Ayurveda

Ayurveda-Lifestyle-Gesundheitsmanagement 2, Grundlagen 

Wolfgang-Neutzler-Ayurveda-Lifestyle-2-lilyAyurveda Grundlagen
Lifestyle Gesundheitsmanagement 2

Im ersten Artikel haben Sie schon erfahren, was nach Ayurveda Gesundheit bedeutet. Sie haben aber auch schon erfahren, dass es im Ayurveda 3 Bioenergien gibt; Vata, Pitta und Kapha. Alles im Universum besteht aus diesen Bioenergien. 
Wie sie sich beim Menschen ausdrücken und welche Ungleichgewichte bei diesen Konstitutionen häufig auftreten können, wollen wir heute näher beleuchten:

Ayurveda Grundlagen – Erscheinungsbild der drei Doshas Vata, Pitta, Kapha

Drei grundlegende Funktionsprinzipien, die drei Doshas VATA, PITTA und KAPHA werden unterschieden. Sie liegen dem Wirken der Natur, dem Körper und seinen Funktionen, seiner  Struktur, den Gefühlen, dem Denken und Handeln zugrunde. 

VATA – das Prinzip der Bewegung (Luftelement)

Menschen, bei denen das Vata-Dosha dominiert, sind flink, heiter, lebhaft und aufgrund ihrer Gewandtheit und Fröhlichkeit oft beliebt. Sie sind kreativ und sehr spontan. Eine typische Vata-Eigenschaft ist schnelles Aufnehmen von Wissen aber auch ein schnelles Vergessen Das Kurzzeit-Gedächtnis ist also sehr ausgeprägt.
Vata-Konstitutionen lehnen häufig Regeln und Strukturen ab, nach denen sie ihr Leben ausrichten sollen – obgleich „mehr Regelmäßigkeit“ für Vata sehr heilsam wäre. Manchmal neigen sie dazu, sich aus einem übertriebenen Harmoniebedürfnis an Lebenssituationen anzupassen, die ihnen eigentlich nicht gefallen. 

Hier empfiehlt es sich:  Stehen Sie zu sich, denn sonst kann hier allzu schnell eine Störung entstehen.
Wenn das Vata-Dosha unausgewogen ist, können als negative Folgen eine geistige Fahrigkeit, Vergesslichkeit und Zerstreutheit, Schlafstörungen und Gelenkschmerzen etc. auftreten. 

Ganz typisch sind auch Muskel-Verspannungen und krampfartige Schmerzen. Aufgrund des leichten Körperbaus treten bei Vata-Typen leicht Probleme mit der Wirbelsäule und dem Bewegungsapparat auf. 
Die Haut neigt zur Trockenheit und früher Fältchen Bildung – Vata hat ein schlecht entwickeltes Unterhaut-Gewebe. Das Haar wirkt dünn und ist häufig brüchig. 
Typisch für Vata-Störungen sind z.B. auch „unregelmäßiges Stuhlgangverhalten“ und vor allem „Blähungen“ oder ein „aufgeblähter Bauch“ (kann auch sehr schmerzhaft sein). Vata-Störungen sind sehr häufig, da aufgrund der Sensibilität dieses Bewegungs-Prinzips sich Störungen sehr schnell manifestieren können.

PITTA – das Prinzip der Wärme und Energie (Feuerelement) – Das Prinzip der Umwandlung

Dieses ist verantwortlich für den Stoffwechsel. 
Pitta-Typen sind sehr lebendig, dynamisch, intensiv und leicht erregbar. Sie verfügen über einen wachen, scharfen Intellekt, sind jedoch manchmal auch überkritisch. Das Gedächtnis ist Interessegesteuert. Für den Pitta-Typ Interessantes wird schnell aufgenommen und kann auch gut behalten werden. Er hat also ein gutes Kurzeit- und Langzeitgedächtnis. Zusätzlich kann er viele Sinneseindrücke gut verarbeiten.

