Mensch-Sein

Über des Menschen Sinne

Augen in schwarz und weißÜber des Menschen Sinne

Angestupst durch das Buch „Spüre Deine Urkraft“, erschienen bei Mankau, sprudelten in mir plötzlich Gedanken und Vorstellungen, die ich hier schriftlich festhalte.
Wie auf den Fotos wunderschön dargestellt, ist der gesunde Mensch mit den fünf Sinnen „tasten, hören, sehen, riechen, schmecken“ ausgestattet.
Mit diesen fünf Sinnen nehmen wir die Welt um uns herum wahr, wobei die Intensität der damit verbundenen Wahrnehmung von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann.
Um die Bereiche etwas zu verdeutlichen, hier nochmals Wikipedia:

Mann freut sich Die fünf Sinne des Menschen

Klassischerweise unterscheidet man im allgemeinen Sprachgebrauch fünf Sinne, die bereits von Aristoteles beschrieben wurden.

  • Sehen = die visuelle Wahrnehmung mit den Augen
  • Hören = die auditive Wahrnehmung mit den Ohren
  • Riechen = die olfaktorische Wahrnehmung mit der Nase
  • Schmecken = die gustatorische Wahrnehmung mit der Zunge
  • Tasten = die taktile Wahrnehmung mit der Haut

Nah- und Fernsinne

Die Sinneskanäle des Menschen können in Fernsinne (Hörsinn und Sehsinn) und Nahsinne (alle übrigen Sinne) unterschieden werden. Bei einer Schädigung der Fernsinne spricht man von Sinnesbehinderung, da diese Sinne die wichtigsten Informationsüberträger des Menschen sind.
Die große Bedeutung der Fernsinne (Hörsinn und Sehsinn) zeigt sich ebenfalls dadurch, dass unser Bewusstsein z.B. nicht „auf den Augen sieht“, sondern dass der Sinneseindruck des Sehens vom Gehirn aus dem Körper heraus projiziert wird, bei den Nahsinnen (alle übrigen Sinne) hingegen wird der Sinneseindruck direkt mit dem Organ verknüpft „man schmeckt auf der Zunge“ oder „riecht in der Nase“.

Die moderne Physiologie kennt für den Menschen noch vier weitere Sinne:

  • Temperatursinn, Thermorezeption
  • Schmerzempfindung, Nozizeption
  • Vestibulärer Sinn, Gleichgewichtssinn
  • Körperempfindung (oder Tiefensensibilität), Propriozeption

Darüber hinaus gibt es weitere sensorische Fähigkeiten, die aber nicht bewusst oder direkt wahrnehmbar sind. Beim Menschen etwa die Blutdruck-Rezeptoren im Bereich der Kehle, mit denen innere Regelkreise für eine hochwertige und gleichmäßige Blutversorgung des Körpers insbesondere des Gehirns sorgen. Bei normalem Befinden ist dieses Signal ständig gut ausgeregelt, gelingt dies jedoch nicht mehr, so treten Störungen des Gesamtzustands ein, etwa eine plötzliche Bewusstlosigkeit.
Der Esoteriker Rudolf Steiner untersuchte die Wahrnehmung und kam auf zwölf Sinne, die er in „mehr physische“ und „mehr geistige“ Sinne unterteilte.
Bei Synästhetikern gibt es ein Übersprechen zwischen Sinneskanälen oder deren Verarbeitungszentren, so dass zum Beispiel Klänge als farbige Muster wahrgenommen werden.
Bei Tieren können weitere Sinne hinzu kommen: Beispielsweise kann mit speziellen Zellen die Polarisierung von Licht oder mit Hilfe des Magnetsinns das Erdmagnetfeld wahrgenommen werden.
Soweit die uns bekannten Bereiche der Wahrnehmungsmöglichkeiten von Mensch und Tier, um sich bezüglich der eigenen Person und der Umwelt zu orientieren. Sobald einer dieser Sinne ausfällt, versuchen wir den entsprechenden Bereich zu kompensieren, auszugleichen. Wir wissen, dass zB bei fehlendem Gehör die Gebärdensprache einspringen kann, also das visuelle Wahrnehmen. Von vielen Menschen mit einer Sehbehinderung ist bekannt, dass ein anderer Sinn sich stärker ausprägen kann, zB der Tast- (taktile) oder auch der Hörsinn (auditive).

