Astrologie

Der Mond im Horoskop – und die verborgene Kraft des Unterbewusstseins

frau-moonMond im Horoskop – und die verborgene Kraft des Unterbewusstseins

Es ist kein Zufall, dass wir alle unser Sonnen- oder Sternzeichen wissen, aber kaum jemand die Stellung seines Mondes kennt. Unser Tagesbewusstsein, das von der Sonne regiert wird, wird in der westlichen Welt weit höher geschätzt als die verborgene Kraft unseres Unterbewusstseins, das sich im Ausdruck der Nacht und im Symbol des Mondes zeigt. Der Mond im Horoskop.

Wir drücken mit unserer Sonnenstellung unser Selbst-Bewusstsein als Wesen auf dieser Erde aus und zeigen uns damit der Außenwelt. Wir handeln, agieren und schöpfen aus dieser Energie. Der Mond jedoch ist der Gegenpart der Sonne. Die Mondenergie verbindet dich mit deinem tiefsten intuitiven weiblichen Sein.

Deine Mondqualitäten erfährst du nur in Entspannung, in Passivität und im bedingungslosen Annehmen dessen, was gerade in dir ist.

So wie der Tag unsere Aktivität und Handlungsfähigkeit benötigt, so braucht die Mondkraft in uns Schutz, Geborgenheit und Ruhe. Und wie auf den Tag die Nacht folgt, so folgt auf den Sonnenrhythmus die Sehnsucht nach der Mondquelle. Nur ist es in unserer nach außen orientierten Welt nicht so einfach, auf den Ruf unserer innersten Bedürfnisse zu achten. Denn behindert wird dieser leichte Zugang durch unser aller Angst vor Bedürftigkeit, vor Abhängigkeit und Schwäche.

Die Mondstellung in unserem Horoskop hängt auch zusammen mit der Mutterliebe, die wir in den ersten Jahren unserer Kindheit erfahren und im Unterbewusstsein  gespeichert haben. Wir sehnen uns ein Leben lang nach bedingungsloser Mutterliebe, die wir in der Kindheit meist nicht in vollständiger Form bekommen haben, denn auch unsere Mütter waren voll unerfülltem Sehnen nach Liebe.

Somit ist die Stellung des Mondes im Horoskop auch immer gekoppelt an unsere Erfahrungen in der Kindheit.

Sie zeigt an, was du brauchst, um dich wohl und geborgen zu fühlen. Wir alle kommen mit einem ganz bestimmten Grundbedürfnis nach Geborgenheit, Umsorgtwerden und dem Bedürfnis nach Zuwendung auf die Erde. In späteren Jahren verlagert sich dieses Grundbedürfnis auf unseren Partner. Je mehr du dir deiner wirklichen Gefühle bewusst bist, umso leichter und ehrlicher wirst du deine Beziehungen zu anderen gestalten können. Ansonsten wird die Mondenergie nach Außen verlagert und der andere dafür verantwortlich gemacht, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Es ist deshalb wichtig, dir folgende Fragen zu stellen:

  • Was brauchst du wirklich, um dich wohl zu fühlen?
  • Hast du dich in deiner Kindheit sicher und geborgen gefühlt oder wurden deine Grenzen immer wieder übertreten?
  • Hat deine Mutter dir deine Grundbedürfnisse erfüllt oder musstest du darum kämpfen?
  • Und wie kannst du dich selbst nähren, damit es deinem inneren Kind gut geht?

Denn der Mond hat mit Nahrung, Essen, sich-nähren zu tun. Wenn du zu viel isst und alles in dich hineinstopfst, fehlt es an Ausgewogenheit deiner Mondenergie. Genauso ist es, wenn du Probleme mit dem Magen hast. . Dann stelle dir immer die Frage:

  • Wo fühle ich mich nicht wirklich geborgen?
  • Was tue ich, obwohl ich ein anderes Bedürfnis habe?
  • Wo fehlt es mir an wahrer Entspannung?
  • Erlaube ich mir Ruhe und Stille?

Der innere Ort von Ruhe und Frieden ist bei jedem gleich, wir sind alle mit der gleichen Quelle verbunden, nur der Zugang, der Eingang ist anders. Jeder hat eine andere Anlage oder Prägung, um zu diesem inneren Ort zu gelangen.

Der Mond in den Zeichen zeigt die Grundenergie an, mit der ich mich in die Entspannung begebe und was ich brauche, um ein Gefühl von Geborgenheit, Heimat und innerer Sicherheit zu entwickeln.