Pitta-Typen sind gute Organisatoren und gute Führungskräfte. Sie brauchen einen Freiraum, in dem sie sich entfalten können, ansonsten fühlen sie sich schnell wie in einem Gefängnis. Und dann sinnt der Geist sehr schnell danach, aus dieser begrenzten Lebens-Situation auszubrechen.
Haut und Haar sind rötlich, Haut und Augen sehr sonnenempfindlich. Die helle, zu Empfindlichkeit und Entzündungen neigende Haut reagiert schnell auf zuviel Sonne und auf heißes Klima, was das Pitta-Dosha erhöht und zu Sonnenbrand und Sonnenstich und Sonnenallergie führen kann. 
Pitta-Störungen können sich in einer „zu schnellen“  Verdauung (Durchfall, Diarrhö) ausdrücken, auch eine Übersäuerung des Magens mit Sodbrennen kommen häufig vor. 
Typisch für intensivere Pitta-Störungen sind Entzündungen, Bluthochdruck und Allergien

KAPHA – das Prinzip der Stabilität und Festigkeit (Erd- und Wasserelemente)

Kapha-Typen sind nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Sie wirken ausgeglichen und gemütlich. Sie zeichnen sich u. a. durch ein ausgezeichnetes Langzeitgedächtnis aus – es braucht zwar eine Weile, bis sich ein typischer Kapha-Typ etwas merken kann, dann ist es aber für „ewige“ Zeiten abgespeichert.
Der Körperbau ist eher kräftig und kompakt. Die Haut hat eine Tendenz zur Großporigkeit mit erhöhter Fettabsonderung. Die Haut wirkt kräftig und dick. Das Haar ist seidig und dicht. Kapha-Typen besitzen geistig und körperlich statische Kraft und Ausdauer.  

Bei gestörtem Kapha sind Gewichts- und Verdauungsprobleme vorprogrammiert. Verschleimungen der Atemwege (inklusive Nasennebenhöhlen) weisen ebenso auf ein erhöhtes Kapha hin.  Bei den meisten stoffwechselbedingten Störungen ist Kapha beteiligt. 
Eine der intensivsten Störungen wird als Cellulite bezeichnet, ein Grund, diese nicht einfach hinzunehmen, sondern die zugrundeliegende Kapha-Störung zu beheben.

Mischtypen

Misch-Typen kommen häufiger vor als reine Vata-, Pitta- oder Kapha-Naturelle. 
Die Bestimmung des Ayurveda Konstitutions-Typs erfolgt durch traditionelle ayurvedische Diagnosetechniken wie die gründliche Anamnese, Pulsdiagnose und Zungendiagnose, bei einem/r ayurvedisch ausgebildeten Therapeuten/in (Heilpraktiker, Arzt, Ernährungsberater etc.).
Durch einfache Fragebogen können Sie zwar schon einen Hinweis bekommen, welcher Konstitutionstyp Sie sein könnten, meist ist diese Abfragetechnik, vor  allem wenn Sie sie für sich selbst durchführen, zu ungenau um eine wirkliche Hilfe zu sein. Die eigene Wahrnehmung ist nicht immer wertfrei, denn sie ist von unseren Gewohnheiten und Werturteilen geprägt.

Die richtige Konstitution zu wissen und zusätzlich auch noch die Störungen richtig einschätzen zu können, ist die beste Voraussetzung für ein Regenerieren und Heilen – dann können die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Ungleichgewichte auszugleichen. 
Der Nachteil dieser beiden ersten Methoden ist, (Eigenanalyse oder die Konstitutions-Bestimmung durch einen erfahrenen Therapeuten) dass man sich mit dem, was als Konstitution „rauskommt“, nicht identifizieren kann.

