Selbstheilung - Übungen

Übung: Wie Du praktisch mit Verurteilung und Ablehnung umgehen kannst

umgang-mit-ablehnung-stairsDas Geheimnis hinter Ablehnung und Verurteilung!

Seien wir ehrlich – wer von uns hat noch nicht die Erfahrung gemacht, dass wir etwas von uns geteilt haben, etwas, was uns am Herzen lag und ganz besonders war, und komplett missverstanden und dafür abgelehnt worden sind?
Keine schöne Erfahrung!

Manch einer zieht sich danach verletzt in sein Schneckenhaus zurück, teilt erst einmal nichts mehr, wird vorsichtiger und selbst misstrauisch…

Nur das fühlt sich auf die Dauer ja auch nicht gut an! Wir wollen ja etwas von uns teilen, besonders die Herzensdinge und damit die Welt ein Stückchen heller und sinnerfüllter machen!!!

Was für Dinge können das sein?

…zum Beispiel spirituelle Erfahrungen, eine neue Sichtweise, Erkenntnis.

Neulich erzählte mir eine Klientin davon, in ihrer Familie als „verrückt“ betitelt worden zu sein, als sie davon erzählte, dass sie Naturgeister in Wald und Wiese wahrnehmen könne…

Ich selbst werde gerne mal als „abgehoben“ bezeichnet aufgrund eines Buches, in dem ich von dem seelischen Kontakt zu meinem verstorbenen Vater berichte und anderen spirituellen Erfahrungen.

Ablehnung, Verurteilung, abgestempelt werden – dies alles fühlt sich erst einmal nicht gut an!
Sicherlich ist es einfach zu sagen: nimm es doch nicht persönlich!
Aber das muss man in solch einer Situation auch erst einmal können, gerade weil man ja persönlich verletzt ist!

Wie also praktisch mit Verurteilung und Ablehnung umgehen?

Lass mich Dich Schritt für Schritt dahin führen und lass uns gemeinsam das Pferd von hinten aufzäumen!

Wenn Du magst, lass Dich auf dieses Experiment ein… und erinnere Dich an eine Situation im Alltag, in der Du einen anderen Menschen verurteilt oder abgelehnt hast. Nimm eine kleine Situation, das ist einfacher als die richtig großen Themen.
Gut.
Und jetzt frage Dich: was habe ich in dieser Situation empfunden?

Nein, nicht die Ablehnung ;), sondern davor? Bevor Du den Impuls hattest, den anderen abzulehnen, zu verurteilen und somit von Dir weg zu schieben??
Kannst Du tiefer gehen?

Es sind meistens Gefühle von Unsicherheit… Angst… Bedrohung.
Genau.
Wir fühlen uns bedroht. Aus dem Gleichgewicht gebracht. Empfinden Angst.

Und genau das ist der Punkt, wo unser Ego ins Spiel kommt. Ich benutze hier das Wort Ego für den Teil in uns, der uns „safe“ halten will, der auf uns aufpasst und alles das, was in irgendeiner Form für uns und unser Selbstbild bedrohlich sein könnte, bekämpft. Nicht, weil es böse wäre, sondern weil es uns, unser Selbstbild, so liebt und in Wahrheit schützen will…

Aus diesem Schutzinstinkt heraus wollen wir das, was uns bedrohlich erscheint, so weit wie möglich von uns wegschieben. Ein natürlicher Reflex.

Räumlich wegschieben geht oft nur bedingt. Und bedroht fühlen wir uns in den meisten Fällen auch eher emotional und mental. Was läge da näher, als den anderen abzustempeln, wegzuschieben, zu verurteilen, abzulehnen?

Was wäre, wenn sich hinter Ablehnung und Verurteilung in Wahrheit Angst verbirgt?

Eine interessante Frage, die zu Nachdenken einlädt.

Und eine Frage, die Antworten nach oben spült, die mir viel über mich selbst erzählen können, gerade auch über die Anteile von mir, die eher im Verborgenen agieren…

Angst als Triebfeder für Ablehnung und Verurteilung.

Wie viele unserer Ängste sind unbewusst, sind versteckt…
Wie viele Ereignisse, durch die wir uns gerade als Kinder bedroht fühlten, haben wir verdrängt?
Wie viele Ängste von unserem sozialen Umfeld aufgenommen und meist kritiklos übernommen?

Sich auf diesen Prozess einzulassen bedeutet auch, sich selbst viel näher zu kommen. Es macht Spaß, sich einmal ganz genau anzuschauen, wen und was man alles ablehnt und verurteilt… um dann tiefer zu gehen und sich zu fragen, was einem eigentlich solche Angst dabei macht. Oft löst dies eine Kettenreaktion aus und man schaut tief in das eigene Gefühlsleben und auch seine Vergangenheit hinein, besonders in jene Zeit, wo man klein und hilflos war und sich schnell bedroht fühlte.

Zurück zu der Erfahrung des Abgelehntwerdens… ­

Jetzt, wo Du durch dieses kleine Experiment gegangen bist, hast Du eine ganz andere und weitere Perspektive. Du hast den Wirkmechanismus des Ablehnens kennen gelernt.

Führe Dir jetzt eine Situation vor Augen, in der Du abgelehnt wurdest.
Gut.
Löse Dich für einen Moment aus den eigenen Gefühlen und schaue Dir Dein Gegenüber genau an.
Was passiert gerade bei diesem Menschen?
Siehst Du, wie er sich schützt? Erkennst Du seine (versteckte) Angst, die ihn zu dieser Reaktion veranlasst?

Vielleicht hast Du ein Aha- Erlebnis…

Vielleicht fällt es Dir wie Schuppen von den Augen…

Und vielleicht – und das wäre mein Wunsch für Dich – tut Dir Dein eigener Schmerz nicht mehr so weh. Weicht die Verletztheit dem Gefühl der tieferen Erkenntnis: Da ist ein Mensch, dem mache ich Angst. Angst durch das, was ich lebe, was ich erzähle, was ich erfahre, wofür ich stehe… er fühlt sich bedroht. Ihm ist das zu viel.

Themen, die solche Reaktionen typischerweise auslösen können sind oftmals Tod. Krankheit. Trauma. Ja, in gewissen Kreisen auch Spiritualität, alles das, was nicht direkt „greifbar“ ist.

Alles das, was das Alltagsdenken überschreitet, das kreative Denken und Fühlen herausfordert. Manche lassen sich darauf ein. Andere schützen sich.
Genau, wie wir selbst es ja auch tun und uns dieses Recht und diese Freiheit heraus nehmen.

Schau Dir auch dieses ca. 11 minütige YouTube Video zu diesem Beitrag an:

Wie du mit Ablehnung und missverstanden werden umgehst

08.10.2018
Ursula Schulenburg

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