Baby fühltDer sechste Sinn

Nun gibt es aber noch eine Form der Wahrnehmung, die nichts mit den im Menschen angelegten fünf Sinnen zu tun hat. Wir bezeichnen das gern als den 6. Sinn. Bevor ich versuche, deutlich zu machen, dass auch das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist, hier noch einmal die Definition von Wikipedia:
„Der Ausdruck „6. Sinn“ wird häufig verwendet, wenn jemand etwas bemerkt, ohne es (bewusst) mit den bekannten fünf Sinnesorganen wahrzunehmen, manchmal im Sinne von „außersinnlicher Wahrnehmung“ (Psi-Fähigkeiten, Telepathie, Hellsehen, Präkognition). Im allgemeinen Sprachgebrauch ist er jedoch von „außersinnlicher Wahrnehmung“ begrifflich zu trennen, denn beim „6. Sinn“ handelt es sich normalerweise um einen umgangssprachlichen Ausdruck zur Beschreibung einer Alltagssituation. Es soll in der Regel keine bestimmte Aussage dazu getroffen werden, wie die Wahrnehmung funktioniert hat (es kann sich also durchaus um unbewußte Wahrnehmung mit den normalen Sinnen, um bloße zufällige Übereinstimmung, aber auch um ein echte „außersinnliche Wahrnehmung“ im engeren Sinn handeln), sondern lediglich, dass sie in der gegebenen Situation nicht offensichtlich zu erklären war.“
Biologen benutzen diesen Begriff allerdings zunehmend, um damit elektrische und magnetische Sinne von Tieren zu beschreiben: Zitteraale erkennen im Dunkeln ihre Gegner durch die Wahrnehmung von Änderungen elektrischer Felder, die sie selbst aussenden; Zitterrochen nehmen die Körperelektrizität ihrer Beute wahr; Klapperschlangen haben einen Wärmesinn; Webspinnen erkennen durch einen Schwingungssinn die kleinsten Bewegungen in ihren Netzen; an Rotkehlchen, Tauben und diversen anderen Vögeln wurde ein Magnetsinn experimentell nachgewiesen (erstmals 1967 von Wolfgang Wiltschko). Alle diese Sinne, die inzwischen genauer erforscht werden, haben eine Verankerung im Biologischen und sind nichts Übernatürliches (mehr). So konnten Wissenschaftler von der Washington Universität in St. Louis (USA) mittels Magnetresonanztomographie nachweisen, dass eine bestimmte Hirnregion, der anteriore cinguläre Cortex (ACC), ein Frühwarnsystem darstellt, das bei drohender Gefahr einer Fehlentscheidung aktiv wird. Offensichtlich empfängt diese im Frontallappen liegende Hirnregion Umgebungssignale, die dann unverzüglich auf potentielle Gefahren hin analysiert werden. Sollte eine Situation als „gefährlich“ interpretiert werden, schlägt es sofort Alarm, so dass das Individuum die Möglichkeit hat, eine Änderung seines momentanen Verhaltens einzuleiten. Menschen, die auf diese Weise rechtzeitig einer Gefahrensituation entronnen sind, führen dies dann gerne auf ihren „6. Sinn“ zurück. Ursprünglich wurde dem Cortex cingularis anterior auch eine wichtige Funktion bei der Verarbeitung von Konflikten zugeschrieben.

MädchenDer siebte Sinn?

