Aufstieg & Lernen

Wir haben schon alles, was wir brauchen

SonnenaufgangNeale Donald Walschs Botschaft von Andreas B. Müller

von Neale Donald Walsch

Wir haben schon alles, was wir brauchen

Wir haben schon alles, was wir brauchen Neale Donald Walsch feierte letztes Jahr das 20-jährige Jubiläum der Erstausgabe seiner transformierenden Gespräche mit Gott-Reihe und erhielt unter anderem den «2015 Spiritual Service Award» des amerikanischen Magazins ‚Elevated Existence‘. 

Eine der wichtigsten Aussagen in Walschs Arbeit und in seinen über 30 Büchern ist, dass wir nicht hier sind, um Weisheit zu gewinnen oder zu wachsen und uns zu entwickeln. «Wir haben schon alles, was wir brauchen.» sagt der Bestsellerautor. «Unsere Aufgabe auf dieser Erde ist, uns daran zu erinnern, wer wir in Wirklichkeit sind und dies dann anderen zu zeigen.»

In seinen Vorträgen und Workshops erklärt er anhand des Beispiels einer Eiche, dass diese nicht lernen muss, ein schöner, grosser Baum zu werden. Vielmehr war es einfach ein Samen, in dem der ganze «Bauplan» verschlüsselt war. «Was denken Sie, was Gott in Ihnen zu verschlüsseln fähig ist, wenn sie in der Lage ist, in einem fingernagelgrossen Samen alles Nötige zu kodieren, um ein Baum zu werden? » erklärt er. Das Gespräche mit Gott-Material lässt vermuten, dass wir bereits mit allen Informationen geboren werden, die wir benötigen, um zu wachsen und zu verstehen. Die Informationen sind auf zellulärer Ebene eingebunden. Sie sind wie Daten auf dem Mobiltelefon: erreichbar, wann immer wir wollen.

Das Ziel unseres Daseins ist allerdings nicht nur, uns daran zu erinnern, wer wir sind, sondern vor allem auch, zu erkennen und mit anderen zu teilen, dass wir Eins sind mit Gott und allen und allem anderen in der Welt.

Walsch sagt, dass es vier grundlegende Fragen im Leben gibt, die wir uns stellen müssen: «Wer bin ich?“, «Wo bin ich?», «Warum bin ich, wo ich bin?» und: «Was will ich nun mit diesem Wissen konkret anfangen?» Die Antwort auf die erste Frage, die er von Gott bekommen hatte, ist, dass jeder von uns eine Individuation der Göttlichkeit selbst ist.

Ich bin dem Leben nicht ausgeliefert, sondern auch dessen Ursache.

«Ich bin in Bezug zu Gott das, was eine Welle auf dem Meer ist, ein Ausdruck von ihm. Ich bin nicht der Ozean selbst, aber ich bin sicher eine Welle auf der Oberfläche des Ozeans, deshalb bin ich nicht vom Meer getrennt… Ich bin ein Ausdruck des Göttlichen. Da dies wahr ist – und ich behaupte und glaube, dass dies so ist –, kann mir nichts passieren. Und alles muss durch mich geschehen, das heisst, ich muss auch die Ursache einer Sache sein. Plötzlich verändert sich die ganze Sicht: Ich bin dem Leben nicht mehr bloss ausgeliefert, sondern auch dessen Ursache. Das ist keine kleine Verschiebung… Sie verändert die Gesamtheit meiner Erfahrung.»

Im Band 1 der Gespräche mit Gott heisst es: «Der erste Schritt, um irgendetwas zu verändern, besteht darin, dass ihr erkennt und akzeptiert, dass ihr es so gewählt habt». Walsch wurde gesagt, dass «wir alle eins sind», und da es nur einen von uns gibt, erschaffen wir alle gemeinsam die äusseren Umstände, Ereignisse, Situationen und Ergebnisse in der physischen Welt. Allerdings entscheiden wir individuell, wie wir auf das reagieren, was wir gemeinsam erschaffen. Und dies sei der Schlüssel.

«Der Prozess, in dem wir unsere eigene Realität erschaffen, hat zwei Seiten: Zuerst kreieren wir gemeinsam die äusseren Umstände, Ereignisse, Situationen unseres Lebens. Und dann wählen wir in uns drin, wie wir auf individueller Ebene auf diese kollektive Schöpfung reagieren.»