Jeder Mond braucht etwas anderes:

  • Ein Widdermond muss sich erst mal durch Sport oder ähnliches austoben, ehe er sich entspannen kann
  • Ein Stiermond benötigt das Gefühl, Zeit zu haben
  • Krebsmonde müssen das Gefühl von Heimat und eine starke Verbindung zu den Wurzeln haben
  • Zwillingsmonde brauchen viel Anregung und immer wieder Veränderungen
  • Ein Löwemond benötigt die Möglichkeit, kreativ zu sein
  • Jungfrau-Monde bedürfen der tröstlichen Gewissheit von Routine
  • Für einen Waagemond ist ein harmonisches Umfeld wichtig
  • Ein Skorpionmond sucht vor allem tiefe Erfahrungen und Aufrichtigkeit
  • Ein Schützemond blüht auf bei Abenteuern und braucht viel Freiheit
  • Ein Steinbockmond fühlt sich in einer klaren Struktur geborgen
  • Ein Wassermannmond ist offen für das Ungewöhnliche und scheut zu viel Nähe
  • Ein Fischemond braucht viel Zeit zum Träumen und Blumen für die Seele

An der Mondstellung können wir auch erkennen, wie wir wohnen möchten und wie wir uns einrichten.

Unser Bedürfnis nach Rückzug oder nach Austausch kann dabei sehr unterschiedlich sein.
Wenn z. B. ein Widdermond mit seinem ausgeprägten Aktivitätsdrang auf einen Krebsmond trifft, der viel Ruhe benötigt, können beide sich mit dem anderen unwohl oder überfordert fühlen.
Das Element Feuer (Widder, Löwe und Schütze) braucht Aufregung und Anregung, während ein Wassermond (Mond in Krebs, Skorpion, Fische) Zeiten des Rückzugs benötigt.
Luftmonde (Mond in Zwilling, Waage, Wassermann) harmonieren eher mit Feuermonden, während ein Wassermond sich mit einem Erdmond (Stier, Jungfrau, Steinbock) leichter vertrauter fühlt, als mit Luft und Feuer.

Die grundsätzliche Schwingung des Mondes zeigt sich erst, wenn eine Beziehung oder Freundschaft intensiver wird und man mehr Zeit miteinander verbringt.

Jedoch ruht in uns allen das gleiche tiefe Sehnen, immer wieder zu sich selber zurückzufinden – so, wie wir uns nach einem aktiven Tag  niederlegen wollen für einen erholsamen Schlaf.
Nicht auf unsere Mondbedürfnisse zu achten, kostet seinen Preis: Müdigkeit, Erschöpfung, Gefühlsausbrüche, Magenbeschwerden usw.

Wenn du zu lange in einer nach Außen gerichteten Energie verweilst, wirst du innerlich immer müder, und alles scheint nicht mehr wirklich zu fließen. Dies ist immer der Moment, einzutauchen, loszulassen, sich den eigenen Raum zu kreieren, und nachzuspüren, was du wirklich brauchst, um dich wohl zu fühlen.

Es gibt viele Gründe, warum wir das Eintauchen in unsere eigenen Tiefen vermeiden wollen.

Zunächst einmal tauchen meist viele verdrängte, unangenehme Gefühle auf, wie Abhängigkeit, Bedürftigkeit, Verlassenheit, Einsamkeit, Angst und verdrängter Schmerz. Eintauchen in die Mondkraft heißt, sich vollständig dem inneren Fühlen anheim zu stellen, mitzufliessen mit dem, was die Sehnsucht will und das innere bedürftige Kind braucht.

Der Neumond ist am besten dafür geeignet, in der Stille nachzuspüren, was uns fehlt, wo die dunklen Löcher von Bedürftigkeit sind und sich die Schatten von unerfülltem Leben  verbergen. Die äußere „dunkle Nacht“ weist auf die Einkehr hin, auf die Umkehr, auf das In-Sich-Einkehren, In-Sich-Suchen, um den Blick nach innen zu richten. .Es geht nun darum, diesen Teil in sich zu pflegen und das innere Kind wiederzufinden, es zu achten, zu verwöhnen, an die Hand zu nehmen und ihm eine gute Mutter zu sein.

Wenn du  im Einklang mit deinen Mondbedürfnissen bist, fühlst du dich in dir wohl und bist hier auf der Erde zuhause. Du agierst aus dem Bauch heraus und spürst in jeder Situation, was dir gut tut und was du brauchst. Das entlastet  deine Beziehungen und deinen Körper und gibt dir selbst die Energie, mit innerer Ausgeglichenheit deine Aufgaben auf Erden mit Freude zu erfüllen.

Die Sonne verweilt einen Monat lang in einem Sternzeichen.

Der Mond verbleibt nur ca. 2 Tage in einem Zeichen und ist dadurch nicht so einfach zu erkunden. Jedoch kann man die jeweilige Mondstellung mit dem Geburtsdatum sehr einfach anhand der „Ephemeriden“ (den Planetenstellungen zum Zeitpunkt der Geburt) auf vielen Seiten in Internet in Erfahrung bringen.

06.07.2018
Eva Denk

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