Maya und der Tzolkin – Kosmische Ordnung

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Maya-Tzolkin-Kosmische-Ordnung-pyramidMaya und der Tzolkin

Die Maya, die mittelamerikanischen Ureinwohner, verfügten über erstaunliche Kenntnisse des Kosmos und der Zeit. Ihr Kalender gelangt im Jahre 2012 an das Ende eines großen Zyklus, das gewaltige Veränderungen mit sich bringen wird.

Die Mayas

Die nun folgenden Ausführungen sind an das Buch »Der Maya-Faktor. Die kosmische Ordnung« von Jose Argüelles angelehnt. Insbesondere die mathematischen Ausführungen sollten nur als kurzer Abriss ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Deckungsgleichheit mit der abendländischen Mathematik verstanden werden.

Für eingehendere Untersuchungen wird auf die Fachliteratur verwiesen. Aufgrund der Kürze des Artikels können die verschiedenen Aspekte nicht mehr als angerissen werden. Wir verweisen auf das Buch von Jose Argüelles, das z.Z. in deutscher Sprache nur über Johannes Kössner, Verlag Neue Erde, als reproduzierter Reader, dafür allerdings mit allen Originalgrafiken, bezogen werden kann.

Die Bedeutung des Wortes maya

Maya ist ein Schlüsselwort in der hinduistischen und buddhistischen Philosophie und bedeutet »Ursprung der Welt« und »Welt der Illusion«.
Das Wort maya in Sanskrit ist außerdem mit Begriffen verwandt, die »groß«, »Maß«, »Geist«, »Magie« und »Mutter« bedeuten. Die Mutter Buddhas hieß Maya. Im Mahabharata, dem klassischen Epos Indiens, heißt ein berühmter Astrologe Maya und auch der im Surya-siddhanta vorkommende Gesprächspartner des Sonnengottes Vivasvan heißt Maya.

Der Schatzmeister Tut­enchamuns, des berühmten Knabenkönigs Ägyptens, hatte ebenfalls den Namen Maya. In der ägyptischen Philosophie finden wir den Begriff mayet für »universelle Weltordnung«. In der griechischen Mythologie heißt eine der Plejaden Maia, sie ist die Namensgeberin des größten Sterns des Sternbildes der Plejaden.

Auch in der römischen Mythologie findet sich eine Maia, Göttin des Frühlings und Namensgeberin unseres Monats Mai. Was die Maya selbst betrifft, so ist gemäß der Forschung das Wort von dem Begriff mayab, einer Bezeichnung für die Halbinsel Yucatan, dem Hauptlebensgebiet der Maya, abgeleitet.

Zur Geschichte der Mayas

Die Vorläufer der Mayas sind die Olmeken, eine Volksgruppe, die entlang der Küste des Golfs von Mexiko siedelte und bis auf 4000 Jahre zurückverfolgt werden kann. Im Hochland von Oaxaca in Südmexiko lebten außerdem die Zapoteken, deren Hauptzentrum, Monte Alban, 600 v. Chr. gegründet wurde.

Der Begriff der Tolteken ist eine übergeordnete Bezeichnung für alle Volksgruppen und geht auf das Wort »tollan« oder »tulan« zurück, das im Popul Vuh, dem wichtigsten Mythos der mittelamerikanischen Indianer, soviel wie »Ursprungsort« bedeutet.

Hierbei ist es jedoch nicht als rein geographischer Ursprung dieser Volksgruppe zu verstehen, denn es werden vier Tulans erwähnt: »Von vier Orten kamen die Menschen nach Tulan: im Osten ist ein Tulan; ein zweites in Xibalbay (der Unterwelt): ein drittes im Westen, wo wir selber herkommen, vom Westen, und eins dort, wo Gott ist (Oberwelt). Und so gab es vier Tulans.«

Die Hochzeit der Maya begann 435 n. Chr.

Von 631-683 n. Chr. lebte der legendäre Pacal Votan, dessen Grabmal in Palenque das einzige seiner Art in Mittelamerika ist und das einzige, dass mit dem Grabmal in der Cheopspyramide vergleichbar ist. Auffallend ist, dass die Mayas 830 n. Chr. schlagartig aus der Gegend verschwanden, in der sie ihre Städte, ihre architektonischen und kulturellen Zeugnisse, errichtet hatten.

