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Energiearme Zeit – Herbst und Winter

Wolken wie Fäden Herbst und Winter – energiearme Zeit

In der kalten und dunklen Jahreszeit sinkt unsere Lebensenergie herab. Es gilt zur Ruhe zukommen, sich vermehrt zu zentrieren und mit dem niedrigeren Energieniveau bis in den Frühling zu kommen. Dies fällt vielen Menschen schwer.
Sehnsüchtig erwarten die meisten Menschen den Frühlingsbeginn nach der langen dunklen und sehr kalten Winterszeit, denn uns Menschen fehlt das Licht. Viele Tage sind im Winter grau in grau, die Sonne scheint meist nur sehr spärlich und die Lichtstrahlen dringen vor lauter dichten Wolken kaum zu uns durch. Noch dazu gibt es viele Tage an denen es dauerregnet, während bleigraue Wolken den Himmel trüben.
Im Winter verlassen viele Menschen die Wohnung in der Dunkelheit z.B. um arbeiten zu gehen und kehren auch wieder erst im Dunkeln nach Hause zurück. Doch gerade die Sonne ist einer der wichtigsten Energielieferanten für den menschlichen Körper. Daher neigen viele Menschen in den Wintermonaten zu Niedergeschlagenheit, Traurigkeit bis hin zu Depressionen. Durch die verminderte Lebensenergie fühlen sich viele Personen antriebsgehemmt, überfordert und haben Schwierigkeiten ihren Alltag zu bewältigen. Auch Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilze können durch die verminderte Lebensenergie leichter in den menschlichen Körper eindringen und sorgen für zahlreiche Infekte. Der Mensch ist auf Energie für seine körperliche Gesundheit und für sein Wohlbefinden angewiesen. Denn ohne Energie gibt es keinerlei Leben.

Noch zu meiner Jugendzeit wurde in den Schulen gelehrt, dass das kleinste Teilchen im Universum das Atom sei. Dank der modernen Quantenphysik weiß man heute, dass das Atom aus noch kleineren, subatomaren Teilchen besteht und verschiedene Energien aufweist. Dabei hat jedes Atom ein eigenes spezifisches Energiemuster bzw. eine ihm eigene Schwingung und strahlt Energie aus. Je nach Schwingungsfrequenz unterscheiden wir Wasser von Holz, Stein, Metall und Glas. Aber auch Mineralien, Pflanzen, Tiere und der menschliche physische Körper haben eine eigene Schwingungsfrequenz. Ist die Schwingungsrate sehr hoch kann sie mit dem menschlichen Auge nicht mehr erfasst werden, wie das beispielsweise bei der Aura – dem menschlichen Energieumfeld – der Fall ist.

Loslassen im Herbst

Der Herbst ist die Jahreszeit des Loslassens, Gehenlassen um Platz und Raum zu schaffen für Neues. Im Herbst müssen wir uns trennen von allem was uns nicht mehr dient. Wir Menschen brauchen dieses energetische Herunterfahren um uns, nach den hektischen und betriebsamen Monaten des Sommers, wieder auf uns selbst zu orientieren. Die gesamte Natur um uns herum nimmt ab. Die Blumen verwelken, die Bäume werfen ihr Laub ab. Die Sonne scheint weniger Stunden und auch der Mensch ist dieser energetischen Reduktion unterworfen. In der kalten und dunklen Jahreszeit müssen wir lernen, dass weniger mehr ist. Wir sollten unsere Aktivitäten reduzieren und immer wieder für Pausen sorgen. Wenn weniger Energie in der Luft vorhanden ist, dann können wir nicht im selben Lebensrhythmus weiter gehen, wie im energiereichen Sommer.

Energielieferant Sonne

Im Frühjahr, wenn die ersten stärkeren Sonnenstrahlen unsere Erde langsam wieder erwärmen, erwacht die Natur zum Leben. Die ersten Blumen sprießen aus der steifen Erde, Bäume und Sträucher bilden Knospen und zartes Grün überzieht die kahle und recht farblose Natur. Manche Tiere erwachen aus dem langen Winterschlaf. Und auch der Mensch zehrt neue Kraft und Energie aus dem ansteigenden Licht am Tage.

