Mensch-Sein

Ausgeglichen in der Arbeit – Selbstreflexion

FederAusgeglichen in der Arbeit

In meinem Job habe ich schon für viele Kunden und mit vielen Freelancern gearbeitet. Meist sind meine Kunden sehr zufrieden, aber immer klappt es halt doch nicht. Je länger ich selbständig als Webdesigner arbeite, desto mehr sehe ich, dass man es nicht immer kontrollieren kann, wie die Dinge laufen. Durch klare Kommunikation kann man vieles lösen, aber alles halt doch nicht.

Natürlich sehnt man sich nach Harmonie im Arbeitsalltag. Am besten wäre es, alle Projekte rennen super-smooth, alle ziehen an einem Strang, das Budget passt, die Kommunikation funktioniert gut (und gewaltfrei) und alle sind zufrieden. Aber die Arbeitswelt ist eben nicht perfekt.

Ausgeglichen bleiben…

Um ausgeglichen zu bleiben, egal wie die Arbeit gerade läuft, sehe ich es als notwendig, die richtige Einstellung zu Arbeit, Resultaten und seiner eigenen Rolle in dem Prozess zu haben. Man muss seinen Geist schon in guten Zeiten im positiven Denken trainieren, damit man es schafft, auch in schlechten Zeiten noch positiv zu bleiben.

Meditation hilft eine generelle positive Einstellung zu haben. Und im Arbeitsalltag gibt es noch ein paar weitere Techniken, die für unsere Ausgeglichenheit zuträglich sind…

1. Verantwortung übernehmen, ohne sich zu wichtig zu nehmen.

Man sollte Verantwortung übernehmen – das heisst auf alles passend reagieren und sich gut um seinen Verantwortungsbereich kümmern –, aber gleichzeitig sehen, dass man selber nur ein Rad in der großen Maschine ist. Ich glaube, wir überschätzen oftmals unsere Wichtigkeit. Auf gewisse Weise ist es ein Zufall, dass wir dort sind, wo wir sind und die Arbeit tun, die wir tun. Es könnte auch jemand anderes an unserer Stelle sein, oder wir könnten auch etwas ganz anderes tun.

2. Der Weg ist wichtiger als das Resultat

Klar – in der Arbeit geht es meist um die Resultate, im Besonderen, wenn man selbständig ist. Aber auch wenn man seine Ziele erreichen muss (weil man sonst nicht bezahlt wird), sollte man sich darin üben, den Weg dorthin als mindestens ebenso wichtig zu sehen. Wenn wir den Weg gerne gehen, können wir besser auf die Gegebenheiten reagieren und erkennen, was es eigentlich ist, was unsere Kunden und das Projekt wirklich brauchen. Und wir können es leichter akzeptieren, wenn das Resultat nicht ganz so aussieht, wie wir es uns gewünscht hätten oder wenn der Weg etwas unwegsam wird.

3. Keine Urteile

Eine weitere Technik ist es, keine schlechten Gedanken über andere zu hegen und nicht schlecht über sie zu reden. Denn so wie man über andere denkt, so denkt man auch über sich selber. Also sollte man immer versuchen, das Positive an anderen Menschen zu sehen. Man sollte sich in deren Rolle hineinversetzen und Mitgefühl für sie haben.

Grenzen abbauen

Im Endeffekt geht es darum, Grenzen abzubauen. Je offener man ist, desto wohler fühlt man sich und desto mehr lebt man im Einklang mit der Realität. Um Grenzen abzubauen, müssen wir uns so wenig wie möglich ein Bild von uns selbst machen, welches wir dann immer wieder gegen unsere Umwelt verteidigen und behaupten müssen und wir sollten uns anderen Menschen gegenüber öffnen. Dann geht alles einfacher. Und auch wenn’s nicht so einfach geht, können wir uns trotzdem okay fühlen, da wir Erfolge wie auch Misserfolge nicht zu sehr auf uns selber beziehen.

Und als angenehmen Nebeneffekt, werden wir auf diese Weise auch besser mit anderen Menschen zusammenarbeiten können, wodurch wir effektiver werden, Rückschläge und Enttäuschungen seltener werden und der Arbeitsstress nachlassen wird.

Ich wünsche Dir eine entspannte Arbeit und eine offene Beziehung zu Deinen Mitarbeitern und Auftragsgebern / Chefs. 😉

Alles Liebe, Sean.

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