Erst im 11. Jh. wurden die verlassen Städte von den Azteken entdeckt und wieder besiedelt. Die klassischen Maya selbst haben sich in ein anderes Gebiet zurückgezogen: Xochicalco. Hier war es auch, wo 947 n. Chr. der historische Quetzalcoatl geboren wurde, der als die gefiederte Schlange (s. Abb.) in den Rang eines Religionsstifters und Gottes einging und dessen Prophezeiung von so nachhaltiger Bedeutung für die neuere Menschheitsgeschichte werden sollte.

Diese Prophezeiung besagte, das Quetzalcoatl, geboren 1 Reed des 10 Jh. (Reed ist Bestandteil der Maya-Kalenderzählung), genau am Tage 1 Reed des Jahres 1 Reed wiederkehren werde. Genau an diesem Tage im Jahre 1519, an einem Karfreitag, landete Hernando ???

Cortes in Mexiko, was Montezuma, den damaligen Herrscher der Azteken, dazu bewog, Cortes als die Wiederkehr des Quezalcoatl zu feiern und ihm einen ehrfürchtigen und willfährigen Empfang zu bereiten. Mit diesem Tag begann der Genozid an den Indianern in Mittelamerika, die rasende Vernichtung ihrer Kultur und der Aufstieg Europas zur ökonomischen Macht des 19. und 20. Jahrhundert, der durch die Ausplünderung der Kolonien erstohlen worden ist.

Die intellektuellen Errungenschaften der Maya

Insbesondere ihr äußerst präzise strukturierter Kalender ist heute noch allgemein bekannt. Ohne moderne Hilfsmittel war es den Maya möglich gewesen, die Sonnenumlaufbahn der Erde bis auf eine Tausendstel-Dezimalstelle genau zu berechnen. Sie besaßen Kalender über die Zyklen der Sonnen- und Mondfinsternisse und arbeiteten mit Kalendern, die synodische Kreisläufe verzeichneten sowie Synchronisationen der Zyklen von Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

Auf einigen ihrer Monumente sind Daten festgehalten, die auf Ereignisse bezug nehmen, die über 400 000 Jahre zurückliegen. Auch die binäre Sonnenfleckenbewegung wird im Tzolkin, dem Maya-Kalender, reflektiert. Bei der Sonnenfleckentätigkeit gehen zwei pulsierende »Flecken« (ein als negativ und ein als positiv bezeichneter) vom Ausgangspunkt jeweils 30 Grad über und unter dem Sonnenäquator aufeinander zu.

Ungefähr alle 11,3 Jahre begegnen sich diese Flecken am Äquator, stoßen einander wieder ab und beginnen erneut denselben Vorgang, sobald sie wieder bei 30 Grad nördlich bzw. südlich vom Sonnenäquator angekommen sind. Insgesamt dauert dieser Vorgang ca. 23 Jahre. 23 x 11,3 ergibt genau 260 Jahre, was als Fraktalzahl dem Tzolkin entspricht. 16 Zyklen von 260 Tagen (1 Tzolkin) sind zusammen 11,3 Jahre.

Genau wie der hinduistischen und buddhistischen Kosmologie liegt auch der Kosmologie der Mayas das Verständnis zugrunde, dass das Universum durch zahllose Zeit- und Daseinszyklen strukturiert wird, die sich nicht linear sondern in sich wiederholenden Kreisläufen vollziehen. Diese Zyklen und Systeme gehen weit über unsere kleine Erde und das dreidimensionale Raumverständnis hinaus.

Zwei zentrale Kategorien bilden die Basis der Maya-Kosmologie:

Hunab Ku, »das galaktische Herz«, der Mittelpunkt des Universums, das übergeordnete Hauptsystem, das mit der Sonne unseres Sonnensystems in einer reflektorischen Verbindung steht und Kuxan Suum, »die Straße des Himmels, die zur Nabelschnur des Universums führt«, eine Art Verbindungskanal, ein galaktischer Lebensstrang, der unsere Sonne, die Erde sowie jedes Lebewesen mit Hunab Ku verbindet und als Schlange bzw. Schlangenlinie dargestellt wird.