Das Sonnenlicht beschwingt uns und sorgt für neues Leben, denn sie versorgt uns mit unserer Lebensenergie. Diese wird auch als Lebensatem, Prana oder Qi bezeichnet. Obwohl es sich bei der Lebensenergie nicht um Wärme oder Licht handelt, scheint sie sehr stark vom Sonnenlicht abzuhängen. Gibt es viel Sonnenlicht bekommen wir viel Lebensenergie, fehlt das Sonnenlicht gibt es auch kein Prana.
Die der Sonne entströmende Kraft des Prana dringt in der Atmosphäre in ein Atom ein, lässt es erglühen und erhöht seine Anziehungskraft auf das Sechsfache, so dass sich sechs weitere Atome mit dem rosafarbenen Ursprungsatom verbinden. So entstehen bei Sonnenschein überall in der Atmosphäre sogenannte Vitalkügelchen oder Energiekugeln in einer unendlichen Zahl. Bei mangelndem Sonnenlicht wegen Bewölkung werden entsprechend wenige Energiekugeln gebildet. 
Wir Menschen nehmen diese Vitalkügelchen über das zweite Chakra (Energiewirbel), das sogenannte Milz- oder Sakralchakra in unseren Körper auf. Dieses Chakra ist zusammen mit dem ersten Chakra der wichtigste Energielieferant für den menschlichen Organismus. Das zweite Chakra liegt etwas unterhalb des Bauchnabels und verfügt über sechs Schwingungsfelder. Diese sechs Felder stützen sich auf eines der verschiedenen Atome aus dem Vitalkügelchen und geben es an das entsprechende Chakra oder den Körperteil weiter indem es benötigt wird. Das siebte und rosafarbene Ursprungsatom durchwandert das Zentrum des zweiten Chakras und gelang von dort aus ins Nervenzentrum. Hat ein Mensch nicht genügend dieser rosafarbenen Lebensenergie, wird er leicht reizbar und ist ruhelos. Sobald die einzelnen, mit Prana aufgeladenen, Atome ihren Bestimmungsort im Körper erreicht haben wird ihnen sofort die Energie entzogen.

Gibt es nun zu wenig dieser Vitalkügelchen in der Atmosphäre treten vermehrt Lethargie und Depressionen bei den  Menschen auf. Die Menschen müssen daher besonders im Winter auf ihren Energiehaushalt achten und möglichst viel in die freie Natur gehen. Auch das regelmäßige Lüften der Wohnräume ist sehr wichtig um an die kostbaren Energiekugeln zu kommen.
Am leichtesten nehmen wir die Vitalkügelchen im Schlaf auf, weil unser Körper dann nicht mit so vielen anderen Tätigkeiten abgelenkt wird. Nachdem die Vitalkügelchen aber nur während der wenigen Stunden zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gebildet werden und nach Aufnahme in einen Körper verbraucht sind – ist frühes schlafen gehen von Vorteil.
Mit der steigenden Intensität des Lichtes im Frühling werden auch vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Serotonin ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter, dessen Spiegel bei depressiven Verstimmungen neurochemisch meist zu niedrig ist. Dopamin ist ebenfalls ein Neurotransmitter und gehört zu den Katecholaminen. Er wird im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet. Diese beiden Hormone sorgen für ein besseres Befinden und euphorische Gefühle. Allerdings setzt dies den Aufenthalt in der freien Natur voraus, denn durch Kunstlicht verändert sich die Hormonlage und Energieaufnahme nicht.
Nicht umsonst kann man jedes Jahr im Frühjahr bei den ersten starken Sonnenstrahlen beobachten, dass manche Menschen durch den plötzlichen Überschuss an Energie ein wenig „verrückt spielen“ und z.B. beim Autofahren eigenartige Manöver machen.

Wintersmüdigkeit

Manche Menschen leiden in den dunklen Monaten sehr unter Müdigkeit. Dies soll unter anderem an einem noch stark im Blut vorhandenem Schlafhormon, dem Melatonin liegen. Es handelt sich dabei um einen Abkömmling  des Tryptophanstoffwechsels und hängt mit dem Serotonin zusammen. Seine Bildung ist ebenfalls sehr stark lichtabhängig, sie wird durch Sonnenlicht gehemmt und steigt um den Faktor drei bei älteren Menschen, bis zum Faktor 12 bei jungen Menschen in der Dunkelheit an. Bei mangelndem Sonnenlicht bleibt der Melatoninspiegel auch am Tage erhöht. Dadurch treten vermehrt Müdigkeit, Schlafstörungen und Stimmungstiefs bis Depressionen auf. Menschen die davon betroffen sind sollten sich bei Tageslicht viel an der frischen Luft aufhalten. Alternativ hilft auch eine spezielle Lichttherapie.

