Unter Uns

Von schlechten Witzen und Weinbergschnecken

Schaf-Ameise-spirit-von-untenVon schlechten Witzen und Weinbergschnecken

Mal ganz unter uns: Der gute alte Thomas von Aquin hat wohl als einziger heller Kopf es wirklich mit seinen 5 Wegen auf den Punkt gebracht. Was? Den Gottesbeweis. Wie? Dazu komme ich gleich; ich möchte nur noch vorweg zum besseren Hineinfühlen in die Thematik zum Besten geben, dass unser Lieblings-Italiener, Tommy, ein so schlaues Kerlchen war, dass er in Spitzenzeiten, so heißt es, bis zu vier Schreiberlingen gleichzeitig seine Gedankenblitze diktiert hat; inhaltlich gefiel das nicht jedem. Schon gar nicht dem damaligen Herrscher Karl, der ihn mutmaßlich vergiften ließ, so dass Tommy nicht mal fünfzig Lenze alt wurde und sein Tod im Grunde noch heute ein Fall für „Criminal Minds“ und „Bones“ wäre.

Ich kenne übrigens niemanden, der alles von ihm gelesen hat. Zugegeben, auch Thomas von Aquin hat ein bisschen geluchst und copy paste bei Platon und Aristoteles gemacht; aber ohne Google konnte man eben damals noch locker und furchtlos-mutig behaupten, das Copyright läge bei einem selber, ohne dafür an den Pranger gestellt zu werden oder seinen Job zu verlieren.

Und da man früher im Vergleich zu heute noch geschwollener sprach, übersetze ich mal kurz und pragmatisch: Tommy geht davon aus, dass…

  1. …alles, was sich bewegt, bewegt worden sein muss
  2. …alles, was bewirkt wurde, eine Ursache hat
  3. …aus allem, was scheinbar zufällig da ist, ein absolut notwendiges Wesen zu folgern ist
  4. …wenn es halbwegs vollkommene Wesen gibt, es ein absolut vollkommendes Wesen geben muss
  5. …es einen obersten Ordner geben muss, der das Geordnet-Sein der Welt, denn irgendwo steckt da ja nun doch etwas an Ordnung dahinter, auch wenn es gerade heute nicht danach aussieht, zu verantworten hat.

Klingt irgendwie logisch, oder? In seinem bewegten Leben hat „Uns Tommy“ so manch’ Spießergesellen, was in seiner primären Bedeutung nicht dasselbe ist wie Spießgeselle, verärgert. Seine Familie mit eingeschlossen, da Thomas von Aquin ja in einen Orden eintrat, der ganz und gar nicht hip war. Die Benedektiner-Mönche lebten nämlich ausschließlich vom Betteln. Tommys Motto muss also gewesen sein: Back to the Roots – und so fand er auch seinen Gottesbeweis.

Seine hier von mir skizzierten fünf Wege zu Gott erinnern ein bisschen an die Prädikatenlogik, die geht ja auch nicht immer einwandfrei auf, aber, es ist ein schön klarer Ansatz, der sogar bis heute noch diskutiert wird. Thomas von Aquin ist Jahrgang 1255, heute haben wir 2016. Also brauchten wir bislang pro Tommy-Statement etwa 130 Jahre und mehr ohne ein Ende der Fahnenstange in Sicht zu haben. Eine Weinbergschnecke ist echt ein Speedy Gonzalez gegen uns Menschen. Obwohl doch all die schlauen Forscher und Denker es längst begriffen haben:

„Suchet in der Natur, wenn Ihr Gott und die Wahrheit finden wollt“, sagt schon Paracelsus. Selbst Darwin erkannte: „Ich habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott. – Die Unmöglichkeit des Beweisens und Begreifens, dass das großartige über alle Maßen herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig geworden ist, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes“. Und Kollege Planck brachte es prägnant mit den Worten auf den Punkt: „Gott steht für den Gläubigen am Anfang, für den Physiker am Ende alles Denkens“.

Dann will ich jetzt mal Gas geben, die Weinbergschnecke überholen, und Euch -ganz unter uns- von zwei in der Größe völlig unterschiedlichen Beispielen aus den Naturwissenschaften berichten; in ihrem Inhalt sind sie jedoch identisch. Denn im Grunde ist doch alles ganz klar und einfach so wie wir keinen Computer benötigen, um vorwärts zu kommen; wir machen ganz einfach einen Schritt vor den anderen und kommen voran – welch’ Wunder – ohne Rechner!

Gut, schauen wir uns zum Beispiel einen bemerkenswerten Mini-Parasiten, den Kleinen Schafleber-Egel an. Das mini -und superschlaue Ding schafft es als Mageninhalt der Ameise seinem Wirt buchstäblich zu Kopf zu steigen und ihn so zu manipulieren, dass die Ameise hoch oben auf das letzte Ende des Grashalmes klettert und dort so lange verharrt, bis sie vom nächsten Schaf gefressen und der Kreislauf geschlossen wird. Das soll Zufall sein oder hat sich der Parasit das ausgedacht ? Wer soll das glauben ?

Mein zweites Beispiel aus der Naturwissenschaft ist ein bisschen größer. Mein prüfender Blick fällt auf unsere durch ihre Atmosphäre wunderbar geschützte Mutter Erde, den blauen Planeten, die bewohnbare Zone der Milchstraße; -wohl temperiert mit nahezu konstanter Umlaufbahn, idealer Rotationsgeschwindigkeit und den idealen Nachbarn wie den Mond, unseren Garanten für Stabilität und Verursacher für Ebbe und Flut. Das alles soll Zufall sein? Da muss sich doch selbst der naivste und blindeste Atheist totlachen – oder etwa nicht?

 


Norbert Stolze© by Norbert Stolze, Leib & Seele Coach, Heilpraktiker für Psychotherapie & M.A. Pädagogik, Englisch, Deutsch, Psychotherapie, Hypnosetherapie, Reiki- und Chakratherapie I PR & Fachartikel mit und für Leib & Seele I Mitglied im Verband Unabhängiger Heilpraktiker  I http://zwangsstoerungen.jimdo.com/
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