Die grössten Missverständnisse

Im letztes Jahr erschienen Buch Gottes Botschaft an die Welt: Ihr habt mich nicht verstanden! beschreibt Neale die grössten Missverständnisse über Gott. Als grösstes bezeichnet er die Vorstellung, dass Gott irgendetwas brauche, um glücklich zu sein. Und als zweitgrösstes der Glaube, dass Gott wertend und verurteilend sei.

Verschiedene Religionen lehren, dass wir bestimmte Regeln befolgen müssen, ansonsten wir sicherlich bestraft werden, sagt Walsch. «Wenn wir am Sonntag nicht zur Kirche gehen, am Freitag die Beichte nicht ablegen oder uns nicht dreimal nach Osten verneigen, werden wir Gott enttäuschen, eine Sünde begehen und um Vergebung bitten müssen. Viele Religionen der Welt lehren, dass es möglich sei, Gott zu beleidigen, weil Gott Bedürfnisse hat, die wir erfüllen müssen. Und wenn wir Gott beleidigen, müssen wir einen Weg finden, damit uns Gott vergibt – oder wir nicht in den Himmel kommen», erklärt er. «Das ist der schädlichste und selbstzerstörerischste Glauben, den wir über Gott haben können. Was wäre, wenn Sie in einer Welt leben würden, in der Gott weder etwas wünscht noch etwas braucht? Das ist das allergrösste Missverständnis! Und die anderen sind, dass Gott wertend, verurteilend und strafend sei, und dass einige Sünden unverzeihlich seien.» Es ist wichtig zu erkennen, dass Gott weder strafend noch unversöhnlich ist, denn dieser Irrglaube gibt den Menschen die moralische Autorität, auf dieselbe Weise miteinander umzugehen. Nicht nur in den persönlichen Begegnungen, sondern weltweit. Wenn dieser Glauben entfernt wird, wird diese Autorität entfernt.

«Wenn Sie Gottes Verurteilungen und Verdammungen vom Tisch haben, fallen die moralischen Rechtfertigungen weg für den IS, für die Todesstrafe in Texas und für nahezu jeden Akt der (Selbst-)Gerechtigkeit den Menschen begehen, und zwar nicht nur in diesen Tagen und Zeiten, sondern bereits seit vielen Jahrtausenden.»

Was können wir als Individuen tun, um das kollektive Ganze zu beeinflussen? Was können wir machen, um uns gemeinsam vorwärts zu bewegen und unsere globale Realität zu verschieben? Die Antwort ist einfach, sagt er.

Es geht im Leben nicht um Sie.

Verstehen Sie und verbinden Sie sich mit diesem einfachen Satz: «Es geht im Leben nicht um Sie. Ihr Leben hat nichts mit Ihnen zu tun. Es geht im Leben darum, wessen Leben Sie berühren, und die Art und Weise, wie Sie es berühren. Wenn Sie das verstehen, gibt es nichts mehr, was Sie brauchen, nichts, was Sie benötigen, nichts, was Sie fordern, und nichts, was Ihnen in Ihrem Leben fehlt.»

Wenn wir uns erinnern, wer wir in Wirklichkeit sind und dass wir in Wirklichkeit nichts brauchen, beginnt alles automatisch an seinen Platz zu fallen, ohne Belastung und Anstrengung, einschliesslich Gesundheit, Sicherheit, Geborgenheit, Möglichkeiten, Fülle, Liebe und vieles mehr. Um das zu erreichen, sagt Walsch, sei es ratsam, allen, die wir berühren, so zu begegnen, wie wir es von ihnen gerne hätten.

«Das ist kein Aphorismus. Das ist nicht nur eine süsse, nette Lehre. Es ist eine technische Anweisung, wie die Maschinerie des Lebens arbeitet. Es ist die Gebrauchsanweisung, die mit dem Paket geliefert kommt. So funktioniert das Leben», sagt er. «Behandeln Sie Andere so, wie Sie von Anderen behandelt werden möchten. Und das aus dem sehr einfachen Grund: Es gibt keine Anderen. Es gibt nur Sie. Was Sie für andere tun, tun Sie für sich selbst. Diese einzige Feststellung würde, wenn sie angenommen und in der Welt umgesetzt würde, praktisch über Nacht alle Umstände vollständig verändern.»

