Gesellschaft

Eine Frage des eigenen Selbstwerts?!

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In der Coaching-Arbeit geht es immer auch um Wertschätzung.
Erst einmal dem Klienten gegenüber, den ich als Mensch in seinem ganzen Sein betrachte und wahrnehme. Und es geht um Selbstwert. Nämlich darum, wie wertschätzend sich ein Mensch selbst betrachtet und behandelt und im Zuge dessen auch um Fremd-Wertschätzung.

Zunächst einmal möchte ich grundsätzlich auf den Begriff und die Bedeutung von Wertschätzung eingehen. Es ist ein Wert, den wir schätzen. Also etwas, was uns bedeutungs- und sinnvoll erscheint. Da jeder einzelne Mensch mit einer unterschiedlichen Werteskala durch sein Leben geht, ist also Wertschätzung auch kein objektiv messbarer bzw. einteilbarer Wert, auf den wir uns immer einigen können.

Was dem einen etwas wert ist, ist für den anderen vielleicht sogar das Gegenteil, nämlich wertlos. So haben wir also die Aufgabe, uns innerhalb einer Gemeinschaft und oder Gesellschaft auf verschiedene Werte und Wertesysteme zu verständigen. Dies gelingt auch in vielen Lebensbereichen und je nach Kultur und Prägung haben wir zumindest Schnittmengen.

Was aber passiert in der jetzigen Transformationszeit?

Wieso fühlen wir so oft eben keine Wertschätzung mehr? Was lässt uns die Unterschiede so stark wahrnehmen und sogar die Ungerechtigkeit fühlen? Es ist an der Zeit, unsere industriell geprägten Werte inklusive der häuslichen Kultur und Prägung auf den Prüfstand zu stellen. Wertschöpfung heißt das neue Zauberwort, welches zum Erfolg führt.
Aber zu welchem Erfolg konkret? Genau!

Eben nicht auf materieller Ebene als Grundlage, sondern auf seelisch-geistiger Ebene. Wenn wir unsere Wertschätzung weniger von materiellen Dingen abhängig machen, sondern wieder das menschliche Tun und die schöpferische Tätigkeit an sich wertschätzen, kommen wir in eine neue Dimension der Wertschöpfung. Dann geht es um Menschsein, anstatt um Materie.

Unsere Gesellschaft in der westlichen Welt hat sich viel zu lange mit Wertschöpfung im Sinne von Gewinnoptimierung befasst. Hier wurden Werte geschöpft, die oft auf Kosten anderer entstanden sind. Ausbeutung von Arbeitszeit und Leistung verspricht nur  für eine kurze Zeit eine Optimierung des materiellen Gewinns. Der menschliche Gewinn bleibt auf der Strecke und fliegt uns jetzt mehr und mehr um die Ohren.

Wenn ich also von Wertschätzung spreche, so appelliere ich ebenso an mich, wie an alle Menschen.
Damit meine ich z.B. die Wertschätzung von Lebensmitteln, von Tieren, die für uns gestorben sind, damit wir sie als Nahrung nutzen können.

  • Von Pflanzen und Früchten, die wir ernten und die uns lebenswichtige Vitamine und Vitalstoffe liefern.
  • Von Kindern, die unser höchstes Gut sind und die uns täglich mit ihrer bedingungslosen Liebe erfreuen.
  • Von Menschen, die im Dienste der Gesellschaft Alte und Kranke pflegen und zwar mit dem vollen Bewusstsein, mit dieser Arbeit keine Millionen, dafür aber Herzen zu gewinnen.
  • Von Mitarbeitern und Chefs, die sich gegenseitig sehen und wahrnehmen und gemeinsam produktiv sind. Als Team. Von Mensch zu Mensch.

Wertschätzung fängt mit Bewusstsein an

Wenn mir die Leistung und das Tun eines Menschen wahrhaftig sind, kann ich sie auch bewusst wertschätzen. Dies muss unabhängig von einem materiellen, im Sinne von finanziellen Ergebnis geschehen. Nicht alles, was von menschlicher Bedeutung ist, ist gleichzeitig auch von einem großen, materiellen Wert. Das eine schließt aber das andere auch nicht aus.

