Verlust und Tod

ES GIBT KEINEN TOD

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Ich habe in tiefer Meditation Bewusstseinszustände erlebt, die sich schlichtweg nicht in Worte fassen lassen und kann mit absoluter Gewissheit bestätigen, dass Bewusstsein körperunabhängig ist. Doch auch ohne die Basis subjektiver Erfahrungen ist es möglich, einen Einblick in die Unsterblichkeit unserer essentiellen Natur zu erhalten.

Der größte Irrtum in der Geschichte der Menschheit

Einige Wissenschaftler betrachten unser Bewusstsein als zufälliges Nebenprodukt neuronaler Prozesse und das Gehirn folglich als notwenige Voraussetzung für bewusste Erfahrungen. Im Verlauf dieses Beitrages werde ich anhand von gewissen Phänomenen aufzeigen, dass diese Hypothese inzwischen einwandfrei widerlegt wurde. In der Geschichte der Menschheit hat es wahrscheinlich keinen verheerenderen Irrtum gegeben.
Grundsätzlich sei an dieser Stelle erwähnt: Die Vielfalt und Masse der Belege dafür, dass Bewusstsein unabhängig vom Körper erfahren werden kann, ist überwältigend. Auch 500-seitige Bücher, die sich ausschließlich auf die Beweise konzentrieren, können unmöglich alles berücksichtigen. Es erübrigt sich also eigentlich zu erwähnen, dass es auch den Rahmen dieses Artikels um ein Vielfaches sprengen würde. Hier kann ich lediglich eine extreme Zusammenfassung anbieten.
Damit der Tod nicht länger als Tabuthema betrachtet wird, sollten die Menschen dringend mit Informationen in Kontakt gebracht werden, die leider weder in der konventionellen Wissenschaft noch in der Kirche ausreichend in den Vordergrund gerückt werden. Wer den Mut aufbringt, über den Tellerrand hinauszublicken, wird nicht selten von jenen verspottet, die es vorziehen, in den vorgegebenen Mustern zu verbleiben. Aber nur, wenn man es wagt, einen Blick hinter den Schleier zu werfen, nimmt man dem großen „Geheimnis“ des Todes seinen Schrecken.

Korrelation ist nicht Kausalität 

Der Beweis dafür, dass zwischen Gehirn und Bewusstsein eine Beziehung besteht, findet sich in den Korrelaten, also in gewissen Zuständen der Hirnphysiologie, die entsprechende Bewusstseinszustände zur Folge haben. Viele schlussfolgern daraus, dass das Gehirn das Bewusstsein erzeugt. Damit wird Korrelation mit Kausalität gleichgesetzt. Diese fehlerhafte Schlussfolgerung ist nur möglich, weil Folgendes außer Acht gelassen wird (entweder aus Unkenntnis oder aus Ignoranz): Der Beweis dafür, dass kein 1:1-Verhältnis zwischen Gehirn und Bewusstsein besteht – das heißt, dass unser Bewusstsein sich nicht auf das Gehirn reduzieren lässt -, eröffnet sich durch die zahlreichen Ausnahmen. In vielen dokumentierten Fällen hat das Gehirn keinerlei Aktivität vorzuweisen (sodass teilweise sogar der Hirntod diagnostiziert wird), während das Bewusstsein expandiert und einen höchst intensiven Zustand annimmt. Sinngemäß lautet eine Aussage seitens jener Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, wie folgt: „Es ist schon paradox, dass ich mich ausgerechnet dann besser fühlte als jemals zuvor, als es mir körperlich schlechter ging als jemals zuvor!“
Das Gehirn ist offensichtlich nicht der Erzeuger, sondern der Empfänger, Vermittler und Filter des Bewusstseins. Letzteres ist nicht im Gehirn lokalisiert – ebenso wie die Musik nicht im Radio lokalisiert ist. Wenn das Gehirn funktionsuntüchtig ist, kann es das Bewusstsein nicht mehr übertragen, so wie die Musik von einem defekten Radio nicht mehr übertragen werden kann.

