Gesellschaft

Wohlstand ist nicht gleich Wohlbefinden – Teil 4

 StrandWohlstand ist nicht gleich Wohlbefinden – Teil 4

Dr. George-Ivan Gal

2. Die Emotionale Stressreaktion: sie ist sehr unterschiedlich, da jeder von uns anders auf bestimmte Stimulanzien reagieren. Wenn der eine mit Angst reagiert, kann der andere mit Wut oder Zorn reagieren. Diese Reaktionen sind in uns verankert und stammen meistens aus der Kindheit und manchmal werden sie durch unsere DNA vorgegeben.

3. Die Mentale Stressreaktion bedeutet nicht anderes als die Tatsache, dass unser Geist auch versucht, den Stressor abzuwehren, später zu vermeiden, und möglicherweise anschließend einen Sinn zu geben, um es zu verstehen! Der Gedanke der dadurch entsteht, führt danach zu entscheidenden Veränderungen! Das nennt man dann „Glaubenssatz“. Als Beispiel: stellen Sie sich vor, Sie werden von einer Spinne gestochen, bekommen Stress, und als Folge, denken Sie dann, „vor Spinnen müssen wir ein Umweg machen“! Falls Sie in einem großen Garten leben, mag es sein, dass „Sie ständig auf der Hut vor den angreifenden Spinnen“ sind. Die Folgen des mentalen Stresses könnten sein:

Vergesslichkeit, da im Stresszustand Sachen unwichtig werden.

Verwirrung, ist ein weiterer Punkt, der ähnlich der Vergesslichkeit ist, da wir für bestimmte Reaktionen keinem Sinn oder keine logische Erklärung für den Zustand finden.

Divergenz ist die wissenschaftliche Erklärung für die Aufmerksamkeit / Hyperaktivitätsstörung (Zappel-Phillip, Struwwelpeter). Das bedeutet, die Personen können dann nur für kurze Zeit die Aufmerksamkeit auf einer Aktivität halten, werden dann mit Unverständnis empfangen, was dann bei der Personen, zu weiteren gewaltigen Reaktionen führt, und die Spirale ist da!!!

Langeweile ist dann auch eine Folge, weil das Spiel, die Arbeit, die Ehe keinen Spaß mehr bringen, nur Stress, und die Folge ist eine Variante der Aufmerksamkeitsstörung, die diesmal zum Aufmerksamkeitsdefizit führt. Es ist eine der wichtigsten Störungen, da sie selten festgestellt und behandelt wird, und führt zum Schluss zur Apathie, Verschlossenheit, innerer Kündigung und sozialer Phobie.

Ablenkung ist eine Art Flucht vor der Wahrheit oder vor dem Unbekannten. Das äußert sich meistens in Zwangsvorstellungen, Depressionen und Phobien. Der „Waschzwang“ z. B. ist eine Art sich mich dem „Schmutz“ zu beschäftigen, und so kommt man nicht dazu, über den eigenen Stressor nachzudenken. Depressionen sind der Rückzug vor Jemand oder Etwas, was uns wütend macht. Phobien sind wiederum „Verstecke“ vor Personen oder Sachen, die in unsere Vorstellung Angst verbreiten.

Und zu letzt die Verschiebung, ist die nicht ausgesprochene Wut gegen Jemand oder Etwas, und dafür wird das genommen, was gerade da ist. Z. B. der Chef stresst uns, und wenn wir dann nach Hause kommen, treten wir auf die Frau, die Kinder, oder den Hund ein.

Ein harmloses Beispiel für das in aneinder von physischen, emotionalen und mentalen Stressreaktionen könnte sich so anhören:

Stellen Sie sich mal vor, Sie laufen die Straße entlang und kommen an einem Fischladen vorbei, wo eine Sorte Fisch nicht mehr so ganz frisch ist. Der Geruch ist sehr „kräftig“, reizt Ihre Nase, und die Geruchsknospen. Es könnte sein, dass Sie Gefühle der Übelkeit, Erbrechen, Ekel oder sogar Zorn und Wut überwältigen, weil Sie nicht verstehen, wie man sowas noch verkaufen kann. Und es könnte sogar noch sein, dass der erster Gedanke, der Ihnen hoch kommt wäre: „Wie kann man alten Fisch essen“, oder sogar „Alle Fische stinken so“, und somit, entweder sofort, oder später, Sie entwickeln eine Fischallergie!

Das wäre harmlos, aber der Gedanke könnte – übertragen – lauten: „Ich bin unfähig!“, oder „Araber, sind alle Terroristen!“. Was glauben Sie, welcher Gefühle Sie überrennen würden und welche Körperhaltung Sie annehmen, wenn ein solcher Gedanke Ihnen durch den Kopf geht? Ich hoffe, ihnen mit diesen Darstellungen eine Vorstellung präsentiert zu haben, was Stress mit uns veranstaltet!

Dr. George-Ivan Gal

P. S. Jetzt ist es auch wissenschaftlich bewiesen. Ständiger Stress führt bei Menschen zu Fehlentscheidungen und damit auch zu weniger Kreativität. Forscher haben bei Ratten gezeigt, dass sie durch Stress zu Gewohnheitstieren werden, die eine bekannte statt der in der jeweiligen Situation besten Lösung wählen. Dass die Entscheidungsfindung der Tiere beeinträchtigt ist, zeige sich auch in Veränderungen der Gehirnstruktur, berichten portugiesische Biologen im amerikanischen Fachjournal «Science» (Bd. 325, S. 621).

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