Worauf ich hinaus will:

wenn ich mir zunächst das Menschliche hinter einer Sache, einer Tat, einer Dienstleistung, eines Angebotes bewusst mache, anstatt immer zuerst über einen materiellen Gewinn nachzudenken, kann ich freier und anders bewerten und dann auch entsprechend wertschätzen.

Wir haben verlernt, uns als Menschen wechselseitig wertzuschätzen, indem wir ohne jegliche finanziellen Mittel miteinander kommunizieren. Der Kapitalismus und seine Zeit haben geprägt, dass nur Leistung belohnt = bewertet wird, und es wurde jeder Leistung auch ein gewisser Geldwert bzw. materieller Wert zugeordnet.

So sind wir HEUTE immer noch oft alten Mustern ausgeliefert, die einteilen, wie viel z.B. eine Arbeit pro Stunde und von welcher Art ‚Facharbeiter’ wert ist, wie viel ein Produkt XY kosten darf und welche Berufsgruppe als besonders wertvoll innerhalb der Gesellschaft angesehen ist.

Wenn wir von diesen Vorgaben einmal abrücken und uns schlichtweg im Herzen die Frage stellen, wie viel eine Stunde z.B. als Altenpfleger/in wert ist, so können wir anhand des menschlichen Wertes für uns schon einiges festmachen.
Da ist jemand im Dienste des Menschen unterwegs, arbeitet körperlich, trägt Verantwortung. Aber was ist diese Tätigkeit der Allgemeinheit wert?

Was ist jedem Einzelnen diese Arbeit wert? Und wieso erhalten immer noch studierte Berufsgruppen die Anerkennung als etwas Besonderes, wenn wir doch alle für uns ganz individuell besondere Leistungen vollbringen?

Wertschätzung fängt bei jedem von uns mit dem Selbstwert an

In dem Sinne, wie ich mich selbst schätze, schätze ich auch andere Menschen und Lebewesen und die damit verbundenen Tätigkeiten bzw. erschaffenen Produkte. Ich darf mich also überprüfen, in welchen Lebensbereichen ich mich besonders wertschätze und in welchen vielleicht noch zu wenig. In welchen Bereichen ich Dinge einfach als selbstverständlich hinnehme und auf welche ich viel mehr Augenmerk lege.

Für mich persönlich fängt Wertschätzung da an, wo ich das Wohlsein für eine Gemeinschaft erkenne. Und zwar Wohlsein im Sinne von ‚das Menschsein’ fördernd. Da wo nicht Gier und Profit, sondern gesellschaftliche Entwicklung im Vordergrund steht.

Da wo Wertschöpfung durch gute und faire Bedingungen entsteht. Da wo Menschen als Mensch miteinander umgehen. Da wo Hilfe geboten wird, auch wenn einmal nichts dabei herumkommt.

In der kommenden Zeit sind wir alle mehr und mehr dazu angehalten, unsere Wertschätzung uns selbst und anderen gegenüber zu überprüfen und uns zu entscheiden:

  • Wollen wir menschlich sinnvolle oder rein materialistische Werte erschaffen?
  • Wollen wir gemeinschaftlich verbindend miteinander leben oder egoistisch trennend unsere Vorteile aus Gemeinschaft ziehen?

Mein Fazit:

Wenn Wertschätzung mit dem bewussten Herzen geschieht und das Menschsein wieder wichtiger wird, dann entsteht ein natürlicher Fluss von Wertschöpfung, von dem alle profitieren.

Durch gute Lebensbedingungen, durch gezielte Hilfestellung, durch Entwicklungsmöglichkeiten, durch freies Denken und Handeln, durch schöpferische Arbeit. So könnte ‚Menschenerfolg’ entstehen, bei dem es nicht nur einzelnen gut geht.

20.11.2018
Herzlichst
Julia Bleser
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2 Kommentar(e)

  • ein ganz wunderbarer Artikel; ich liebe diesen Wandel hin zu einer Wertschöpfung aus dem Sein heraus anstelle des Wert Schöpfens in der Leistungsgesellschaft – das ist der Weg!

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