Vor vielen Jahren gab es im deutschen Fernsehen eine Sendung mit Namen „Der 7. Sinn“, in der versucht wurde zu vermitteln, im Straßenverkehr vorausschauend zu fahren. Davon soll hier jedoch nicht die Rede sein.
Wir alle kennen dieses „Warnsystem“ zwischen einer Mutter (weniger häufig und intensiv, aber sicherlich auch zwischen Vätern) und ihren Kindern und oft genug auch umgekehrt. Auch das kann man vielleicht noch biologisch erklären. Wahrscheinlich bekommen wir alle auf der Ebene der Genetik so ein Zusammengehörigkeitsgen mit, das reagiert, wenn einer von beiden zB in Gefahr ist.
Noch ein anderes Thema der Wahrnehmung ist das der Organtransplantation. Menschen, denen ein „fremdes“ Organ eingepflanzt wurde, haben plötzlich andere Wahrnehmungen – und zwar in Bereichen, die beim Organspender als normal galten. Darüber gibt es viele Berichte. Aber auch dies gehört noch auf die „materielle“ Ebene.
Wie aber ist das bei Menschen, die keine genetischen Gemeinsamkeiten haben, sondern sich „nur“ lieben? Auch sie sind wie durch eine magische Energie miteinander verbunden und wissen, wie es dem anderen geht.
Das ist doch mit „materiell-organischer Verbindung“ schon nicht mehr erklärbar. Und als ich – aus Norwegen kommend – auf der deutschen Autobahn Richtung Braunschweig fuhr und nur noch schnell nach Hause wollte, hatte ich kurz vor der Abfahrt rüber zur Bundesstraße 214, die zwar direkt nach Braunschweig führt, aber eben auf der Landstraße = Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ortschaften usw., den Gedanken: „Fahr hier runter und nimm die Bundesstraße!“ – Mein Kopf „wusste“ es jedoch besser: „Autobahn geht viel schneller, und ich bin schneller zu Hause, wenn ich weiter die Autobahn fahre.“ Ein paar Kilometer hinter dieser Abfahrt stand ich in einem Stau, durch den ich etwa zwei Stunden später nach Hause kam.
Von der Arbeit mit Menschen will ich gar nicht erst reden, davon, wie im Beratungsgespräch plötzlich Themen oder Formulierungen auftauchen, die unmittelbar zur Lösung eines Prozesses bzw. eines Konfliktes führen. Das hat nicht immer nur etwas mit Wissen und Erfahrung zu tun.

Was geschieht in solchen Momenten? Ich glaube, es gibt insgesamt drei Ebenen dieser Thematik. Die erste Ebene scheint mir die materielle zu sein, die, wo die Vererbungslehre eine Rolle spielt.
Die zweite Ebene scheint mir eine zwischenmenschliche zu sein, von der schon der bekannte Schweizer Psychologe C.G.Jung meinte, dass wir alle auf einer Ebene des kollektiven Unbewussten miteinander verbunden sind.
Hier spielen sicherlich auch die Emotionen eine Rolle, durch die ich für die eine oder andere Sache ein gutes oder weniger gutes Gefühl habe. Aber auch das scheint sich für mich noch auf der menschlicheren Ebene abzuspielen und mit-abhängig von persönlichen Erfahrungen und Befindlichkeiten zu sein.
Die dritte Ebene ist jedoch eine völlig andere. Unsere Altvorderen konnten sie noch frei leben. Sie waren eingebettet in eine Form der Wahrnehmung, die aus einer optimalen Mischung aus Logik, Wissen, Gefühl, Spürsinn, Informationen aus den gemachten Erfahrungen heraus und einer optimal ausgeprägten Intuition bestand. Ihre uns leider nicht mehr sehr umfangreich bekannten Erkenntnisse bezüglich der natürlichen Zusammenhänge – über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende erfolgreich gelebt – wurden von der zunehmend verkopften Denkweise der modernen Menschen als primitiv abgetan. Bis dann in modernen Laboratorien zB wissenschaftlich geklärt wurde, warum die Pflanze XY bei bestimmten Symptomen heilende Wirkungen hervorruft, warum bei bestimmten Planetenständen dies oder jenes zu beachten ist.
Ein gutes Beispiel scheint mir da das homöopathische Mittel „Okoubaka“ zu sein. Moderne Wissenschaftler beobachteten, dass (West-)Afrikaner bei zB Vergiftungserscheinungen zu einem Baum liefen und die Rinde kauten. Das machen sie so seit Menschengedenken, war die Information. Inzwischen gibt es >80 klinisch gesicherte Studien, wo man dieses Mittel einsetzen kann. – Die Eingeborenen dort brauchten diese Studien nicht. Sie wussten um die Wirkungsweise.
Doch woher wussten sie das? Im oben genannten Buch wird das Beispiel des Eisberges verwendet. So schreiben die Verfasser:
„Eine der größten Blockaden ist neben dem ergomanischen Denken eine gewisse gesamtgesellschaftliche Amnesie. Wir sind in geradezu überheblicher Weise stolz auf unseren Intellekt, aber dabei, das Wichtigste zu verlieren, nämlich den gesunden Menschenverstand. Es ist bei unserem Verstand ähnlich wie bei einem Eisberg: Nur ein Achtel schaut aus dem Wasser heraus, strahlt in blendender Schönheit. Die sieben Achtel, die als gigantischer Brocken im geheimnisvollen Dunkel unter Wasser bleiben, sind die mächtige Basis der schönen weißen Spitze. Unser Intellekt, also der intellektuelle Teil des Verstandes, steht für diese wunderbare Spitze. Der mächtige Teil unter Wasser, der die Spitze trägt, steht für unseren gesunden Menschenverstand, der deshalb gesund ist, weil er nicht wie der Intellekt in seiner Hybris allein stehen will, sondern mit unserem Empfinden, unserer Psyche, unserem Milliarden Jahre alten Unterbewusstsein und der Intuition verbunden ist.“
Und da haben wir sie wieder: die Intuition. Extra angeführt, nicht im Verbund mit den menschlichen Eigenschaften, mit dem menschlichen Fähigkeiten. Sie hat auch nichts zu tun mit dem Bauchgefühl, aus dem heraus wir Situationen, Dinge, Menschen bewerten und / oder beurteilen. Natürlich gibt es Menschen mit einem ausgeprägten Bauchgefühl, aber auch das muss noch nichts mit Intuition zu tun haben und ist – wie alles im Bereich der Spiritualität – immer wieder demütig zu hinterfragen. Es könnte ja sein, dass sich hinter dieser Form der Wahrnehmung halt doch eine große Portion Ego verbirgt, die man dann für sich als Intuition interpretiert.