Folgende Zahlenwerte liegen dem Kalender zugrunde:

1 Baktun = 20 Katun = 400 Tun = 144.000 Kin (Tage) (ca. 396 Jahre)
1 Ahau = 13 Katuns = 260 Tun = 93 600 Kin (Tage) (ca. 260 Jahre)
1 Katun = 20 Tun = 7200 Kin (Tage) (ca. 20 Jahre)
1 Tun = 360 Kin (Tage) (ca. 1 Jahr)
1 Vinal = 20 Kin (Tage)
1 Kin = 1 Tag
1 Tzolkin = 260 Kin (1 galaktisches Jahr)
1 Haab = 365 Kin (1 Sonnenjahr)

13 Baktuns ergeben zusammen ein Zeitalter.

Das jetzige Zeitalter hat 3113 v. Chr. begonnen und endet 2012 n. Chr.
Der Maya-Kalender benutzt die sogenannte Langzählung, z.B. 13.0.0.0.0. Dies ist das Datum von 13. August 3113 v. Chr., das sich das nächste Mal 2012 n. Chr. wiederholt. Es bedeutet, daß wir im 13. Baktun sind, im Katun 0, Tun 0, Vinal 0 und Kin 0.

Die Synchronisation von Tzolkin und Haab erfolgt alle 52 Jahre, nach 18980 Tagen.
13 Baktuns x 20 Katuns ergibt 260 Einheiten, die Fraktalzahl des Tzolkins.
13 Baktuns sind 5200 Tun (Maya-Jahr), Fraktalzahl zu 52.
2 x 26 = 52
13 x 400 = 5200
Der Große Zyklus besteht aus 1 872 000 Kin (5200 x 360, 260 x 7200, 13 x 144 000, 20 x 13 Katuns)

Zu der Zahl 144 000 ist noch zu sagen,

dass  sie nicht nur bedeutsam ist als die Zahl, die in der Johannes-Offenbarung auftaucht, sondern auch als Teiler in den vedischen Yuga-Zyklen. So besteht das Kali-Yuga, das 432 000 Jahre dauert, aus 3 Baktuns (3 x 144 000 = 432 000), das Dvarpara-Yuga aus 6 Baktuns, das Treta-Yuga aus 9 Baktuns und das Satya-Yuga aus 12 Baktuns. Die Zahl von 13 Baktuns im Maya-Kalender kommt dadurch zustande, daß der Zeitraum von 0 bis 1 auch mitgezählt wird. Baktun 13 kann in diesem Sinne auch als Baktun 0 gezählt werden.

Eine weitere interessante Koinzidenz ist der Zusammenhang mit dem Platonischen Jahr von 26 000 Jahren, eine Überlieferung Platons. Dieses setzt sich aus genau 5 Großen Zyklen zu je 13 Baktuns zusammen und bildet außerdem die Fraktalzahl zum Tzolkin (260).

Die Bedeutung der Zeitzyklen ist nicht nur quantitiver Natur, sondern hat ganz konkrete qualitative Eigenschaften.

Diese Eigenschaften sind als Harmoniestrukturen des Universums zu verstehen. Da das Maya-Wissen davon ausgeht, daß alles auf Bewusstsein beruht und daß die Materie aus dem Bewusstsein hervorgegangen ist, sind diese psychologischen Qualitäten im Sinne von personalen Charakteristika konkrete Bildungsprinzipien der Realität. Jedes der 13 Baktuns steht in einer bestimmten Qualität.

Das Baktun 12, das vom Jahr 1618 bis 2012 (12.0.0.0.0. bis 13.0.0.0.0 in der Maya-Schreibweise) geht, steht im Zeichen der Transformation der Materie. Der Geist dringt in die Materie ein und formt sie nach seinem Willen. Dieses Zeitalter markiert den Aufstieg des wissenschaftlichen Materialismus.

Am Anfang dieses Baktuns, 1618, veröffentlichte Descartes seine Meditationen, die den Anfang der neuzeitlichen Philosophie der Aufklärung markieren. Im selben Jahr begann der Dreißigjährige Krieg. 1620 setzte die Mayflower nach Amerika über.

Im Jahr 2012 schließlich endet dieser Zyklus und mit ihm auch die Materieverbundenheit des Menschen.

Der folgende Zyklus steht im Zeichen der Sternen-Saat, was soviel bedeutet wie eine neue kosmische Orientierung und eine Frequenzanhebung des morphogenetischen Feldes um eine Oktave. Hier ist also in einem uralten traditionellen Wissensinstrument bereits angelegt, was vielerorts als das neue Paradigma bezeichnet wird.

