Vertrauen

Mangelndes Vertrauen ist auch Mangel an Liebe

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Vertrauen ist ein wundervolles Wort, und es ist wichtig für das Gelingen von so ziemlich allem was wir tun wollen. Wir sollten uns vertrauen, dass wir in der Lange sind Dinge zu erreichen, wir sollten anderen vertrauen, wenn wir in Kontakt mit ihnen sind, weil nur durch Vertrauen die wundervollsten Dinge entstehen können.

Unseren Kindern sollten wir vertrauen schenken, damit sie ihre Ziele erreichen und an ihre Träume glauben können. Unseren Träumen sollten wir vertrauen schenken, damit sie wahr werden können.

Vertrauen schenken heißt, du schaffst das, du kannst was , das wird schon, ich glaube an dich.

Doch warum fällt es uns oft so schwer zu vertrauen? Aus genau demselben Grund warum es uns so schwer fällt zu lieben. Wenn wir Vertrauen schenken wollen, dann müssen wir zunächst Vertrauen besitzen, denn niemand kann etwas verschenken, das ihm nicht gehört.

Mangelndes Vertrauen ist auch Mangel an Liebe.

Ein Junge mit Namen Azmi fragte einmal seinen Sufi Meister “ Wie kann ich vertrauen lernen?“
Der Meister schaute ihn an und sprach. „In dem du lernst nicht zu zweifeln“.
„Aber warum ist es so leicht zu zweifeln?“ wollte der Junge wissen.
Ja Azmi, die, die ihren Träumen nicht vertrauen, sehen den Mond nur in der Spieglung ihrer Brunnen.
Warum ist das so, Meister? wollte der Junge weiter wissen.

„Weil diese Welt umhüllt ist von einem Mantel aus Angst. Dieser Mantel ist so gewoben, dass er dich, wenn du ihn anlegst von innen frieren lässt, während er dich glauben macht er würde dir Schutz und Wärme bieten.
Er wird von Generation zu Generation weitergegeben, und so wie alle gerne das glauben, was alle glauben, so machte sich irgendwann niemand mehr die Arbeit zu hinterfragen, ob das was alle glauben überhaupt stimmt.
Alle frieren unter ihren Mänteln und denken, das liegt an der Kälte dieser Welt da draußen, aber all das stimmt nicht, es ist die Kälte der Welt im Innern. Um so nackter du sein kannst um so wärmer wird dir. Denn diese Welt wärmt den, der lieben kann und der, der lieben kann hat Vertrauen in alles und jeden.“

“ Ja,“ aber Mama sagt immer „Sei nicht naiv, Azmi! Du kannst nicht nur an das Gute glauben, denn da draußen ist so vieles vor dem du dich in Acht nehmen musst. „

„Ja Azmi, so spricht das Herz einer Mutter die in Sorge ist, dass es dir immer gut gehen möge. Die Menschen haben so sehr gelernt, der Angst zu vertrauen, dass sie es nicht einmal mehr bemerken, wenn sie es tun.
Vertrauen ist Liebe, Azmi. Misstrauen ist Angst.“

“ Was also sollten die Menschen tun um in ihr Vertrauen zu kommen, Meister?

“ Sie sollten den Mantel des Misstrauens ablegen. Sie sollten fühlen wie es ist ihre Herzen mit Vertrauen zu füllen. Jede Sekunde ihrer Zeit sollten sie damit verbringen, sich selbst Vertrauen zu schenken, denn Misstrauen entsteht durch ein enttäuschtes Herz. Vertrauen kann nur in einem leuchtenden Herzen entstehen. „

“ Mama sagt immer „sei realistisch, dann wirst du nicht enttäuscht.“
“ Ja, Azmi, auch das ist so ein gefährlicher Satz, denn er behütet den Reisenden davor sein Ziel zu erreichen, in dem er ihn davon abbringt in den Zug einzusteigen.

Und wenn wir von Realität sprechen, welche Realität meinen wir dann?
Meinst du das was du siehst ist die Wahrheit?
Diese Realität, die sich aus Partikeln des sichtbaren Lichts zusammensetzt, um dann spiegelverkehrt auf deine Linsen projiziert zu werden damit dein Gehirn daraus Bilder und Symbole formt die es versteht?
Ist es das was die Menschen Realität nennen?
Nein, Azmi, meine Träume sind realer als ihre Realität, das was ich fühle ist meine Wirklichkeit.
Mir erzählen die Blumen von ihrem Leben, ich kann mit Wolken um die Wette träumen. Hast du jemals deinem Verstand etwas von dieser Welt jenseits des Verstandes erzählt? Diese Welt in die Menschen manchmal schlüpfen, wie ein Kind das sich nach Liebe sehnt.