Bewusstsein ohne Gehirn

Das erste Phänomen, das eine Begutachtung verdient, ist die Terminale Geistesklarheit. Sie beinhaltet auffällige Verhaltensweisen oder verbale Äußerungen von sterbenden Menschen, die darauf hinweisen, dass sie ungewöhnliche Ereignisse wahrnehmen. Offenbar ermöglicht die beginnende Trennung des Bewusstseins vom Körper im Sterbeprozess Wahrnehmungen, die uns im normalen Bewusstseinszustand in der Regel nicht zugänglich sind. Es kommt vor, dass Patienten mit fortgeschrittener Demenz und entsprechend erheblich beeinträchtigten Hirnfunktionen plötzlich eine Geistesklarheit an den Tag legen, die es ihnen ermöglicht, Angehörige wiederzuerkennen und sich von diesen zu verabschieden, bevor sie sterben.

Es gibt weitere Beobachtungen, die uns darauf hinweisen, dass Bewusstsein auch dann erfahren werden kann, wenn keine körperliche Grundlage gegeben ist, so z. B. das sogenannte Wasserkopf-Syndrom (Hydrocephalus). Dabei handelt es sich um eine extreme Rückbildung der Gehirnsubstanz, sodass teilweise mehr als 90 % des Schädels nur mit Flüssigkeit gefüllt ist. Das Gehirn solcher Patienten bringt in Extremfällen nur 50-150 g auf die Waage, ein gesundes Durchschnittsgehirn wiegt mit 1300-1400 g ungefähr 10 Mal so viel! Dr. John Lorber, ein angesehener Experte für frühkindliche Entwicklungsstörungen, untersuchte viele Menschen mit Wasserkopf-Syndrom und fand heraus, dass einige überdurchschnittlich intelligent waren. Laut Dr. Lorber studierte ein Hydrocephalus-Patient erfolgreich Mathematik, und zwar mit nur etwa 5 % vorhandener Gehirnmasse! Er besaß also praktisch kein Gehirn. Nicht nur ist die Gehirnmasse beim Hydrocephalus signifikant reduziert: Oft sind ausgerechnet die Gehirnregionen betroffen – also nicht vorhanden! – die von manchen Neurowissenschaftlern für die Produktion von Bewusstsein verantwortlich gemacht werden!

Wenn das Bewusstsein von einem Gehirn abhängig wäre, dann könnte ein schwer beschädigtes oder nahezu vollständig zurückgebildetes Gehirn, wie im Falle der Demenz oder des Wasserkopf-Syndroms, keinesfalls ein uneingeschränktes Bewusstsein hervorbringen. Dass dieses dennoch unter den beschriebenen Umständen auftritt, zeigt uns: Das Bewusstsein ist nicht auf ein Gehirn angewiesen.

Nahtoderlebnisse

Nahtoderlebnisse können unter verschiedenen Umständen auftreten. Meist berichten Menschen nach einem Herzstillstand und der darauffolgenden Reanimation von einer solchen Erfahrung. Verschiedene Elemente tauchen immer wieder auf, sodass sich universell übereinstimmende Gemeinsamkeiten offenbaren: Ein überwältigendes Glücksempfinden, die Vereinigung mit einem eindrucksvollen Licht, das im wahrsten Sinne des Wortes bedingungslose Liebe ausstrahlt, die Begegnung mit verstorbenen Angehörigen (darunter auch Haustiere) und eine detaillierte Lebensrückschau – um nur einige der typischen Merkmale einer Nahtoderfahrung zu nennen. Besonders beweiskräftig ist die außerkörperliche Erfahrung, die oftmals überprüfbare Wahrnehmungen enthält. Dabei handelt es sich um eine Verlagerung des Bewusstseins auf eine Position außerhalb des Körpers. Der Erlebende kann so aus der Vogel-Perspektive beispielsweise bei seiner eigenen Operation zusehen. Viele Nahtoderfahrene liefern nach ihren außerkörperlichen „Reisen“ äußerst detailreiche Informationen, die sich bei nachfolgender Überprüfung als exakt richtig erweisen. Stets liegt die Quelle des Wissens außerhalb der Reichweite des Körpers. Es sollte erwähnt werden, dass auch Fälle vorliegen, in denen das Bewusstsein Betroffener Einblicke in Situationen erhielt, die sich auf anderen Kontinenten ereigneten.                                                                                                          