Wir befinden uns somit in der allerletzten Phase eines 5 200 Jahre währenden Großen Zyklus, dessen letztes Katun 1992 begonnen hat. Sollte die Berechnung des Maya-Kalenders stimmen, so dürfte bis zum Jahr 2012 die endgültige Transformation und Umkehrung des gesamten Feldes absolviert sein.

Diese Umkehrung ist noch mit gewissen Turbulenzen verbunden, die gerade ganz am Schluss der Welle am stärksten sind.

Eine nicht-materialistische, an den ökologischen Harmoniegesetzen orientierte Technologie entsteht, seit langem vorbereitet von Denkern und Forschern wie Tesla, Schauberger, Fuller und Russell. Die Forschungen der freien Energie, wie sie auch von Wolfgang Wiedergut betrieben werden, werden in naher Zukunft zu ersten praktischen Resultaten führen.

Im gleichen Kontext sind die Bestrebungen zu sehen, die Rettung des Regenwaldes in Zusammenarbeit mit den dort seit Jahrtausenden mit dem Wald und der Natur im Einklang lebenden indigenen Völker anzugehen.

Es wird für die Akteure der globalen Umweltzerstörung zunehmend unmöglicher, unbemerkt zu agieren und selbst konservative Kreise beziehen mittlerweile ökologische Werte in ihre Politik mit ein. Eine starke Umweltbewegung kann mit etwas Bemühung die kritische Masse erreichen, die notwendig ist, um den vollständigen Durchbruch zu erreichen.

Von der informationstechnologischen Seite her wird dieser Prozess durch die dezentralisierten, bioregionalen Kommunikationsnetze unterstützt, die praktisch von staatlicher Seite nicht kontrollierbar jedem erlauben, für minimalste Kosten auf Informationen in der gesamten Welt zuzugreifen. Seitdem 1994 das Internet endgültig für die Öffentlichkeit uneingeschränkt zugänglich wurde, ist die weltweite Kommunikation und Information für jeden möglich.

Ob die Menschheit für diesen Durchbruch allerdings reif ist,

wagen finstere Szenarios von der Ökodiktatur (siehe z.B. Dirk C. Flecks Roman »Go! Die Ökodiktatur«) anzuzweifeln. Ohne Frage muss sich die Umweltbewegung und Alternativbewegung früher oder später mit dem Problem der Macht auseinandersetzen.

Dieses ist nur lösbar auf der Ebene der Spiritualität, denn Macht ist eine spirituelle Kategorie. Die Vermeidung und Ablehnung spirituellen Wissens zugunsten rationalistischer, rein intellektueller Methodik verbannt die Wirkungsprinzipien der Macht ins Dunkel des Unbewussten und macht sie dort zum Futter niederer Instinkte und finsterer Triebe des Tiermenschen (Dies haben Adorno/Horkheimer bereits 1943 in ihrer »Dialektik der Aufklärung« gezeigt).

Der Anbruch eines neuen positiven Paradigmas ist somit nur sinnvoll und vollständig in der Integration spirituellen Wissens. Genau dies ist mit der Wiederkehr Quetzalcoatls, der gefiederten Regenbogenschlange gemeint. Was die gefiederte Schlange bedeutet, kann im Interview mit Harley Swift Deer nachgelesen werden. Ergänzend wäre noch hinzuzufügen, dass die Schlange in den indianischen Traditionen als die Hüterin des Wissens angesehen wird. In diesem Sinne erklärte Pacal Votan gemäß der Legende, eine Schlange, ein Eingeweihter im Besitze des Wissens zu sein.

An allen Orten unseres Planeten erwächst mittlerweile eine neue starke spirituelle Bewegung, die das Wissen der unterschiedlichsten Traditionen wiederbelebt. Allen diesen Traditionen ist gemeinsam, dass sie den Menschen in einer höheren Bewusstheit, in einer nicht materialistischen und nicht rationalistischen sondern spirituellen Sicht verstehen. Diese verschiedenen Traditionen sind in unterschiedlichem Maße frei von materiellen Konzepten, doch jede ist eine Perle, die auf der Schnur der Wahrheit ruht.