Im Laufe meiner Arbeit als Ayurveda-Lehrer und als Ayurveda-Heilpraktiker hat sich immer mehr eine ganz besondere Technik rauskristallisiert, wie man seine eigene Konstitution wirklich erkennen und erfahren kann.Ich habe dafür ein 2-Tages-Seminar entwickelt „Ayurveda-Basics“ in dem alle Teilnehmer u.a. die eigene Konstitutions-Bestimmung erarbeiten und gleichzeitig noch die Fähigkeit erlangen, die Konstitution für andere Menschen durchzuführen (z.B. für Partner und Familienangehörige).Dieses Erfahrungs-Seminar gibt die Möglichkeit, mit der eigenen Konstitution unter fachlicher Anleitung in Verbindung zu kommen, was es dann auch sehr erleichtert, Zeichen der Konstitution und Zeichen von Ungleichgewichten voneinander zu unterscheiden.

Im Ayurveda heißt es, nur wer seine eigene Konstitution kennt und lebt, kann auf Dauer gesund sein und gesund bleiben.
Um in Einklang mit sich selbst zu leben, bedarf es also des Wissens um die eigene Konstitution und der Ungleichgewichte, die im Moment vorherrschen. Erst dann kann ich wirklich entscheiden, was mich wieder ins Gleichgewicht bringt und was mich im Gleichgewicht hält.

Vergessen Sie nicht:

Nur wenn Sie in Ihrer Kraft sind, „wenn Sie sich wirklich leben“, können Sie nach Ayurveda auf Dauer gesund und glücklich sein.
Ungleichgewichte sind oft sehr subtil. Mit der Zeit werden diese aber deutlicher und Krankheitsbilder entstehen. Ayurveda kann die Störungen viel früher erkennen wie die westliche Medizin. Denn wer nicht rechtzeitig gegensteuert, muss damit rechnen, dass die Störungen immer intensiver werden. Dadurch entstehen Krankheitsbilder, die nicht mehr so leicht zu heilen sind – akute, wie z.B. Bluthochdruck, Allergien und Entzündungen – aber auch chronische und degenerative Erkrankungen – vor allem ab der Lebensmitte – „Verschlackungen des Körpers“ 

Ayurveda  gibt gezielt Anleitung, wie man die Störungen beheben kann

Vor allem chronische und degenerative Krankheiten, sowie Stoffwechselstörungen sind durch Ayurveda deutlich zu verbessern, evtl. auch auszuheilen.
Die zwei wichtigsten Pfeiler dazu sind die Lebensweise und die Ernährung, die jeder entsprechend seiner Konstitution und seiner Störungen individualisieren kann.

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es. Nehmen Sie Ihre Gesundheit in die eigene Hand – Ayurveda verspricht demjenigen ein glückliches, gesundes und langes Leben, der achtsam mit sich und seiner Gesundheit ist.

Tipp:

Wechselseitige Nasenatmung – Anuloma Viloma
Diese Übung dient dem Ausgleich der Gehirnhälften und verhilft Ihnen zu mehr Ruhe, Gelassenheit und stärkt die geistigen Fähigkeiten.
Beschreibung:
Hier ein Link zu einem Video von Yoga-Vidya, in dem die Wechselatmung –
>>> Anuloma Viloma gezeigt wird.

Im nächsten Artikel geht es dann um die Tages-Routine. So wie die Konstitution des Menschen sich durch die Prinzipien Vata, Pitta und Kapha definiert, wird auch der Tag und die Nacht durch diese Prinzipien geprägt.
Es geht dabei um Empfehlungen, was zu welcher Zeit am günstigsten zu tun ist und zu welchen Tageszeiten man entsprechend seiner Konstitution am ehesten zu Ungleichgewichten neigt. >>>Zu Artikel 3


Wolfgang NeutzlerIch berate Sie auch gerne persönlich:
Mein Name: Wolfgang Neutzler –
Telefon: 09073 – 44 80 761 oder Mobil: 0157 – 51 27 10 25

Ayurveda-Schule-NLSchule für Ayurveda – Wolfgang Neutzler –
im Bildungszentrum Rosenschloss
89423 Gundelfingen an der Donau

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