Wie du die Spirale negativer Gedanken durchbrichst

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mann-adler-gedanken-photomontageWie du die Spirale negativer Gedanken durchbrichst

Eine Psychologie-Professorin hielt eine Vorlesung an einer Universität. 
Als sie ein Glas Wasser hob, dachten alle Studenten, dass jetzt die bekannte „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“ Frage kommt. Doch stattdessen frage die Professorin die Studenten, wie schwer das Glas Wasser denn sei.
Aus dem Saal kamen die verschiedensten Antworten, von wenigen Hundert Gramm bis zu fast einem Kilo. 

Die Professorin sagte dann:

Aus meiner Sicht ist es egal, wie schwer das Glas ist. Es geht viel mehr darum, wie lange ich es halte.
Wenn ich es ein paar Minuten halte, ist es leicht.
Wenn ich es eine Stunde halte, wird mein Arm schwer und es wird unangenehm.
Wenn ich das Glas aber einen ganzen Tag halten soll, denn wird mein Arm verkrampfen, ich werde leiden und irgendwann werde ich das Glas nicht mehr halten können.
Das Glas wiegt immer gleich viel, doch je länger ich es halte, desto schwerer wird es für mich.

Die Studenten nickten. 

Dann sagte sie:

Nun, genauso ist es mit Sorgen, Stress und negativen Gedanken. 
Wenn du für kurze Zeit negative Gedanken hast, ist es nicht so schlimm. 
Wenn du dir eine Zeit lang Sorgen machst und negative Gedanken hast, ist es hingegen unangenehm und belastend. 
Und wenn du den ganzen Tag lang den Teufel an die Wand malst und dich in negativen Gedanken verlierst, bist du komplett verkrampft und du wirst leiden – bist du loslässt. 

Die Moral?

Jeder von uns denkt mal negativ, macht sich Sorgen oder ist gestresst. Ja, auch ich. 

Doch das ist nicht das Problem.

Das Problem ist, wenn du zu lange und zu oft negativ denkst und dich in deinen Sorgen und negativen Selbstgesprächen verlierst.

Das Gedankenkarussell

Das Problem an negativen Gedanken ist, dass sie uns oftmals gar nicht bewusst sind. In vielen Fällen verlierst wir uns in ihnen ohne es zu merken…

Du denkst zum Beispiel kurz daran, was du heute Abend noch erledigen musst: 
Ich muss heute unbedingt noch Einkaufen.“

Doch dieser eine Gedanke führt sehr schnell zum nächsten und dieser wiederum zum nächsten:
Das Einkaufen darf ich auf keinen Fall vergessen. Ich vergesse ja sonst schon so viel. Wahrscheinlich habe ich auch jetzt schon wieder was vergessen. Ich bin aber auch oft so blöd. Meiner Arbeitskollegin würde das nie passieren. Und warum kriegt sie eigentlich immer alles auf die Reihe und wirkt dabei noch so glücklich? Ich schaff das nicht. Eigentlich schaffe ich nichts so richtig… Kein Wunder, dass ich immer noch Single bin. Wahrscheinlich werde ich immer Single bleiben und nie glücklich sein…

Wie die Geschichte mit dem Glas so schön zeigt:

für kurze Zeit negative Gedanken zu haben, dir Sorgen zu machen oder mal zu zweifeln ist nicht weiter schlimm.

Doch das Problem ist, dass ein negativer Gedanken oftmals zum nächsten negativen Gedanken führt und der wiederum zu weiteren. Und bevor wir verstehen was passiert ist, verlieren wie uns in einem Gedankenkarussell.

Aber was passiert, wenn du ständig negativ denkst oder dir unbewusst immer wieder einredest, dass du nicht gut genug bist oder etwas nicht kannst?

Du fühlst dich dementsprechend schlecht:
ängstlich, gestresst, unglücklich, niedergeschlagen, wertlos. Du hast das Gefühl, dass alle anderen besser sind als du und dein Leben kommt dir vielleicht sogar sinnlos vor.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch du dich hin und wieder in diesem Gedankenkarussell verlierst – manchmal für mehrer Stunden oder vielleicht sogar Tage.
Zumindest ging es mir früher relativ oft so.