Das folgende spezifische Beispiel stammt zwar nicht aus der Nahtodforschung, verdeutlicht aber eindrücklich die Zuverlässigkeit außerkörperlicher Wahrnehmungen: In den 1960-er Jahren untersuchte der Psychologe Charles Tart in einem Schlaflabor eine Frau, die regelmäßig außerkörperliche Erfahrungen machte. Er schrieb eine willkürlich ausgewählte, fünfstellige Zahl auf ein Blatt Papier und legte dieses auf ein hohes Regal. Es konnte ausgeschlossen werden, dass die Frau aus ihrer körperlichen Position heraus mit ihren physischen Sinnen die Zahl wahrnehmen konnte. Sie gab später an, ihren Körper verlassen und aus einer erhöhten Position die Zahl erkannt zu haben. Ihre Angabe war korrekt. Bei der Zahl handelte es sich um 25.132. Die Wahrscheinlichkeit, zufällig die richtige Zahl zu erraten, liegt bei 1 zu 100.000. Besonders erstaunlich ist, dass dieser Versuch mit der Frau 7 weitere Male erfolgreich durchgeführt wurde. Auch andere Probanden haben sich an den Versuchen beteiligt und sollen den Test ebenfalls bestanden haben.
Auch bei Nahtoderfahrenen fällt auf, dass sie nicht an der Wirklichkeit ihrer Wahrnehmungen zweifeln. Ich fragte eine nahtoderfahrene Frau, wie sie damit umgeht, dass sie selbst keinerlei Zweifel an der Realität ihrer Erfahrung hegt, aber ihren Mitmenschen diese Gewissheit nicht mit Worten vermitteln kann. Ihre Antwort amüsierte mich: „Ich weiß, dass mir nicht jeder glaubt und manch einer mag mich vielleicht sogar für verrückt halten. Es gibt auch Leute, die mich in einer Diskussion davon überzeugen wollen, dass ich mich irre. Aber ich diskutiere nicht. Ich warte einfach ganz entspannt, bis sie sterben und es selbst erfahren.“

Wenn Blinde sehen

Auch 80 % der Menschen, die von Geburt an über keinerlei Sehkraft verfügten, berichten nach einer außerkörperlichen Erfahrung von uneingeschränkten visuellen Wahrnehmungen, die sich ebenfalls überprüfen und bestätigen ließen. Wer von Geburt an vollständig blind ist, hat noch nicht einmal eine Vorstellung von der Fähigkeit des Sehens. Das Gehirn eines Blindgeborenen hatte niemals die Möglichkeit, durch funktionierende Augen einen Einblick in die Außenwelt zu erhalten. Da die betroffenen Menschen dennoch von klaren visuellen Eindrücken berichten, müssen wir als zwangsläufige Konsequenz dessen ein vom Körper und somit von den Augen unabhängiges Bewusstsein annehmen.

Körper aus, Bewusstsein an

In speziellen medizinischen Fällen wird während einer Operation eine Hypothermie herbeigeführt, d. h. der Körper des Patienten wird heruntergekühlt, z. T. auf unter 20 °C. Dabei wird ein vollständiger Kreislaufstillstand, inklusive Unterbrechung der Herzaktivität, toleriert. Häufig ist dies die Vorgehensweise bei einem chirurgischen Eingriff am Gehirn, wobei diesem zur Vorkehrung sämtliches Blut entzogen wird, damit die Ärzte übersichtlich arbeiten können. In diesem Zustand zeigen EKG und EEG die „Nulllinie“, also gibt es weder eine Herzfunktion noch eine messbare Hirnaktivität. Der Patient ist klinisch tot. Auch unter diesen Umständen kann es zu Nahtoderfahrungen kommen. Als Beispiel möge der Fall einer Frau namens Pam Reynolds dienen, die während ihrer Operation unter Hypothermie eine klare außerkörperliche Erfahrung hatte und später genaue Angaben zu ihrer Operation machen konnte, welche bestätigt werden konnten. Diese Nahtoderfahrung ereignete sich, als sich das Gehirn absolut nicht in der erforderlichen Verfassung befand, um Bewusstsein zu ermöglichen. Es hatte seine Arbeit schlicht und ergreifend eingestellt. Wenn die wichtigen Bestandteile des Gehirns ihre Funktion erfüllen, indem sie ihre jeweiligen Aufgaben verrichten, ist das mit Leichtigkeit auf dem Elektroenzephalogramm (EEG) zu erkennen, denn dieses dokumentiert die elektrische Aktivität im Gehirn. Zeigt das EEG jedoch die „Nulllinie“, dann ist diese Aktivität nachweislich zum Erliegen gekommen. Dennoch konnte Pam Reynolds das Geschehen in allen Einzelheiten äußerst präzise schildern.