SteinfigurenUm meine Vorstellung von Intuition deutlich zu machen, greife ich noch einmal auf das Bild Albert Einsteins zurück, der gesagt haben soll, dass die Vorstellung eines Gottes, der den Urknall initiiert hat, ihm sympathischer war als die Vorstellung eines Gottes, der mit Lehmkügelchen spielt. Es ging ihm also um diese unglaubliche schöpferische Energie, die der Ursprung allen Seins ist, diese Energie, die um uns herum ist und uns gleichermaßen durchdringt. Die wir jedoch mit dem einen Achtel der Spitze des Eisberges nicht wahrnehmen können.
Einer seiner Gedanken war auch: „Man hat den Eindruck, dass die moderne Physik auf Annahmen beruht, die irgendwie dem Lächeln einer Katze gleichen, die gar nicht da ist.“
Das bedeutet, dass wir – wie schon einmal gesagt – eigentlich Unerklärbares erklären wollen. Unser Verstand verlangt danach. Er braucht das Geländer, braucht die Krücke zur Orientierung – und sei sie noch so verkehrt! Er bastelt sich das dann schon entsprechend zusammen. Hauptsache, seine vermeintliche Sicherheit, seine Machtposition ist nicht gefährdet.
So ist die Intuition nach meinem Verständnis das Offen-sein für eben diese schöpferische Energie, die zwar außerhalb meiner selbst liegt, zu der ich aber jederzeit Zugang / Zugriff habe. Ich vergleiche das gern mit dem Sauerstoff. Er ist überall, aber ich muss ihn durch das Einatmen in mir aufnehmen, um mich seiner bedienen zu können.
Ein intuitiver Heiler, Kartenleger, Astrologe, Kaffeesatzleser, Kristallkugelschauender und was immer für Techniken es gibt, ist imstande, über das Bauchgefühl hinaus (und damit natürlich über die rein intellektuelle Kenntnis der Zusammenhänge von Karten und Astrologie hinaus) Dinge zu erfassen, Zusammenhänge zu verstehen. Dies muss jedoch in einer gewissen Demut erarbeitet werden. Nur wenige Menschen haben die Fähigkeit des intuitiven Schauens mit in die Wiege gelegt bekommen. Aber bei vielen Menschen ist die Tür zur intuitiven Erkenntnis durchaus angelehnt und will durch Lernen und Meditation geöffnet werden.
Das wird niemals mit Brachialgewalt funktionieren, sondern setzt die im Laufe der Inkarnationen erworbene Reife der Seele voraus, in der das Ego der Liebe und dem Vertrauen in das Sein schon deutlich gewichen ist.
Edgar Cayce, einer der großen Seher der Neuzeit, formulierte es in einer seiner Readings sinngemäß so:
Ursprung und Schicksal der Menschheit: „Alle Seelen wurden am Anfang erschaffen und finden nun ihren Weg dahin zurück, von wo sie kamen.“
Cayce glaubte, dass die Seelen mit dem Bewusstsein ihrer Einheit mit Gott geschaffen wurden. Die Erde samt ihrer bekannten Grenzen wurde seiner Meinung nach als ein Ort für angemessenes spirituelles Wachstum erschaffen. Dabei sollte ich vielleicht erklären, dass Cayce in über 20.000 Sitzungen, wovon über 14.000 mitstenografiert wurden, eindeutig Kontakt zur Akasha-Chronik, dem „Weltenbewusstsein“, hatte. Das sind also keine Aussagen vom Menschen Edgar Cayce, sondern aus der Ebene heraus, die ich der Intuition zuordne.
Für mich bedeutet das, dass ich mich zwar an Techniken und Aussagen von Menschen orientieren kann, wenn ich meine, die sprechen meine Sprache. Aber das können nur Stationen sein! Stationen auf dem Weg der eigenen Entwicklung. Ich sollte nicht im Intellektuellen steckenbleiben und auch nicht im Bauchgefühl. Der Weg muss über Meditation weitergehen zum Ursprung allen Seins, den wir als Gott bezeichnen. Auf dem wir alle gleich sind. Frei von jeglichem Unterschied. Hautfarbe, Konstitution, Geschlecht, Überzeugungen, Mentalitäten, sogar die Genetik spielt hier keine Rolle mehr, sondern einzig und allein der innere Kern = der göttliche Funke in uns. 

