Aufstieg & Lernen

Liebe ist der Schlüssel zu allem

400-627-mahima-love-silence„Liebe ist der Schlüssel zu allem und Gott wohnt in der Stille.“

Inspiriert von der außergewöhnlichen Präsenz und motiviert durch die Erfahrungen rund um ihr zu Herzen gehendes Buch, freue ich mich ganz besonders, Mahima Lucille Klinge als eine bedeutende Persönlichkeit und wegweisende Kraft der spirituellen MentorINNen interviewen zu können.
Sie ist eine extrem erfolgreiche und fesselnde Lehrerin, Workshop- Leiterin, Personal Coach, eine inspirierende Rednerin und Autorin des Nummer 1 Bestsellers “The Inner Peace Formula”, welches auch auf Deutsch unter dem Titel “Love Silence, Dein Weg ins Abenteuer des Jetzt” erschienen ist.

Hier ihre Gedanken: 

SO:
„Liebe ist der Schlüssel zu allem und Gott wohnt in der Stille.“
Das ist einer der Sätze, der mir auf deinem Buchumschlag, Love Silence – Dein Weg ins  Abenteuer des Jetzt sofort aufgefallen ist. Dieser Satz berührt mich, weil er mich daran erinnert, dass Gott in mir ist.
Wie fühlt es sich für dich an, wenn du Gott in deiner persönlichen Stille begegnest? Und:
Was bedeutet Stille?

Mahima:
Gott zu begegnen ist nichts Temporäres, nichts, was nur in bestimmten Momenten passiert, es ist ein anhaltendes Engagement immer tiefere Lagen zu entdecken und zu erforschen. Die Stille macht es leichter, dies zu erkennen. Denn die Stille blendet alles aus, was uns daran hindert, das Göttliche in uns zu fühlen, zu erleben und letztlich zu sein. Wer dies in der Stille der Meditation erlebt, ist in der Lage es dauerhaft im Alltag zu manifestieren. Denn genau wie Gott ist auch die Stille permanent da. Wie jedes Geräusch hat auch die Stille eine eigene Frequenz und wer diese Frequenz einmal für sich verinnerlicht hat, der kann sie immer und überall hören.

Stille ist für unsere Seele wie Wasser für den Körper. Sie ist die Quelle und Ursprung von allem. Sie ist unsere Essenz. Viele Menschen verwenden den Begriff Universum als Synonym für Gott. Doch woraus besteht das Universum zu 99%? Genau, aus purer und reiner Stille.

SO:
Meditation ist in Alltag angekommen. Ja geradezu Trend und schick. Erwartungen werden damit verknüpft. Doch scheint der Zugang zum inneren Raum, der Weg zur inneren Stille mühevoll und harte Arbeit zu sein.
Warum mühen sich deines Erachtens so viele Menschen oft über Jahre vergeblich, diese Stille er-leben zu können?

Mahima:
Weil sie genau das glauben. Die allermeisten Menschen haben bereits von Meditation gehört oder gelesen, bevor sie es zum 1. Mal praktizieren. Und was sie dadurch glauben zu wissen ist, dass es schwer sei, dass es ein langer und mühsamer Weg sei so etwas wie Erleuchtung zu erlangen, dass sie es vielleicht nie schaffen werden. Wer davon überzeugt ist, dass es schwer ist, wird wahrscheinlich genau das erleben. Und wer versucht, krampfhaft an nichts zu denken und sich für jeden Gedanken, der die Stille durchbricht, Vorwürfe macht, wird niemals innere Stille erlangen. Der Schlüssel liegt in der Akzeptanz. Wenn wir anfangen zu meditieren, ist es wichtig zu akzeptieren, dass die Gedanken kommen. Gedanken sind wie Wolken an einem blauen Himmel. Wir sind der Himmel. Das Geheimnis liegt darin, an diesen Gedanken, die immer wieder aufkommen, nicht festzuhalten, sondern sie wie Wolken vorbei ziehen zu lassen. Je weniger Beachtung wir ihnen schenken, desto seltener tauchen sie auf und desto schneller erleben wir Stille.

SO:
Meditation und Achtsamkeit sind eng mit einander verknüpft. Kannst du das näher erläutern wie beides zusammen zu verstehen ist?

Mahima:
Meditation führt automatisch zu mehr innerer Klarheit, die uns hilft, die Dinge besser zu verstehen. Dieses Verständnis wiederum führt zu mehr Achtsamkeit. Achtsamkeit gegenüber unserer Umwelt und unseren Mitmenschen. Und, was viele Menschen, denen ich bei meiner Meditation begegne, bei aller Empathie gegenüber anderen oft vergessen: Achtsamkeit gegenüber sich selbst. Menschen, die sich für Spiritualität und Meditation interessieren sind oft offenherzig und tolerant gegenüber anderen, scheitern aber daran diese Werte auf sich selbst zu übertragen. Dies ist ein Schlüssel und wichtiger Bestandteil meiner Lehren.

SO:
Was hat dich in deinem Leben zur Meditation gebracht? Und wie hat sich dein Leben dadurch verändert? Und kannst du uns etwas über dein Konzept „Love Silence“ verraten?