Sollte man für diese Wahrnehmungen unter Vollnarkose eine nicht messbare Restaktivität im Gehirn verantwortlich machen wollen, so möge man bedenken, dass ungewöhnlich intensive Wahrnehmungen auch mit einer überdurchschnittlichen Gehirnaktivität einhergehen müssten, die von den leistungsfähigen Messgeräten jedoch definitiv registriert worden wäre.

Nichts ist mehr wie zuvor

Ein Nahtoderlebnis bewirkt in der Regel schwerwiegende Veränderungen. Die Angst vor dem Tod ist in vielen Fällen völlig verschwunden. Aufgrund der überwältigenden Schönheit der Erfahrung kann gelegentlich eine regelrechte Todessehnsucht vorkommen. Es gibt in der Tat viele Beispiele von erleichterten Ärzten und glücklichem medizinischen Personal nach einer erfolgreichen Reanimation, die allesamt überrascht darüber sind, dass der Patient selbst von der Lebensrettung ganz und gar nicht begeistert ist.
Ein nahtoderfahrener Mann sagte während eines Interviews zu mir: „Beerdigungen sind für mich Feste. Die haben’s geschafft. Die beneide ich.“ Dieser Mann erzählte mir, dass er auf der Beerdigung seiner Mutter ein buntes Hemd trug.
Gelingt es einer betroffenen Person, ihr Erlebnis einzuordnen und in die Lebensführung zu integrieren, kann sich die Todessehnsucht in eine umso stärker ausgeprägte Lebensfreude verwandeln. Bei den Nahtoderfahrenen, die ich für meine Bücher interviewte, fiel mir insbesondere ein Leuchten in ihren Augen auf, das sie geradezu kennzeichnet.

Remote Viewing

Man muss übrigens nicht wie in einer Nahtoderfahrung seinen Körper zurücklassen, um außersinnliche Wahrnehmungen zu ermöglichen. Als Beispiel möge das sogenannte Remote Viewing herhalten. Dabei handelt es sich um Fernwahrnehmungen (beispielsweise innerhalb meditativer Zustände). Während der außersinnlichen Wahrnehmungen erhalten die Erlebenden Zugang zu einem Wissen, dessen Quelle sich weit außerhalb der Reichweite ihres Gehirns befindet. Ingo Swann, bekannt als Experte der Fernwahrnehmung, entdeckte, nachdem er sich in einen entsprechenden Zustand versetzt hatte, im Jahre 1973 einen Ring um Planet Jupiter. Dieser war der Wissenschaft noch nicht bekannt. Erst 6 Jahre später bestätigten Forscher seine Existenz. 

Es gibt keinen Tod

Das Verlassen des Körpers z. B. innerhalb einer Nahtoderfahrung bewirkt in der Regel eine sofortige Disidentifikation. Das Bewusstsein erkennt, dass es nicht der Körper ist, für den es sich lange gehalten hat. Stellen Sie, liebe/r Leser/in, sich einmal vor, Sie haben sich 20, 40 oder 80 Jahre lang mit Ihrem Körper identifiziert. Sie glauben, dass das, was Sie im Spiegel sehen, Ihr wahres Selbst ist. Da Sie in einer unbewussten Gesellschaft aufgewachsen sind, kam wahrscheinlich nie jemand auf die Idee, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie mehr sind als Materie, mehr als ein überaus komplexer Zellhaufen. Dann befinden Sie sich in einer körperlichen Extremsituation oder es kommt aus nicht ersichtlichen Gründen zu einer unvorhergesehenen Trennung des Bewusstseins vom Körper. Jetzt sind Sie plötzlich in der Lage, auf Ihren eigenen Körper herabzublicken. Sie sehen ihn vollkommen klar, die Wahrnehmung hat keine traumähnlichen Züge, sie ist sehr intensiv. Sofern Sie kurzsichtig sind, werden Sie in diesem Zustand feststellen, dass Sie wieder uneingeschränkt sehen können. Es gibt keine persönliche Anhaftung mehr, Sie sind emotional so unbeteiligt, dass es Ihnen nichts ausmachen würde, jetzt mitanzusehen, wie der Körper zerstört wird. Sie erfahren sich selbst nur noch als reines Bewusstsein, das einfach nur wahrnimmt, ohne Bewertung und übermäßige Interpretation. Das ist eine gewaltige Befreiung.
Sie erkennen: Nichts und niemand kann Ihnen jemals etwas anhaben! Beim sogenannten Tod fällt nur das weg, was Sie nicht sind.

Simon Bartholomé
19.02.2018

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