Einfache Maßnahmen zur Steigerung der Lebensenergie

Das Sonnenlicht ist für uns Menschen und unser Wohlbefinden unersetzlich. Wenn Sie sich daher immer nur müde, schlapp und energiearm fühlen, sollten Sie möglichst viel spazieren gehen, auch wenn es bewölkt ist. Am besten ist ein Aufenthalt in der unberührten Natur. Atmen Sie tief die frische Luft in den Bauch hinein und langsam wieder aus. Genießen Sie die Stille und nehmen die Umgebung mit allen ihren Sinnen war. Sehen Sie die Vielfalt der Natur. Spüren Sie den Wind oder die Regentropfen auf Ihrer Haut. Lauschen Sie dem Rascheln der umherfliegenden Blätter oder dem Knacken der Äste. Fühlen Sie die Erde, die Sie trägt. Berühren Sie den Boden oder einen alten Baum. Die Natur ist so reich an kostbarer Energie, Sie brauchen sie nur aufsaugen.

Wenn Sie nicht spazieren gehen können, dann öffnen sie tagsüber weit das Fenster und lassen viel frische Luft und Vitalkügelchen in die Wohnung. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Mindestens einmal die Woche sollte man so lange ausschlafen wie der Körper es benötigt. Ernähren sie sich vor allem von naturbelassenen Lebensmitteln und essen sie langsam und bewusst. Auch die Einnahme von Vitalstoffen kann die Lebensenergie steigern. Coenzym Q10, ein Vitaminoid, welches ab dem 40. Lebensjahr weniger im Körper selbst gebildet wird, ist ein wichtiger Energielieferant und hilft auch bei Schlafstörungen. Ein Mangel an Vitalstoffen macht uns müde und entzieht uns Kraft und Energie. Während sie essen sollten sie nichts anderes tun und auch die Gespräche minimieren. Lassen sie sich vor allem Dingen beim Essen genügend Zeit. Trinken sie vor allem viel Kräutertee oder Wasser. Unser Körper besteht zu mehr als 70 Prozent aus Wasser und genügend Flüssigkeit bringt auch die körpereigene Energie wieder in Schwung.
Hören Sie Musik, die Sie mitreißt, die tiefe Gefühle in Ihrem Inneren erweckt. Vielleicht tanzen oder singen sie dazu. Beginnen oder Vertiefen Sie ein Hobby, dass Ihnen Freude macht. Verwöhnen Sie sich zwischendurch mit einem entspannenden Bad oder einer wohltuenden Massage. Ein Wellnesstag tut Körper, Seele und dem Energiehaushalt unendlich gut. Unterbrechen Sie den langweiligen und kräftezehrenden Alltag durch Abwechslungen in ihrem Leben. Gönnen Sie sich etwas. Dies muss nicht teuer sein, auch ein Abendessen bei Kerzenlicht zu Hause oder ein kleines Feuer im Freien ist etwas Besonderes und sorgt für neue Kraft und Energie.
Wenn Sie gerade sehr müde und abgespannt sind, dann hilft auch eine Kurzzeitmeditation um schnell Energie zu tanken. Diese lässt sich sowohl zu Hause, als auch im Büro zwischendurch sehr gut durchführen. Setzen Sie sich dafür entspannt und gerade hin und schließen die Augen. Legen Sie beide Hände auf den Unterbauch und atmen tief in den Bauch hinein und heraus. Konzentrieren Sie sich nur auf das Atmen und lassen Gedanken die Kommen einfach weiter ziehen. Diese einfache Übung ist wie eine energetische Dusche und es reichen bereits fünf Minuten dafür.

Werden Sie sich Ihrer Energie bewusst, denn bei einem Mangel haben wir kaum Kraft für unser Leben. Wir werden angreifbar und verletzlich, denn Energie ist unser bester Schutz.

Daher lege ich Ihnen nun zum Schluss folgenden Rat ans Herz: Bestimme Deine Energie und Du bestimmst Dein Leben.

(c) Nathalie Schmidt

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