschen sich Signale von einer Frau. Aber entweder kriegen die Männer diese Signale nicht mehr mit oder die Frauen haben verlernt, welche zu geben. Es ist wie mit einem fallengelassenen Taschentuch oder Augenkontakt. Welche Frau traut sich heute noch, einen Mann offen anzulächeln? Es ist verpönt, weil sie denken, es könnte als offenkundigen Angebot oder Anbiederung verstanden werden. Das ist es aber nicht. Es ist nur ein Schritt. Macht sie einen, kann er wieder einen tun. Wie beim Tanzen. Und wenn er gut tanzen kann, können wir uns fallen lassen. Viele Kundinnen sagen mir: „Ach, ich würde so gern mal wieder tanzen. Aber wenn der Mann nicht führt, bringt´s ja keinen Spaß.“ Und so ist es: Er muss nicht alles tun, aber er muss führen. Aber viele Männer haben Angst davor. Und sie sind bequem geworden. Viele Männer sind mit 48 Jahren immer noch große Jungs im alternden Körper.

Kurz und knapp: Was sind die fünf häufigsten Fehler, die Männer im Umgang mit einer Frau machen?

1. Mangelnde Aufmerksamkeit
2. Unausgewogene Kommunikation (sie reden nur von sich oder gar nicht)
3. Zu wenig Initiative oder überlassen der Frau die Entscheidungen
4. Zu viele Bedenken
4. zu lineares Vorgehen („Hallo. Bist du öfter hier? Willst du mit mir einen Kaffee trinken?“)

Und die fünf besten Tipps, um eine Frau zu erobern?
1. Echtes Interesse haben und zeigen
2. Spielerisch, humorvoll und außergewöhnlich sein
3. Ausstrahlung durch Zufriedenheit und die richtige Aufgabe haben
4. Entspannte Selbstsicherheit und Kommunikationsfähigkeit
5. Wissen, was man will

09.10.2021
Regina Swoboda-Isanovic
Autorin, Beziehungsexpertin und Inhaberin der Seminarfirma Open4Life

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Regina Swoboda-Isanovic

Regina Swoboda, Geschäftsführerin der Seminar- und Coachingfirma OPEN4LIFE, verrät nach 30 Jahren Forschung Männern und Frauen die Glücksformel zur Traumbeziehung.
Als Expertin für erfolgreiche Mann-Frau-Kommunikation – von der Presse “Männerflüsterin” genannt – führt sie dich Schritt für Schritt in die langersehnte Traumpartnerschaft und ins Beziehungsglück.
Die auf die Mann-Frau-Kommunikation spezialisierte Trainerin gibt u.a. regelmäßig Männer- und Frauenflüstererseminare.
Singles können sich bei www.singles2gether kennenlernen und zum Traumpartner ausbilden lassen.
Erfahre mehr unter www.open4life.ch


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