Der Tzolkin

Der Tzolkin ist der Kalender der Maya. ›Tzol‹ bedeutet ›zählen‹ und ›Kin‹ bedeutet ›Tag‹. Der Maya-Kalender beginnt 3113 v.Chr. mit einem neuen 5200 Tun (ca. 5125 Sonnenjahre) dauernden Zyklus, der im Jahre 2012 n. Chr. zum Abschluss kommen wird. Die Zählweise des Tzolkin ist eine 13/20er-Zählweise im Gegensatz zu der in unserem amtierenden gregorianischen Kalender verwendeten 12/60er-Zählweise.

Der Tzolkin ist ein in Kreisform angeordneter Kalender, wobei der zeitliche Progress als Spirale gedacht ist und der Kreis das radiale Modul dieser Spirale darstellt. In diesem Sinne beginnt nach dem Ende des Zyklus im Jahre 2012 ein neuer Zyklus, der die gleichen Qualitäten haben wird wie der jetzige, allerdings auf einer höheren Entwicklungsstufe.

Für die Maya stellte der Tzolkin einen galaktischen Code dar, d.h. es handelte sich nicht nur um einen linearen pragmatischen Zeitbemessungsmodus, sondern um real im Universum vorhandene Energieströme und -qualitäten, die in 20 Sigeln und 13 Zahlen unterteilt sind, aus denen sich der Kalender aufbaut. Diese Sigel und Zahlen haben ähnlich unserer Tierkreiszeichen in der Astrologie bestimmte Bedeutungen.

Sie bilden einen heiligen Zyklus, der in einer kosmischen Ganzheit Gott mit den individuellen Seelen verbindet.

Im Unterschied zu der westlichen Astrologie sind diese universalen Entsprechungen jedoch vornehmlich auf unsere spirituelle Existenz ausgerichtet und weniger auf unser irdisches Dasein im materiellen Körper und in materiell orientierten Tätigkeiten.

Im Einklang mit den Sigeln und Zahlen ist es dem Menschen möglich, das ihm innewohnende spirituelle Potential seines essentiellen Selbst zu entfalten. Hinter dieser Auffassung steht der Gedanke der Entsprechung von Spirit und Kosmos, d.h. daß gerade die reinste Entfaltung des inneren Selbst auch am vollkommensten mit den kosmischen Gesetzen und Bewegungen im Einklang steht.

Gemäß dem Maya-Kalender tritt die Erde im Jahre 2012 endgültig in einen neuen Zyklus ein,

der durch ein neues Sigel dominiert wird. Während der alte Zyklus im Zeichen der Transformation der Materie steht, wird der neue Zyklus als ein Wiedererstehen der Harmonie und des Zusammenfallens der Gegensätze beschrieben.

Der vergehende Zyklus, in dessen Endphase wir uns nun befinden, ist gekennzeichnet durch das Eindringen des Geistes in die Materie, ihre Ausfaltung und Nutzung durch die menschlichen Lebewesen. In diesem Sinne ist der alte Zyklus sehr materialistisch und getrennt von der spirituellen Einheit des Universums.

Zur Zeit befinden wir uns in der Übergangsphase, in der es bereits zu einigen Veränderungen gekommen ist (z.B. Ende des kalten Krieges, Ende der atomaren Abschreckung, Aufkommen von spirituellen Bewegungen u.a.), in der zugleich aber auch Turbulenzen und Gleichgewichtsstörungen des irdischen Energiefeldes auftreten (Naturkatastrophen, Seuchen, kulturelle Desorientierung).

Diese Störungen sind jedoch vorübergehender Natur und dürfen keineswegs als Vorboten des Weltunterganges gedeutet werden.

Sie sind vielmehr als die Wehen zu verstehen, die der Geburt eines neuen Paradigmas vorausgehen. Dieses Paradigma, das jetzt schon in Ansätzen sichtbar ist, wird alle unsere Vorstellungen bei weitem übertreffen und unser bisheriges Weltbild aus den Angeln heben.

Der Maya-Kalender besagt, dass die Menschheit kollektiv in die spirituelle Bewusstseinsebene eintreten wird, die bisher nur von wenigen exponierten Individuen erreicht wurde. Einige Individuen werden auch in der neuen Ebene wiederum herausragen, indem für sie paranormale Fähigkeiten wie Telepathie, Hellsicht, Psychometrie und ähnliche mystische Fähigkeiten zu ihren selbstverständlichen Möglichkeiten zählen werden.