Alle Seelen wurden am Anfang erschaffen und finden nun ihren Weg dahin zurück, von wo sie kamen.“, sagt es durch Cayce. Durch den individuellen Reifeprozess durch die Inkarnationen zeigt sich der Mensch im Hier und Jetzt in unterschiedlicher Weise. Auf der allerinnersten Ebene spielt das jedoch alles kaum eine Rolle, so lange wir bemüht sind, uns weiterzuentwickeln, um eines Tages wieder beim Ursprung zu sein. Auf dieser Ebene sind wir alle eins, sind wir alle gleich. Das ist nur zu vergleichen mit der liebenden Mutter (womit ich „Gott“ keinem Geschlecht zuordnen will. Das ist auch nur ein menschliches Bemühen.), der nur wichtig ist, dass ihre Kinder wieder nach Hause kommen. Es ist ihr egal, wie, warum und weshalb. Sie fragt nicht, urteilt nicht, macht keine Unterschiede. Sie schließt ihre Kinder in die Arme und ist glücklich, weil sie wieder zu Hause sind. Allerdings übernimmt sie auch nicht die Verantwortung für alle Taten ihrer Kinder, sondern verlangt die Selbstverantwortung. Sie zählt keine „Sünden“, und sie straft nicht, aber sie sagt: „Ordne Dein Leben selbst! Hol‘ Dir Impulse von außen dafür, aber dann ordne Deine Dinge selbst!“

Ich glaube, das ist die Intuition. Das ist diese Energie, die sich nie versagt. Im Gegenteil. Mit der Überbewertung des Intellektes haben wir die Tür zu ihr verschlossen und sind jetzt dabei, sie langsam wieder zu öffnen. Allerdings ist der Intellekt schlau und manchmal hinterlistig. Er will sich seine Macht nicht entreißen lassen, und so können wir nur – jeder für sich – ins eigene Innere eintauchen und fragen: Gott, was willst, das ich tue. Und diese schöpferische Energie wird sich dem Fragenden in der ihm eigenen Weise offenbaren. Das mag das Bild von Engeln sein oder von Jesus als Erlöser, als Buddha oder Manitu … es hat immer denselben Ursprung: die schöpferische Energie, durch die alles wurde und durch die alles ist – weit außerhalb des menschlichen Verstehen – Könnens, aber alles Leben auf unserem Planeten und das Universum miteinander verbindend.

In diesem Sinne wünsche ich einen gesegneten Weg!
In herzlicher Verbundenheit,
Manfred Aubert.

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