2015 Spiritual Service Award

Jedes Jahr wählt das amerikanische Magazin Elevated Existence eine Person, deren Handlungen, Absichten und Arbeit das Geschenk der Spiritualität verbreitet, andere mit Wissen und Werkzeugen befähigt, die Qualität ihres Lebens zu verbessern sowie zur allgemeinen Erhöhung des Bewusstseins der Welt beitragen. 2015 wurde der Bestsellerautor Neale Donald Walsch geehrt.

Vor zwanzig Jahren hatte Walsch den Mut, Menschen an seinem privaten Dialog mit Gott teilhaben zu lassen, indem er das erste Gespräche mit Gott-Buch veröffentlichte. Seitdem teilt er seine Einsichten und Inspirationen mit der Welt durch mehr als 30 Bücher und in unzähligen Workshops und Lehrveranstaltungen. Er tut dies in einer bescheidenen Art und Weise und fokussiert dabei mehr auf die Arbeit als auf sich selbst als Lehrer.

«Der Titel der Bücher hat weit mehr Aufmerksamkeit erhalten als deren Autor. Und das ist genau so, wie es sein sollte, weil ich nicht der wahre Autor war», sagt Walsch. «Ich habe lediglich niedergeschrieben, ich war der Bote. Ich verbiete mir, mich in den Vordergrund dieser Botschaften zu platzieren, ausser in dem Masse, wie ich denke, dass es anderen helfen könnte, sie zu hören. Damit sie vielleicht etwas Wahrheit in ihnen sehen, sie annehmen und in ihrem eigenen Leben umsetzen können. Aus diesem Grund bin ich in aller Bescheidenheit bereit, diese Auszeichnung des ‘2015 Spiritual Service Award‘ mit Freude zu empfangen.»


Neale Donald WalschÜber Neale Donald Walsch

Neale Donald Walsch ist ein moderner Botschafter der Spiritualität, dessen Worte die ganze Welt auf eine besondere Weise berühren. Schon früh entfaltete er ein Interesse an Religion und spürte eine tiefe Verbindung zu Spiritualität. Während er den Grossteil seines Lebens der beruflichen Karriere widmete, blieb er immer auf der Suche nach der spirituellen Bedeutung aller Dinge.
Er begann seine Karriere bei einer grossen Radiostation. Später arbeitete er als Reporter und Publizist. Doch dann begann für Walsch eine Zeit voller persönlicher Desaster, die sein Leben von Grund auf veränderten: Sein Haus brannte mit all seinen Habseligkeiten nieder, bei einem Autounfall brach er sich einen Halswirbel und seine Ehe ging zu Ende. Er lebte fortan ohne festen Wohnsitz in einem Zelt, abhängig von der Güte anderer. 
In dieser Lebenssituation geschah es, dass Neale eines Tages ein tiefgreifendes mystisches Erlebnis hatte, das sein Leben auf neue Wege brachte. Dieses Erlebnis war die Grundlage, auf der Gespräche mit Gott basieren. Er ist heute Autor zahlreicher Büchern über Spiritualität und deren Anwendung im täglichen Leben, einschliesslich der Bestseller-Trilogie Gespräche mit Gott. Auf der ganzen Welt erhältlich, führten die ersten fünf Gespräche mit Gott -Bücher die New York Times Bestseller-Liste an; Gespräche mit Gott Band 1 sogar für mehr als zweieinhalb Jahre. Seine mit Gott-Serie wurde in 27 Sprachen übersetzt und inspirierte Millionen von Menschen weltweit zu bedeutenden Veränderungen im täglichen Leben.
Neales Arbeit hat ihn von den Stufen von Machu Picchu in Peru bis hin zu den Stufen der Shinto Schreine in Japan geführt, vom Roten Platz in Moskau über den Petersplatz im Vatikan bis hin zum Platz des himmlischen Friedens in China. Gleichgültig wohin er ging hat Neale einen Hunger nach neuen Lebenswegen in Frieden und Harmonie gefunden. So wird er sich weiterhin dafür engagieren, den Menschen ein neues Verständnis vom Leben und von Gott anzubieten, in der Hoffnung, ihnen die Erfahrung von Frieden und Harmonie zu ermöglichen.
www.nealedonaldwalsch.com

17. August 2016

 

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