Mahima:
Haha, das ist eine schöne Geschichte. Ich war Anfang zwanzig , frisch geschieden und reichlich durcheinander. Eigentlich wollte ich für einige Zeit nach Miami, bin statt dessen auf Anraten eines Freundes kurzentschlossen nach Indien – One-Way-Ticket nach Mumbai und von dort weiter nach Pune, in Osho’s Ashram. Bis dahin hatte ich keinerlei Berührungen mit Meditation oder Spiritualität.
Da saß ich nun also, inmitten hunderter Osho Anhänger und schaute wie gebannt auf die Leinwand von der er zu uns sprach. Und ich saß auch noch da, lange nachdem das Video zu Ende und ich ganz allein dort war. Das war der Moment, an dem ich anfing zu leben und aufhörte, auf den Tod zu warten. Nach diesem Abend war ich nicht mehr dieselbe. Traurigkeit und Angst, die mich zurück gehalten hatten, waren weggeschmolzen wie Schokolade auf der Zunge. Wie aus einem Brunnen sprossen positive Gefühle in mich und überfluteten all meine Sinne.
Und das nach meiner allerersten Begegnung mit Meditation überhaupt. Das ist es, was ich den Menschen vermittle, wenn sie zu mir kommen. Vergiss alles, was du vielleicht schon über Meditation und Spiritualität weißt. Vor allem, dass es mühsam wäre. Öffne dich und sei bereit für diese unerschöpfliche Quelle positiver Energie.

SO:
Wann und warum hast du deinen Entschluss gefasst Menschen deine Erfahrungen Nahe zu bringen?

Mahima:
Naja, ich habe 5 intensive Jahre mit meinem Guru und Lehrer Sri H. W. L. Poonja (Papaji) verbracht und als dieser im September 1997 verstarb fühlte ich eine klare Berufung und Passion meine Erfahrungen und tief verinnerlichte Klarheit mit der Welt zu teilen. Ich habe mein Talent entdeckt und es ist einfach für mich Menschen schnell zu nächsten Stufe ihrer Entwicklung zu bringen.

SO:
Wir sind keine Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern spirituelle Wesen, die erfahren, Mensch zu sein. Wie siehst du das. Und was kannst du uns über deine Auffassung zu Spiritualität sagen?

Mahima:
Der menschliche Körper ist der Schlüssel zum Hier und Jetzt. Im Gegensatz zum Verstand kann er nicht nach Belieben durch Zeit und Raum wandern. Deshalb finde ich es wichtig, dort anzusetzen. Je länger und intensiver ich es schaffe, im Hier und Jetzt zu verweilen, je tiefer ich in die Stille des eigenen Selbst eintauche, desto klarer wird mir, dass ich mehr bin, als die Kombination aus Körper und Geist. Etwas, was schon immer war und immer sein wird:
Ziel ist es, zu begreifen und zu verinnerlichen, dass ich nicht mein Verstand, nicht mein Ego bin, sondern dieses spirituelle Wesen, dass sich jenseits des Verstandes und des Egos befindet.

SO:
Ich habe in meiner Rezension zu deinem Buch seinen Charakter als ‚Brücke zwischen Spiritualität und Wissenschaft‘ herausgestellt. Ist es nicht auch eine Brücke zwischen unterschiedlichsten Kulturen und  Glaubenssätzen?
Empfindest du dich als eine solche ‚Brückenbauerin‘?

Mahima:
Zuerst einmal vielen Dank für deine wundervolle Rezession. In der Tat finde ich es wichtig, diese Brücken zu bauen. Lange Zeit wurde Meditation rein esoterisch betrachtet. In den letzten Jahren hat sich diese Sichtweise jedoch verändert. Immer mehr Studien tauchen auf, die die Vorteile der Meditation auch aus wissenschaftlicher Sicht belegen. Mir ist es wichtig, diese beiden Welten, Spiritualität und Wissenschaft, zu einen.
Genau wie die Welten zwischen unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen. Wer versucht, Glauben mit dem Verstand zu greifen, wird stets auf Unterschiede zwischen einzelnen Glaubenssätzen stoßen. Auf diese (Denk-)Weise wird sich ein Glaube immer vom anderen unterscheiden. Mir geht es darum, Glauben mit dem Herzen zu verstehen. Nur wenn ich Glauben jenseits des Verstandes, jenseits des Egos begreife, erkenne ich, dass letztlich alles eins ist. Unabhängig von Herkunft, Kultur oder anerzogener Glaubensrichtung.

SO:
Was möchtest du unseren LeserINNEN als alltagstauglichen Tipp mit auf den Weg geben?

Mahima:
Mache Meditation nicht zu einer Pflichtübung sondern verliebe dich darin dich selber zu erforschen, mehr und mehr über dein eigenes tiefes Selbst zu erfahren. Fang eine Liebesaffäre mit dir selbst an und mache Meditation zu deinem „Lifestyle“.
Mir ist es wichtig, Spiritualität alltagstauglich zu machen, die Klarheit, die innere Stärke und das Fokussieren aufs Wesentliche, welches das Meditieren mit sich bringt, im beruflichen und privaten Alltag zu nutzen. Meditation sind nicht die 20 Minuten, die ich allein zuhause oder in der Gruppe sitze und ruhig atme. Meditation ist das Leben. Jeden Augenblick bewusst im Hier und Jetzt leben ist der Schlüssel, um die Vorteile der Meditation in den Alltag zu übertragen.

SO:
Mahima, ich bedanke mich HERZlichst für unser Gespräch.
Hier und jetzt alles Liebe für dich.

Mahima:
Vielen HERZlichen Dank an DICH Heike für das Privileg das ich meine Passion und meine Freude mit dir und deinen wundervollen Lesern teilen darf. Dank auch dafür dass du diese großartige Plattform geschaffen hast wo man lernen, wachsen und teilen kann.

Das Gespräch führte Heike Schonert für spirit-online

Mehr über Mahima und ihre Arbeit erfahren Sie hier: www.lovesilence.com

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