Die Sigel und Zahlen, die auch als Orakel verwendet werden können, sollen es uns ermöglichen, in die direkte Interaktion mit dem universalen Geist zu treten und alle Entscheidungen vom Standpunkt unseres essentiellen (wahren) Selbst aus zu fühlen, anstatt lediglich aus dem Ego heraus zu bestimmen.

Die Sigel des Tzolkin sind Bestandteile einer galaktischen Lichtsprache,

die jenseits des rationalen Verstandes direkt in unserem Selbst wirken und zu einer zellularen Umstrukturierung unseres Körpers führen können, um dadurch die Entwicklung des dreidimensionalen materiellen Körpers zu einem fünfdimensionalen Lichtkörper zu ermöglichen.

Gemäß dem neu eintretenden Zyklus werden die Symbole dieser Lichtsprache nun aktiviert. Es ist der Wille Gottes, dass wir nun über die 3. Dimension hinausgehen und zu unserer transzendenten Heimat zurückkehren.

»Durch einen nichtkognitiven Vorgang energetischer Lichtübertragung verschaffen uns die Maya-Symbole Zutritt zu einem Gewahrsein, das unser spirituelles Wachstum in Gang setzt und vorantreibt. Die von den Archetypen kanalisierten Erkenntnisse äußern sich eher in einer Veränderung der Haltung und des Bewußtseins als in Worten oder bestimmten begrifflichen Informationen. Auf diese Weise treten die Gaben der archetypischen Sternglyphen in unmittelbare Resonanz mit den mythischen Kodierungen unserer Psyche.« (Spilsbury/Bryner, Das Maya-Orakel, S.30)

Die Arbeit mit dem Tzolkin erfordert ein anderes Wirklichkeitsverständnis als das unseres mechanistischen Paradigmas.

Dieses andere Wirklichkeitsverständnis geht davon aus, dass die Wirklichkeit von unseren Gedanken und resonatorischen Frequenzen beeinflusst wird. Eine Anschauung oder Vision der Wirklichkeit wirkt auf diese zurück und vermag sie zu verändern. Je nachdem, ob wir eine positive oder negative Schwingung in uns tragen, verändert sich auch die Realität dementsprechend.

Die materielle Wirklichkeit passt sich diesen energetischen Projektionen an und bildet sie ab.

»Die Wirklichkeit ist demnach einfach eine holographische Spiegelung unserer projizierten Anschauungen. Sie ist nichts Festes, Fertiges: Sie wird fortwährend neu geschaffen, kollektiv ins Dasein geträumt. Durch die Freisetzung universaler Prinzipien können wir die Wirklichkeit erschaffen und immer wieder umgestalten.« (a.a.O., S. 35)

Maßgeblich ist bei diesem Unterfangen, daß selbst eine relativ kleine Zahl von bewussten Menschen, die die gleiche Vision projizieren, genügen kann, um Veränderungen zu bewirken.

Rupert Sheldrake hat mit seiner Theorie des morphogenetischen Feldes genau dieses Phänomen beschrieben. Mit dem Erreichen einer kritischen Masse schlägt die Entwicklung sprunghaft um und plötzlich sind alle Mitglieder einer Spezies auf einem höheren Entwicklungsniveau (die Theorie des »hundertsten Affen«).

Wichtig in dieser Bewusstseinsveränderung ist die Integration unseres Schattens in unser Selbst und die Abwendung von wertenden, ausgrenzenden und generell egoistischen Haltungen. Wir werden somit in eine Phase gesteigerter Wahrnehmung eintreten, die durch bedingungslose Liebe gekennzeichnet ist.

Das Zeitalter des ›Bestimmens‹ wird durch das des ›Aufeinander-Abgestimmtseins‹ abgelöst. Nicht mehr Definieren und Kategorisieren, sondern Resonanz und ›Mitklingen‹ werden die Erkenntnismodi des neuen Zyklus sein.

Die Maya und der Tzolkin – Kosmische Ordnung

04.03.2020
Ronald Engert
www.ronaldengert.com
www.tattva.de
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Über den Autor dieses Artikels

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Ronald Engert

Ronald Engert
Geb. 1961. Studium der Germanistik, Romanistik, Philosophie und Filmwissenschaften, später Indologie und Religionswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. 1994
Mitgründung der Tattva Viveka, seit 1996 Herausgeber und Chefredakteur. 1994 Gründung des INES-Instituts (Institut für Essenzphilosophie).
Blog: www.ronaldengert.com


 

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