Lass uns deshalb jetzt 3 Tipps sehen, um diese automatischen Gedanken zu stoppen.

1. Erkenne deine Trigger

Es gut möglich, dass es bestimme Situationen gibt, die besonders oft ein negatives Gedankenkarussell bei dir auslösen:
Dein Arbeitskollege oder Chef kritisiert dich und du verfällst in negative Selbstgespräche und Selbstzweifel.

Du siehst auf Instagram wie erfolgreich, sexy und glücklich alle anderen aussehen und redest dir daraufhin ein, was für ein Versager du bist.
Du siehst ein glückliches Pärchen und da du Single bist, redest du dir ein, dass du nie einen tollen Partner findest wirst und den Rest deines Lebens einsam sein musst.

In der Regel gibt es gewisse Situationen, Gefühle oder auch Menschen die besonders oft negative Gedanken in uns auslösen.
Achte in den nächsten Tagen mal ganz bewusst darauf, welche Trigger bei dir zu negativen Gedanken führen.

2. Gedankenstopp

Keiner kann seine Gedanken zu 100% kontrollieren. Doch du bist ihnen auch nicht völlig ausgeliefert. Du kannst deine Gedankengänge nämliche beeinflussen.

Wenn du das nächste Mal negativen Gedanken, Selbstzweifel oder Sorgen hast, werde aktiv. Statt dich in deine negativen Gedanken zu verlieren und dich hineinzusteigern, kannst du dein Gedankenkarussell stoppen.

Du kannst zum Beispiel gedanklich sagen: „Stopp! Diese negativen Gedanken bringen mich kein bisschen weiter und führen nur dazu, dass ich mich schlecht fühle. Ich werde jetzt einen anderen Weg einschlagen.

Dadurch durchbrichst du erstmal die Kette aus negativen Gedanken.
Danach ist es jedoch wichtig, dass du dich auf etwas Neues fokussierst. Denn nur dann schaffst du es, wirklich auf andere Gedanken zu kommen.

Hier ein paar Dinge, die du nach dem Gedankenstopp tun kannst:

  • Deine E-Mails beantworten.
  • Einen Freund anrufen.
  • Zum Sport gehen.
  • Dir einen Kaffee machen.
  • Dich ganz bewusst an einen Erfolg aus deiner Vergangenheit erinnern.
  • Einkaufen gehen oder Hausarbeit machen.
  • Drei Dinge aufzählen, für die du dankbar bist.

Dadurch wirst du deine Spirale aus negativen Gedanken in vielen Fällen durchbrechen können.

3. Gedanken sind nur Gedanken

Stell dir vor, du schaust dir einen Horror-Film im Kino an. Der Film ist enorm spannend und du hältst ihn kaum aus. Du klammerst dich an den Sessel und kannst kaum erwarten, dass der Film endlich zu Ende ist.

Doch dann schaust du dich plötzlich im Kinosaal um.

Du siehst die anderen Besucher. Die plauschigen Sessel. Den Lichtstrahl des Projektors.

Auf einmal hat der Film kaum noch einen Einfluss auf dich, den dir ist bewusst geworden, dass es nur ein Film ist.
Genauso ist es mit deinen Gedanken.

Das eigentliche Problem sind oftmals gar nicht deine negativen Gedanken,

sondern dass du dich mit deinen Gedanken identifizierst.
Du nimmst sie vollkommen ernst, schenkst ihnen deine ganze Aufmerksamkeit und reagierst auf sie, als wären es Fakten.

In der Psychologie spricht man auch von „Gedankenfusion“.
Deshalb solltest du dir bewusst machen, dass deine Gedanken nur ein Film sind.

Dieser Film kann dich enorm beeinflussen und er kann sehr real wirken. Aber es ist und bleibt nur ein Film.

03.06.2020
Anchu Kögl

Anchu Kögl
Autor, Querdenker und Weltreisender
http://anchukoegl.com/

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