Diese Welt aus der dich dein Verstand angstverzweifelt wieder zurückreißen will, weil er sagt“ Geh da nicht hin, das ist mir so fremd.“

Und sie landen in diesem Leben, das mehr Fragen als Antworten für sie bereithält. Indem sie leben, mit einer Arbeit, die sie nicht danach ausgesucht haben, weil sie sie am besten können, und die sie lieben, sondern weil sie ihnen sicheres Geld verspricht.
Versklavt haben sie sich, in ihrem Denken.

Sie warten am Montag auf den Freitag. Sie verlernen sich zu vertrauen, weil sie gelernt haben den Enttäuschungen zu vertrauen. Das Leid, dass sie kennen, ist ihnen näher als der Traum den sie nicht zu träumen wagen.

Ich sage ihnen, steigt aus, erzählt mir nichts von Realitäten. Steigt ein in den Zug der euch dorthin bringt, wo euer Herz schon lange ist. Fühlt euch wieder, atmet wieder. Erschafft eine neue „Wirklichkeit“ indem ihr lernt euch zu vertrauen.

„Ja, das kann ich gut verstehen“ meinte Azmi.

„Ja das weiß ich, mein Sohn. Das kannst, du lieber Azmi. Weißt du warum? Dein Name bedeutet “ fest entschlossen, bestrebt sein“ Das bist du, und ich bin sicher du wirst vielen Menschen aufzeigen können, wie sie den Weg in ihr Vertrauen zurückfinden“
Das würde ich so gerne tun Meister, gibt es eine Übung mit der ich leichter Vertrauen in mir entstehen lassen kann?“

Setze dich jeden Abend beim Schein einer Kerze hin und lächle. Tu das für 10 Minuten, eine Woche lang. In der darauf folgenden Woche machst du es genauso, du lächelst und jetzt sendest du deinem Herzen noch die Botschaft, ich glaube an dich, und in der darauf folgenden Woche machst du beides und ergänzt den Satz noch um einen. Ich glaube an dich und ich vertraue dir, Gott, der du hast alles entstehen lassen, dem nichts ein Zufall ist, und der mir diese Lektion geschenkt hat, damit das Licht dieser Kerze ein Symbol für das Licht in meinem Herzen sein möge. Auf das ich so sehen kann, wie Vertrauen in meinem Herzen wächst.
Denn je mehr Vertrauen ich in meinem Herzen habe, umso mehr kann ich anderen Vertrauen schenken, umso mehr werde ich mir selbst Vertrauen schenken. Ich werde dann den Mantel der Angst ablegen und in vollstem Vertrauen die schönste Version meines von Gott erdachten Lebens leben. Das wünsche ich mir.
So wird es sein, sagte der Meister.

An diesem Abend stellte Azim eine Kerze auf und lächelte und fühlte, das ist der erste Schritt in eine neue Zeit.

Ralph Valenteano
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1 Kommentar

  • Danke für den schönen Artikel. Whow, der kleine Absatz „der Mantel aus Angst (…) ist so gewoben, dass er dich, wenn du ihn anlegst von innen frieren lässt, während er dich glauben macht er würde dir Schutz und Wärme bieten. Er wird von Generation zu Generation weitergegeben, und so wie alle gerne das glauben, was alle glauben, so machte sich irgendwann niemand mehr die Arbeit zu hinterfragen, ob das was alle glauben überhaupt stimmt.“ bringt alles Wichtige auf den Punkt.
    Ich habe gerade letztes Jahr am eigenen Leib erlebt, wie mein Entschluss, endlich eine lang, lang ersehnte Lebensveränderung tatsächlich umzusetzen, Monate lang nachts heftige Ängste in mir auslöste. Das war sehr anstrengend. Ich bin den Weg trotzdem weiter gegangen und interessant: in dem Moment, dass ich dann wirklich den entscheidenden Schritt machte, war die Angst wie weggeblasen (und ist auch in Bezug auf dieses Thema nie zurück gekehrt).

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